Das Fotobuch-Quartett+ auf “On Artbooks”

Jule Schaffer hat mich zum Fotobuch-Quartett+ interviewt. Sie wollte von mir wissen, wie es zu der Veranstaltungsreihe mit Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Frank D√ľrrach, Oliver Rausch und mir kam, was ein gutes Fotobuch ausmacht, wie wir die B√ľcher ausw√§hlen und was ich pers√∂nlich aus den Diskussionen gelernt habe.

Das Interview findet ihr auf dem Blog On Artbooks von artbooksonline. Und das n√§chste Fotobuch-Quartett+ findet √ľbrigens am Freitag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Forum f√ľr Fotografie in K√∂ln statt.

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Können Fotografien Konflikte erklären?

Diese und √§hnliche Fragen hat sich das MiesińÖc Fotografii w Krakowie, auch bekannt als Photomonth Krakow, als Pr√§misse f√ľr ihr Festival 2015 gew√§hlt. Insgesamt neun Ausstellungen versuchen diese Frage zu beantworten – unter anderem die umfangreiche Schau “Track-22″ von Markus Schaden, in der er neun Fotob√ľcher “an die Wand” bringt als Beispiele f√ľr eine deutliche Autorenschaft und authentische Zeugnisse, um Konflikten zu folgen und sie als pers√∂nliches Erleben wahrzunehmen. Darin zeigt er unter anderem ‚ÄěThe World from my Front Porch‚Äú von Larry Towell, ‚ÄěHundred Portraits‚Äú von Emeric Lhuisset, “Taksim Calling” von Frederic Lezmi, “Esto ha sido” von Luis Weinstein und “The Legitimacy of Landscape” von Yaakov Israel. In anderen Ausstellungen sind beispielsweise Josef Koudelkas “Invasion Prague 68″, Sophie Ristelhuebers “Every One”, Indrńó ҆erpytytńós1944‚Äď1991″, Joanna Piotrowskas “Frowst” sowie Zhang Dalis “A Second History” zu sehen.

Mein ausf√ľhrlicher¬†Artikel ist in Der Standard erschienen. Weil es bislang ein paar Verwirrungen gab: Mein Text versucht den Ausgangsfragen des Krakauer Festivals auf die Spur zu gehen und aufzuzeigen, welche M√∂glichkeiten die Fotografie bei der Erkl√§rung und Vermittlung von Konflikten (und auch anderen komplexen Zusammenh√§ngen) hat. Mein Artikel ist in keinster Weise eine Besprechung des Festivals oder der einzelnen Ausstellungen selbst.

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Chargesheimer Reloaded РKöln 5 Uhr 30

Im Juli und August habe ich f√ľr die Photoszene den Fotowettbewerb Chargesheimer Reloaded – K√∂ln 5 Uhr 30 organisiert, bei dem die K√∂lner aufgefordert wurden, ihre menschenleere Stadt zu fotografieren – und zwar morgens gegen 5.30 Uhr, wenn die Sonne langsam aufgeht, die Stadt aber noch schl√§ft. Eine Jury, bestehend aus Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Tina Schelhorn und mir, hat unter mehr als 600 Einsendungen die besten 111 Fotografien von 81 Fotografen ausgew√§hlt.

Nun erscheint das Buch dazu, gedruckt von unserem Partner Pixum. Wer bis zum 31. Oktober per Mail an 5uhr30@photoszene.de bestellt, erh√§lt das Buch f√ľr 25 Euro und hilft uns gleichzeitig, die Auflagenh√∂he besser zu kalkulieren. Danach wird das Buch 30 Euro kosten.

Link: Photoszene

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L. Fritz – das Magazin der Photoszene

Darf ich vorstellen: L. Fritz – das Magazin der Photoszene ist erschienen. Benannt nach L. Fritz Gruber wollen wir mit diesem Magazin Kuratoren, Galeristen und Verleger, Studenten und Sammler, Fotografen und Designer, Profis und Amateure gleicherma√üen ansprechen. Deshalb ist L. Fritz auch mehr als nur ein Medium ‚Äď er ist ein lebendiger Bestandteil der Fotografieszene, er ist ein Freund und Experte, dem man vertraut, den man um Rat fragen kann und den man gerne an seiner Seite hat. Vor allem aber liegt L. Fritz kostenlos aus – in K√∂ln sowieso, aber auch an wichtigen Fotografie-Einrichtungen in Deutschland und ganz Europa. Eine genaue Auflistung wird auf der Photoszene-Website folgen. Au√üerdem k√∂nnt ihr euch L. Fritz auch schon auf Issuu ansehen – dort findet ihr √ľbrigens auch den Photoszene-Festivalguide.

