Portfolio-Review SICHTBAR

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Es war etwas ruhig auf meinem Blog. Das liegt daran, dass ich gerade in den Vorbereitungen für das Photoszene-Festival 2016 stecke. Das Festival findet vom 16. bis 25. September statt und am Freitag, 23. September, wird es auch wieder das Portfolio-Review SICHTBAR mit Fotografie-Experten aus Köln und Umgebung geben. Mit dabei sind Claudia Schubert, Gérard Goodrow, Katja Stuke und Oliver Sieber, Simone Klein, Hartwig Schwarz, Norbert Moos, Barbara Hofmann-Johnson, Thekla Ehling, Alain Bieber, Wolfgang Vollmer, Christoph Bangert, Michael Horbach, Clara Maria Sels, Manfred Zollner, Nils Müller, Ferdinand Brüggemann und Jan Wenzel.

Anmeldeschluss ist der 31. August!

Link: Photoszene

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Juergen Teller in der Bundeskunsthalle Bonn

Ich war noch nie ein Fan von Juergen Teller - ich mag seine Schnappschuss-Ästhetik nicht, ich mag seine pubertäre Selbstdarstellungsweise nicht und ich mag auch seine angebliche Vielschichtigkeit nicht, weil sie sich meist als leere Bildhülsen herausstellen. Aber das, was Teller aktuell in der Bundeskunsthalle unter dem Titel “Enjoy Your Life!” zeigt und die Art, wie die Kuratoren Susanne Kleine und Rein Wolfs größte Banalitäten und Selbstverständlichkeiten als Genie-Streich präsentieren, hat mich tatsächlich richtig sauer gemacht.

Ich habe versucht, das in meiner Besprechung im Kölner Stadt-Anzeiger, die es hier als PDF gibt, ausführlich zu begründen, aber eigentlich hätte ich doppelt so viel Platz gebraucht.

Es gibt noch einige Aspekte, die ich gerne angesprochen oder ausführlicher behandelt hätte, z.B. seine angebliche Beschäftigung und Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie Hässlichkeit, Schönheit, Nacktheit, Kleidung, soziale Beziehungen und Freundschaft, wie Susanne Kleine mir auf Nachfrage erklärte. Aber Teller beschäftigt sich nicht mit solchen Themen. Es ist absurd zu behaupten, dass man Hässlichkeit reflektiert, nur weil man sie darstellt. Und sich mit Abseitigem zu beschäftigen, macht daraus noch lange keine Kunst.

Ich kann aber nachvollziehen, dass Juergen Tellers Arbeiten in gewissen gelangweilten Mode- und Hipster-Kreisen, in der jeder Kratzer auf der aalglatten Oberfläche zur Kunst deklariert wid, sehr gut funktioniert. Aber dann sollen seine Fotos auch weiter in Magazinen veröffentlicht und nicht in den Kunstkontext gestellt werden – dort gehören sie einfach nicht hin.

Link: Bundeskunsthalle

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Jojakim Cortis/Adrian Sonderegger: “Icons”

Wenn mir jemand sagt, dass er mit seiner Kunst irritieren wolle, gehe ich sofort in Hab­acht­stel­lung: Viel zu oft habe ich diese Worthülse schon in Pressetexten und Kritiken gelesen oder auf Eröffnungen und in Gesprächen gehört. Und viel zu oft hat sich nichts dahinter verborgen.

Doch bei Jojakim Cortis und Adrian Sonderegger ist es anders. Ich mag ihre Serie “Icons” sehr gerne, hat sie meiner Meinung nach doch die richtige Mischung aus künstlerischem Konzept, fotohistorischem Hintergrund, handwerklichem Know-how und eben diesen besonderen Moment der anfänglichen Irritation. Außerdem sehen die Bilder auch einfach toll aus.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich ja meinen Artikel aus der aktuellen Ausgabe des fotoMagazin durchlesen, den es hier als PDF gibt.

Link: Cortis & Sonderegger

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“Mit anderen Augen” in Köln und Bonn

Ich habe mich sehr auf die Doppelausstellung „Mit anderen Augen“ in Köln und Bonn gefreut – ein so wichtiges Feld wie die Porträtfotografie einmal unter die Lupe zu nehmen, erschien mir nicht nur wichtig, sondern geradezu notwendig. 50 Künstler werden gezeigt, die Spannweite reicht von Thomas Struth, Thomas Ruff, Wolfgang Tillmans und Pieter Hugo über Barbara Probst, Erik Kessels, Albrecht Fuchs, Oliver Sieber und Katja Stuke bis Pepa Hristova, Charles Fréger, Clegg & Guttmann, Jan Paul Evers und Tobias Zielony.

Dabei haben die Kuratoren Stefan Gronert und Barbara Hofmann-Johnson für das Kunstmuseum Bonn (bis 8. Mai) und Gabriele Conrath-Scholl und Claudia Schubert für die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur (bis 29. Mai) meiner Meinung nach sehr vieles richtig und nur ein wenig falsch gemacht. Was das genau ist, erfahrt ihr aus meiner ausführlichen Besprechung, die im aktuellen fotoMagazin erschienen ist und die es hier als PDF gibt.

Link: Mit anderen Augen

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“The New West” von Robert Adams

Der Steidl-Verlag hat den Fotobuch-Klassiker “The New West” von Robert Adams neu herausgebracht. Die Serie war 1975 Teil der New Topographics-Ausstellung im International Museum of Photography im George Eastman House in Rochester/New York und hat letztlich unsere heutige Sicht auf das Medium Fotografie deutlich geprägt.

