Interview mit Markus Schaden

In der Doppelausgabe Juli/August der Photonews ist mein Interview mit dem Kölner Fotobuchhändler und -verleger Markus Schaden erschienen. Der hat vor einigen Wochen die Szene überrascht, indem er bekannt gegeben hat, dass er sein Ladengeschäft schließen will. Als ich nach seinen Beweggründen fragte, lieferte er mir eine komplexe Analyse des internationalen Fotobuchmarktes, zeichnete zur Verbildlichung zwei riesige Mindmaps und erklärte, welche Vorteile das Medium eBook auch für das gedruckte Fotobuch haben könnte. Und nach fast zwei Stunden war mir klar: Seine “Mission Fotobuch” bleibt.

Das komplette Interview gibt es hier als PDF.

Link: Schaden.com

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Das Fotobuch als Sammelobjekt

Im Artnet-Magazin ist heute mein umfangreicher Artikel “Zwischen Boom und Krise – Das Fotobuch als Sammelobjekt” erschienen. Darin geht es um eine kleine Bestandsaufnahme, die Entwicklung in den vergangenen Jahren und eine Aussicht auf die nahe Zukunft. Dafür habe ich verschiedene Verleger wie Klaus Kehrer, Gerhard Steidl und Lothar Schirmer sowie Hatje Cantz-Programmleiter Markus Hartmann nach ihren Erfahrungen befragt. Anlass für diesen Artikel war allerdings ein ausführliches Interview, das ich mit Markus Schaden geführt habe und das in zwei Tagen in der neuen Ausgabe der Photonews erscheinen wird.

“Zwischen Boom und Krise” wird wohl übrigens mein letzter Beitrag sein, der im Artnet-Magazin veröffentlicht wurde – ich habe gestern erfahren, dass das Magazin noch diesen Monat komplett eingestellt werden soll. Diese plötzliche Entscheidung überrascht mich sehr und macht mich fassungslos. Alles weitere werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.

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Markus Schaden zum Aus der Visual Gallery

Über das angekündigte Aus für die Visual Gallery auf der Photokina habe ich ja bereits berichtet. Für die StadtRevue habe ich zu diesem Thema ein Interview mit Buchhändler, Verleger und Kurator Markus Schaden geführt. Darin erklärt er, dass die Entwicklung bereits vor zwei Jahren abzusehen war, dass es heute in der Kölner Kultur an starken Einzelpersönlichkeiten wie Kurt Hackenberg und L. Fritz Gruber mangelt, und dass die Visual Gallery nicht nur eine Ausstellungs-, sondern immer auch eine wichtige Begegnungsstätte der Fotografie war.

Das komplette Interview gibt es hier als PDF.

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“Thank you, Darling!” bei Schaden.com

Vergangenes Jahr fragte der Kölner Fotobuchhändler und Fotografie-Experte Markus Schaden befreundete Fotografen, ob sie ihm für das Projekt A Picture for Home jeweils einen Abzug zur Verfügung stellen könnten. Im  November 2011 wurden schließlich 210 Arbeiten während der Fotomesse Paris Photo verlost.

Am Freitag, 2. März, ab 18 Uhr wird diese Veranstaltung quasi fortgesetzt – mit der Vernissage “Thank you, Darling!” in der Buchhandlung Schaden.com in der Körnerstraße 6-8. Gezeigt werden Fotografien von William Klein, Thomas Höpker, Peter Basch, Bruce Davidson, Lisette Model, Marc Riboud, Lilian Bassman, Gottfried Helnwein, Walde Huth, Jacques-Henri Lartigue, Inge Morath, Heinz Held, Werner Hannappel, Lucien Clergue, Eliott Erwitt, Will McBride und vielen anderen. Die Bilder stammen aus der Privatsammlung von Renate Gruber. Sie werden erstmals gezeigt und zu Preisen zwischen 50 und 3500 Euro zu Gunsten von Schaden.com verkauft.

Link: Schaden.com

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Schaden.com in Köln-Ehrenfeld

In der heute erschienenen April-Ausgabe des Kölner Prinz stelle ich unter der Rubrik “Neu entdeckt” die Fotobuchhandlung Schaden.com von Markus Schaden vor. Der hat am 1. März in der Körnerstraße in Ehrenfeld neu eröffnet – mit mehr Platz für Bücher, Mitarbeiter, Kunden und Gespräche. Außerdem gibt es eine kleine Wohnung für Gastkünstler. Das bisherige Geschäft an der Albertusstraße in der Innenstadt wird gerade aufgelöst.

