Photoszene-Festival 2018

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Auf meinem Blog vergesse ich immer wieder auf die Arbeit bei der Internationalen Photoszene Köln hinzuweisen. Das neue Team, zu dem ich seit 2013 gehöre, veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eines der größten Fotofestivals Deutschlands mit 89 Ausstellungen im gesamten Stadtgebiet sowie zahlreichen Talks, Führungen, Workshops und vielem mehr. Die Eröffnung ist am Freitag, 21. September, um 19 Uhr (also schon morgen!) im MAKK, dem Museum für Angewandte Kunst Köln. Im Anschluss findet das Fotobuch-Quartett mit Erik Kessels als Gast statt – ihr seid alle herzlich eingeladen.

Das gesamte Festival dauert bis zum 30. September und ihr findet das vollständige Programm auf unserer Website. Zusätzlich gibt es wieder einen gedruckten Festival-Guide, einen übersichtlichen Stadtplan sowie unser Magazin L. Fritz, das sich mit der Zukunft der Fotografie beschäftigt und für das wir die wunderbaren Autoren Florian Ebner, Klaus Honnef, Hester Keijser, Wolfgang Lorentz, Hendrik Neubauer, Rosa Roth, Esther Ruelfs, Christian Schön, Urs Stahel und Markus Weckesser gewinnen konnten. Ihr findet alle Druckmedien in den ausstellenden Museen, Galerien und Kunsträumen.

Ich hoffe, euch bei der ein oder anderen Veranstaltung zu treffen. Viel Spaß. Und schreibt mir gerne euer Feedback an.

Anbei noch ein sehr guter Artikel von Thomas Linden (Kölnische Rundschau) über die Arbeit, Geschichte und Ziele der Photoszene.

Link: Photoszene

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Interview mit Katrin Koenning

Katrin Koenning gehört ganz klar zu den Künstlerinnen, auf die ich erst durch Instagram aufmerksam wurde. Ihre düsteren, fragilen und oft surrealen Fotografien sind typisch für die in Australien lebende Deutsche – genauso wie ihre Liebe für das Magische im Alltäglichen.

Während der Darmstädter Tage der Fotografie traf ich Katrin zum Interview für die ProfiFoto, das ihr hier als PDF lesen könnt.

Links: Katrin Koenning, Darmstädter Tage der Fotografie

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“Forest” von Yan Wang Preston

Ich brauchte ein bisschen, um in das Buch hinein zu kommen. Und auch um zu kapieren, worum es eigentlich geht. Denn in “Forest”, erschienen bei Hatje Cantz, zeigt die britisch-chinesische Fotografin Yan Wang Preston nicht einfach nur aufgeforstete urbane Landschaften, um deren Künstlichkeit darzustellen. Nein, all diese Bäume auf Straßen, Plätzen, Innenhöfen und Parkanlagen sind umgesiedelt worden. An ihrem ursprünglichen Standort hat man sie vor dem Abholzen gerettet und an ihrem neuen Platz sollen sie den Eindruck erwecken, als wären sie schon immer da gewesen und als hätte mit ihnen auch der junge Ort schon eine ganz eigene, alte Geschichte.

In dem Buch geht es also weit mehr als nur um eine nüchterne Bestandaufnahme, wie ich finde. Preston spricht viele Aspekte unserer heutigen Zeit und ganz besonders im heutigen China an: Es ist ein Buch über Heimat und darüber, was es bedeutet, entwurzelt zu werden. Es ist aber auch ein Buch über Hoffnung und den Wunsch nach Natur und Sinnlichkeit in einer von Beton und Fortschritt dominierten, ja: vergewaltigen Landschaft.  Es ist ein Buch über Täuschung und Fake-Landschaften. Und es ist ein Buch über eine zweite Chance. Für Menschen und für Bäume.

Meine Besprechung zu “Forest” ist in der Photonews erschienen und gibt es hier als PDF.

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Interview mit Alec Soth

Auf das Interview mit Alec Soth habe ich mich sehr gefreut – als wir uns dann auf der Paris Photo trafen, war es allerdings etwas … ungewöhnlich. Alec hatte zwar eine halbe Stunde Zeit, doch die verbrachten wir nicht irgendwo in einer ruhigen Ecke, sondern am Messestand seines Verlegers, wo er ununterbrochen Berge seines wiederaufgelegten Buches “Sleeping by the Mississippi” signierte, während ich etwas eingeengt neben ihm saß. Ständig kamen Leute vorbei und unterbrachen uns, weil sie mit ihm reden, ihn fotografieren oder Komplimente loswerden wollten. Naja, dem Interview merkt man es hoffentlich nicht an.