Meine Buchvorstellung aus der Photographie gibt es hier als PDF.

Link: Steidl

Amazon: Robert Adams: The New West

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“Cubic feet/sec” von Andrew Phelps

Es gibt viele Fotobücher, die ich mag. Weil sie starke Konzepte haben oder starke Fotos, manchmal sind es auch einfach starke Themen oder ein starkes Design. Und wenn man Glück hat auch alles zusammen. Aber drei, vier Mal im Jahr entdecke ich ein Buch, das mich ganz besonders berührt. “Cubic feet/sec” (Fotohof Edition, 25 Euro) von Andrew Phelps ist so ein Buch.

Vordergründig sehen wir in dem kleinen Büchlein mit dem Softcover und der offenen Fadenbindung eine Reise durch den Raum. Tatsächlich jedoch ist es eine Reise durch die Zeit, denn die Fotos stammen von ingesamt neun Reisen, die Andrew Phelps und sein Vater Brent zwischen 1979 und 2013 auf dem Colorado River unternommen haben. Entstanden ist dabei eine Art fotografisches Tagebuch von zwei Menschen vor einer spektakulären, zeitlosen Kulisse. Es ist ein Buch über den Fluss des Lebens, aber auch ein Buch über das Erinnern, über die Fotografie und über das Scheitern an und in ihr: „Die Fotografie hat nie das gemacht, was ich wollte. Dieses Scheitern ist natürlich nicht das Scheitern der Fotografie, sondern mein eigenes. Es ist mein Unvermögen zu verstehen, was Fotografie niemals leisten kann.“

Meine Besprechung ist in der aktuellen Ausgabe von Camera Austria erschienen und gibt es hier als PDF.

Link: Fotohof Edition

Amazon: Andrew Phelps. CUBIC FEET/SEC.: 34 YEARS IN THE GRAND CANYON

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Fotostadt Köln: Kontrast Labor

Kontrast ist das letzte Fotofachlabor in Köln, in dem noch analoge Handabzüge angefertigt werden. Das wissen Künstler wie Benjamin Katz, Boris Becker, Candida Höfer und Gerhard Richter genauso zu schätzen wie ambitionierte Amateurfotografen.

Für die Serie zur Fotostadt Köln im Kölner Stadt-Anzeiger habe ich mich mit den Inhabern Hermann Plum und Dieter Zettner getroffen. Den Artikel gibt es hier als PDF.

Link: Kontrast

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Africa under the Prism

Der tiefschwarze Umschlag ist beeindruckend: Auf dem Titel sehen wir einen alten Kassetten-Radio-Rekorder, der auf einem einfachen Holztisch steht. Die Antenne ragt gekrümmt nach oben – als würde sie im Nichts nach Empfang suchen. Teile des Geräts sind mit Goldlack überzogen, genauso wie der Titel: “Africa Under the Prism” (Hatje Cantz Verlag, 45 Euro).

Auf dem weißen Buchblock erkennt man die farbigen Kapitelmarkierungen – das Buch will das Prisma sein, dass die zahlreichen Facetten der afrikanischen Fotografie aufzeigt. Warum es allerdings mehr einem flüchtigen Kaleidoskop gleicht, erfahrt ihr in meiner Kurzbesprechung, die in der Photographie erschienen ist.

Link: Hatje Cantz

Amazon: Africa under the Prism: Contemporary African Photography from LagosPhoto Festival

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Pieter Hugo in der Galerie Priska Pasquer

Seit Jahren wünsche ich mir, dass endlich eine Kölner Galerie den südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo zeigt. Vor einem Jahr hat Priska Pasquer das gemacht mit einer kleinen Überblicksschau, die seinem fotografischen Kosmos aber kaum gerecht werden konnte. In ihren neuen und riesigen Galerieräumen kann sie nun allerdings richtig ausholen – und zeigt noch bis zum 9. April die Ausstellung “Kin”, die zuvor in der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris zu sehen war. Es ist seine bislang komplexeste und auch persönlichste Arbeit, in der er sich mit seiner Heimat Südafrika und seinem gespaltenen Verhältnis zu ihr beschäftigt.

Meine Besprechung ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen und gibt es hier.

Link: Galerie Priska Pasquer

Amazon: Kin: Pieter Hugo

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“As Time Goes By” von Barbara Davatz

Der Klappentext zu diesem Langzeitprojekt klingt spannend. Ambitioniert. Und hat mich sehr neugierig gemacht: Im Jahr 1982 hat die Schweizerin Barbara Davatz zwölf Paare fotografiert, die verliebt, befreundet oder verwandt waren. 1988, 1997 und 2014 hat sie dieselben Menschen wieder ins Studio eingeladen. Kein Wunder, dass mich das interessiert, klingt es doch, als wäre es sehr nah am Paareprojekt – nur eben nicht mit unterschiedlichen, sondern immer mit den selben Personen.

Warum mich das Buch “As Time Goes By 1982 1988 1997 2014″ (erscheinen in der Edition Patrick Frey) dennoch ziemlich enttäuscht hat und warum ich es konzeptionell für unausgereift und inkonsequent halte, könnt ihr in meiner ausführlichen Besprechung in der aktuellen Photonews nachlesen – oder hier als PDF.

Link: Edition Patrick Frey

Amazon: As Time Goes By: 1982 1988 1997 2014

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