Den vollständigen Artikel findet ihr hier.

Links: Schaden.com

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Schaden.com zieht um – und wird “Factory”

Markus Schaden zieht mit seiner bekannten Buchhandlung Schaden.com erneut um. Zum Glück nicht nach Berlin, sondern in die Körnerstraße 6-8 nach Köln-Ehrenfeld, was aber mindestens genauso angesagt ist. “Die Körnerstraße ist das kreative Epizentrum”, meint Schaden selbst, schließlich haben sich dort in den vergangenen Jahren zahlreiche kleine Design-Läden angesiedelt.

Mit dem bisheriger Standort an der Albertusstraße konnte sich der Buchhändler hingegen nicht richtig anfreunden: Laufkundschaft kam trotz der scheinbar guten Lage zu wenig, für Stammkunden, die gerne auch mal zwei Stunden bleiben, ist der Laden jedoch viel zu klein. Das soll sich nun ändern, denn die Ladenfläche vergrößert sich von 60 auf 100 Quadratmeter, so dass es sowohl für Kunden als auch für die Mitarbeiter bequemer und angenehmer wird. Hinzu kommt ein separates Apartment, in dem Gast-Künstler untergebracht werden können. Außerdem stehen zwei Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung.

Am Sonntag, 5. Dezember, öffnet die “Factory”, wie Schaden sie halb im Spaß und halb im Ernst nennt, weil auch verstärkt Events in ihr stattfinden sollen, erstmals von 11 bis 20 Uhr ihre Türen im Rahmen des Weihnachtsbasars in der Körnerstraße. Neben einer “Fine Selection” an Fotobüchern präsentiert und verkauft Schaden rund 150 Plakate (teilweise auf Dibond kaschiert) zu Fotografie-Ausstellungen der vergangenen Jahre – so zum Beispiel von Eggleston, Sugimoto, Tillmans, Winogrand, Clark, Bechers, Shore, Chargesheimer, Ruscha, Sieber, Gursky, van der Elsken, Struth, Moriyama, Gilden und Parr. Der Titel der Ausstellung lautet “Blow Up#” und schließt somit direkt an “Mashup!” aus dem Jahr 2007 an. Damals zeigte Schaden zusammen mit dem Kunstverein artrmx 300 Einladungskarten von Fotografieausstellungen. Das klang banal, war aber dennoch ein großartiges Event.

Wann Schaden das Geschäft in der Albertusstraße schließt, steht übrigens noch nicht fest – es wird wohl irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2011 sein. Bis dahin geht der Betrieb weiter.

Links: Schaden.com

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Hijacked 2 – Australien/Deutschland

Bereits “Hijacked – Volume One”, erschienen 2008 bei Big City Press, war ein wunderbares Buch. Damals stellte der Initiator und Herausgeber Mark McPherson zusammen mit Max Pam australische und us-amerikanische Fotografen in einem gemeinsamen Band vor – darunter gute bis fantastische Positionen von Robin Schwartz, Brian Cross, Amy Stein, Greta Anderson, Sarah Small und Juha Tolonen.

Nun hat Big City Press gemeinsam mit dem Heidelberger Kehrer-Verlag die Fortsetzung “Hijacked – Volume 2″ in die Läden gebracht – dieses Mal mit australischen und deutschen Fotografen und mitherausgegeben von Ute Noll und Markus Schaden. Das schicke Lesebändchen vom ersten Teil gibt es nicht mehr, dafür bekommt man aber noch mehr Seiten, die auch noch richtig gut gefüllt wurden mit junger, aufrüttelnder, poetischer, verstörender, verträumter Fotografie.