Die erste Ausgabe besch√§ftigt sich vor allem mit dem bevorstehenden Photoszene-Festival und stellt einige Ausstellungen vor. Unter anderem gibt es einen achtseitigen Teil √ľber das PhotoBookMuseum von Markus Schaden, ein Interview mit Bettina Flitner, die Fotostrecke “Wolfskinder” von Fabian Wei√ü und ein Interview mit der Photoszene-Gesch√§ftsf√ľhrerin Heide H√§usler. Au√üerdem geht Klaus Honnef in einem Essay der Frage nach, wie sehr Fotografien unsere Wahrnehmung von Realit√§t ver√§ndert haben. Viel Vergn√ľgen mit L. Fritz!

Link: L. Fritz #1

"L. Fritz - Das Magazin der Photoszene", No.1, 2014, Cover-Photo: Chargesheimer, ‚ÄěL. Fritz Gruber‚Äú, K√∂ln 1955, Museum Ludwig, Fotografische Sammlung, ML/F 1993/150

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Chargesheimer Reloaded РKöln 5 Uhr 30

1970 ver√∂ffentlichte der K√∂lner Fotograf Chargesheimer sein letztes und ber√ľhmtestes Fotobuch: ‚ÄěK√∂ln 5 Uhr 30‚Äú. Es zeigt seine Heimatstadt, wie man sie bis dahin noch nicht gesehen hatte: Scheinbar n√ľchtern-dokumentarisch fotografiert zeigt es seinen d√ľster-depressiven Blick auf eine menschenleere und vom Wiederaufbau zum zweiten Mal zerst√∂rte Stadt. ‚ÄěK√∂ln 5 Uhr 30‚Äú ist ein kritisch-melancholischer Abgesang auf ein liebenswertes und zugleich sehr h√§ssliches K√∂ln.

Die Internationale Photoszene K√∂ln, das PhotoBookMuseum, die Galerie Lichtblick und Pixum laden alle K√∂lner dazu ein, ihr bis zum 19. August (dem 175. Geburtstag der Fotografie!) ihre ganz pers√∂nliche Sicht auf ihre Stadt zu schicken. Voraussetzung: Die Fotos sollen eine menschenleere Stadt zeigen und sie m√ľssen morgens gegen 5 Uhr 30 fotografiert werden ‚Äď also dann, wenn die Sonne langsam aufgeht, die Stadt aber noch schl√§ft.

Eine Jury, bestehend aus Markus Schaden, Wolfgang Zurborn und Tina Schelhorn, wird unter allen Einsendungen die besten Fotografien ausw√§hlen. Diese werden am Abend des 19. August im neuer√∂ffneten PhotoBookMuseum im Carlswerk projiziert und in einem Fotobuch unseres Partners Pixum ver√∂ffentlicht. Die Sieger erhalten ein kostenloses Exemplar des Buches, au√üerdem bekommen alle Teilnehmer einen Gutschein f√ľr ein Pixum-Gratisposter ihres Fotos.

Link: Chargesheimer Reloaded

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Das Fotobuch Quartett

Am Freitag haben Markus Schaden, Oliver Rausch, Frank D√ľrrach, Wolfgang Zurborn und ich zum ersten Mal unser neues, gemeinsames Format Das Fotobuch Quartett vor etwa 60 geladenen G√§sten im Atelier Colonia getestet. Die Idee dahinter: Die Fotografie gilt als Leitmedium unserer Zeit. Sie wird gerne als visuelles Esperanto bezeichnet, als eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Doch gleichzeitig gibt es kaum eine Diskussions- und Streitkultur √úBER die Fotografie wie es beispielsweise in der Literatur, der Musik oder dem Film selbstverst√§ndlich ist. Das wollen wir √§ndern.

Angelehnt an das legend√§re ‚ÄěLiterarische Quartett‚Äú haben wir die vier Fotob√ľcher “Genesis” von Sebasti√£o Salgado, “War Porn” von Christoph Bangert, “A Period of Juvenile Prosperity” von Mike Brodie und “The Valley” von Larry Sultan besprochen. Dabei diskutierten wir eineinhalb Stunden lang mal liebevoll und wohlwollend, mal gemein und fast b√∂sartig.

Und was soll ich sagen? Es war einfach gro√üartig! Wir haben von allen Besuchern sehr viel Zuspruch und Unterst√ľtzung bekommen, dass wir in unserem Bestreben, dieses Format zu etablieren und damit der fotografischen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen, extrem motiviert wurden. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf die erste √∂ffentliche Veranstaltung am Sonntag, 21. September, im Museum f√ľr Angewandte Kunst K√∂ln im Rahmen des Photoszene-Festivals!

Ach, vielleicht noch zur Erkl√§rung, weil das naheliegend h√§ufig angesprochen wird: Wir sind zwar aktuell zu F√ľnft, aber wir haben das Format dennoch Quartett genannt. Das “Quartett” bezieht sich auf die Anzahl der B√ľcher, die wir immer besprechen wollen.