Das fängt schon beim Cover an, das das Bild “Reita” von Oliver Sieber ziert und das zurzeit auch noch in der Ausstellung Imaginary Club in der Kölner Galerie Priska Pasquer zu sehen ist: Warum zum Teufel hat diese Frau eigentlich eine weißes Stirnband quer über das Gesicht laufen, das nur ihre Nase verdeckt? Es geht weiter mit Arbeiten von Josef Schulz, Jan von Holleben, Johanna Ahlert, Olaf Unverzart, Jens Liebchen, Myriam Lutz, Julian Röder, Ivonne Thein, Albrecht Fuchs, Nathalie Bothur, Jörg Brüggemann, Anne Lass, Karsten Kronas, Sascha Weidner und Thekla Ehling – kurzum: fast ausnahmslos sehr gute und eigenständige Positionen, die einen guten Überblick über die junge, zeitgenössische Fotografie bietet – mit einer nicht ganz unwichtigen Ausnahme: Fast keiner der deutschen Fotografen fotografiert deutsch, also im Sinne der Neuen Sachlichkeit und der Becher-Klasse. Offensichtlich wurde viel Wert darauf gelegt zu zeigen, dass man hierzulande auch anders fotografieren kann, was ich persönlich für sehr gut und wichtig halte.

Im Mittelteil gibt es mehrere Texte, dann begegnet dem Betrachter in der australischen Hälfte erst einmal einem jungen, nacktem Paar, das im offenen Kofferraum ihres Kombis sitzt: Bronek Kózka hat im Gregory-Crewdson-Jeff-Wall-Stil inszeniert – allerdings nicht ganz so gut, weil nicht so geheimnisvoll. Andere Arbeiten haben mir da deutlich besser gefallen – zum Beispiel die von Ingvar Kenne, Conor O’Brien, Polixeni Papapetrou, Derek Henderson und auch Louis Porter, Andrew Cowen und Michael Corridore. Sehr amüsiert habe ich mich übrigens auch bei Jackson Eaton und seinem Bild “Hasisi holding my foreskin in her teeth”. Ich denke, ich brauche nicht näher zu beschreiben, was darauf zu sehen ist.

Wenn mir auch persönlich nicht alle Fotografen so ganz zusagen, bleibt mir doch nichts anderes übrig, als für “Hijacked 2″ eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen: Das Buch ist eine sehr gelungene Zusammenstellung junger, zeitgenössischer Fotografie jenseits des Mainstreams und dürfte auch in Zukunft immer wieder zum Schmökern und Nachschlagen einladen.

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La Brea Matrix und Jan Dziaczkowski

Das Projekt The La Brea Matrix habe ich bereits im September kurz vorgestellt, nun gibt es in der Galerie Kaune, Sudendorf die Auftaktausstellung mit Arbeiten aller sechs Fotografen plus einem großen Originalabzug von eben jener legendären Stephen Shore-Aufnahme aus dem Jahr 1975 zu sehen. Ein Muss für alle Fans der Fotografiegeschichte im Allgemeinen und der New Color- und der New Topographic-Photography im Speziellen.

Außerdem zeigt die kleine V8-Galerie wunderbare Postkartencollagen von Jan Dziaczkowski, der der Frage nachgeht, wie Europa aussähe, wenn sich der Kommunismus bis an den Atlantik ausgebreitet hättet.

Den Artikel über beide Ausstellungen, erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger, gibt es hier.

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The La Brea Matrix

Der Kölner Markus Schaden ist nicht nur Fotobuchhändler und Verleger, sondern hat nun auch noch das bemerkenswert ambitionierte Projekt The La Brea Matrix ins Leben gerufen. Die sechs deutschen Fotografen Jens Liebchen, Max Regenberg, Oliver Sieber, Olaf Unverzart, Robert Voit and Janko Woltersmann wurden dazu eingeladen, die bekannte Tankstellen-Aufnahme “La Brea” aus dem Jahr 1975 von Stephen Shore als Ausgangspunkt für ihre eigenen Arbeiten zu nehmen. Im Rahmen eines Artist-in-Residence-Programms in Los Angeles suchen sie nach fotografischen Referenzen und schaffen zugleich eine Hommage an das Bild, das Fotogeschichte geschrieben hat und wie nur wenige andere für “The New Color Photography” steht, durch die sich Farbfotografie überhaupt erst emanzipieren und als Kunst durchsetzen konnte. Das Projekt ist deshalb sowohl ein Blick zurück auf die Wurzeln, will vor allem aber auch nach vorne schauen und aufzeigen, was sich seitdem getan und wie sich die Fotografie weiterentwickelt hat.

Genauere Informationen findet ihr auf der Homepage des bis 2012 angedachte Projekts.

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