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#Taksim Calling von Frederic Lezmi

Mit großem Interesse und ebenso großer Sorge und Fassungslosigkeit habe ich im Juni die Proteste rund um den Gezi-Park und dem angrenzenden Taksim-Platz verfolgt Рnicht zuletzt auch deshalb, weil ich Freunde habe, die in Istanbul leben.

Nun hat einer von ihnen die Auseinandersetzungen in einer besonderen Publikation verarbeitet: “#Taksim Calling” hat Frederic Lezmi dieses Fotobuch genannt,das er gemeinsam mit Markus Schaden und Wolfgang Zurborn editiert hat und das in seinem kleinen Eigenverlag Sunday Books erschienen ist. Eigentlich ist es gar kein richtiges Buch, sondern eher eine Art zusammengelegte Postersammlung: Gro√ü wie eine Tageszeitung beinhaltet es Vergr√∂√üerungen von Postkarten mit alten Ansichten vom Taksim-Platz. Auf der R√ľckseite hat Lezmi dann seine pers√∂nlichen Gr√ľ√üe zu den idyllischen Ansichten verfasst – in Form von Fotos, die er vor Ort von den Demonstrationen, Tr√§nengasangriffen, provisorischen Barrikaden und √ľbermalten Parolen an H√§userw√§nden gemacht hat, aufgenommen mit seinem Handy und versehen mit dem f√ľr heute typischen digitalen Polaroid-Rand. “#Taksim Calling” wirkt dadurch leicht und verspielt, hat es mit seinen Andeutungen und Doppeldeutigkeiten aber in sich: Das Zeitungsformat als Kritik an den t√ľrkischen Medien, die nahezu nichts √ľber die Proteste gebracht haben; die Postkarten-Idylle, die es l√§ngst nicht mehr gibt; und die eigentlichen Fotos im Look eines harmlosen Facebook-Urlaubsfoto-Albums vom letzten Istanbul-Trip.

Als zus√§tzliches Zeichen der Solidarit√§t hat sich Lezmi au√üerdem dazu entschieden, sein Fotobuch jedem zu schenken, der einen t√ľrkischen Pass besitzt. Alle anderen m√ľssen 15 Euro f√ľr dieses besondere St√ľck bezahlen.

Link: Frederic Lezmi

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ViennaPhotoBookFestival

Und noch ein neues Festival am kommenden Wochende: In Wien findet das ViennaPhotoBookFestival statt – inklusive 600 Quadratmeter gro√üen Buchmarkt mit internationalen Verlagen und H√§ndlern sowie Vortr√§ge und Diskussionen rund um das Thema Fotobuch – unter anderem mit Martin Parr und Garry Badger, die den dritten Teil ihrer Anthologie ‚ÄúThe Photobook: A History‚ÄĚ pr√§sentieren, und Markus Schaden, der √ľber die ver√§nderten Vertriebsstrukturen der letzten zwei Jahrzehnte berichten und m√∂gliche Zukunftsszenarien aufzeigen wird.

Mehr Infos gibt es auf dem Hatje Cantz Fotoblog.

Link: ViennaPhotoBookFestival

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Gastblogger im Hatje Cantz Fotoblog

Nach Markus Schaden und Jeffrey Ladd √ľbernehme ich heute f√ľr den gesamten Monat Juni den Hatje Cantz Fotoblog. Dort werde ich zwei bis drei Mal in der Woche √ľber Ausstellungen und Fotob√ľcher berichten – also genauso, wie ich es hier auch schon seit vier Jahren mache. Neue Beitr√§ge werden nat√ľrlich an dieser Stelle gemeldet, ansonsten bleibt es auf diesen Seiten im Juni etwas ruhiger als gewohnt.

Ich w√ľnsche euch viel Spa√ü. Und schreibt mir und dem Hatje Cantz Verlag doch mal, wie ihr den neuen Fotoblog findet, was man √§ndern und verbessern k√∂nnte. Wir sind sehr gespannt.

Link: Hatje Cantz Fotoblog

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Interview mit Markus Schaden

In der Doppelausgabe Juli/August der Photonews ist mein Interview mit dem K√∂lner Fotobuchh√§ndler und -verleger Markus Schaden erschienen. Der hat vor einigen Wochen die Szene √ľberrascht, indem er bekannt gegeben hat, dass er sein Ladengesch√§ft schlie√üen will. Als ich nach seinen Beweggr√ľnden fragte, lieferte er mir eine komplexe Analyse des internationalen Fotobuchmarktes, zeichnete zur Verbildlichung zwei riesige Mindmaps und erkl√§rte, welche Vorteile das Medium eBook auch f√ľr das gedruckte Fotobuch haben k√∂nnte. Und nach fast zwei Stunden war mir klar: Seine “Mission Fotobuch” bleibt.

Das komplette Interview gibt es hier als PDF.

Link: Schaden.com

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