Alec sprach mit mir über seine Mitgliedschaft bei Magnum, den großen Erfolg von eben “Sleeping by the Mississippi”, Roadtrips, seine Schüchternheit und seinen (vielleicht nicht immer nur guten) Einfluss auf die jüngere Fotografengeneration.

Das Interview ist in der ProfiFoto erschienen und gibt es hier als PDF.

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Der Traum vom eigenen Fotobuch

Fotobücher erleben seit mehr als zehn Jahren einen Boom. Die Zahl der Veröffentlichungen ist enorm gestiegen, ebenso die Zahl der Verlage. Auf Fotofestivals und Fotokunstmessen ist das Fotobuch mit Verkaufsständen von Verlagen und Händlern, Preisverleihungen und Signierstunden der Künstler längst ein fester Bestandteil. In Kassel, Wien und Istanbul haben sich sogar Festivals gegründet, die sich nur diesem Medium widmen.  Heute kann jeder Fotograf sein eigenes Buch veröffentlichen – und gefühlt muss er das auch, wenn er eine gewisse Anerkennung für seine Arbeit bekommen möchte.

Für das fotoMagazin habe ich Fotografen, Künstler und Verleger wie Frederik Busch, Klaus Kehrer, David Klammer, Juliane Herrmann, Rob Hornstra und Linn Phyllis Seeger nach ihren Erfahrungen beim Machen von Fotobüchern gefragt und bin auch auf die Vor- und Nachteile des Selfpublishings eingegangen. Den Artikel gibt es hier als PDF.

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Interview mit Txema Salvans

Für die ProfiFoto hatte ich die Gelgenheit, den spanischen Fotografen Txema Salvans zu interviewen und mit ihm über seine Bücher “The Waiting Game” (erschienen bei Editorial RM) und “My Kingdom” (erschienen bei MACK Books) zu sprechen. Wir haben das Interview in einem Seitenkorridor neben der VIP-Lounge im Grand Palais während der letztjährigen Paris Photo geführt und obwohl alles etwas hektisch schien, hat sich Txema viel Zeit genommen. Selten habe ich einen Fotografen erlebt, der so eng mit seiner Arbeit verbunden zu sein scheint und der gleichzeitig sehr genau weiß, was er da macht – emotional und politisch genauso wie moralisch und ästhetisch. Ich war sehr beeindruckt von seiner Sicht- und Arbeitsweise und es war mir eine Freude, mich mit ihm auszutauschen.

Das Interview findet ihr hier als PDF. Ich hoffe, ihr habt ähnlich viel Freude damit, wie ich es hatte.

Links: Txema Salvans, Editorial RM, MACK Books

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Warum wir (gute) Fotomuseen brauchen

Karl Kraus soll ja einmal gesagt haben: „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles zehn Jahre später.“ Wenn ich heute als Außenstehender auf die Diskussion um die Neugründung eines Fotografiemuseums in Wien oder Salzburg blicke, dann gewinne ich den Eindruck, dass der Satz stimmen könnte. Denn eigentlich haben wir genau diese Diskussion doch schon längst geführt und für beendet erklärt. Dachte ich zumindest. Tatsächlich jedoch werden diese Auseinandersetzungen immer wieder auf’s Neue geführt – egal in welcher Stadt oder in welchem Land. Die Gründe dafür sind vielfältig, der Hauptgrund ist jedoch die sehr unterschiedliche Sicht auf und das sehr unterschiedliche Interesse an dem Medium Fotografie.

Für den Standard aus Wien habe ich deshalb die wichtigsten drei Punkte zusammengefasst und dabei mit Stefan Gronert vom Sprengel Museum in Hannover, Ingo Taubhorn vom Haus der Photographie in Hamburg, Felix Hoffmann von der C/O Berlin und Urs Stahel, Gründer und langjährigr Leiter des Fotomuseums Winterthur gesprochen. Meinen ausführlichen Artikel gibt es hier als PDF, zudem findet ihr den Artikel auch online.

Links: C/O Berlin, Fotomuseum Winterthur, Haus der Photographie, Sprengel Foto-Blog, Le Bal, Jeu de Paume, Foundation Henri Cartier-Bresson, Maison Européenne de la Photographie


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“Pictures from Home” von Larry Sultan

Larry Sultan hat sich in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblingsfotografen entwickelt und “Pictures from Home” ist meine Lieblingsarbeit von ihm. MACK Books hat den Klassiker, der erstmals 1992 erschienen ist, nun deutlich erweitert neu veröffentlicht. Für mich ist es ein Meisterwerk. Das liegt sicherlich an meinem sehr persönlichen Interesse an den Themen des Buches, die da sind: Familie, Eltern, Herkunft und Erinnerungen, die Melancholie und die Limitierungen des Mediums Fotografie und der Versuch, dagegen anzuarbeiten. Letztendlich geht es um die verzweifelten Versuche der menschlichen Existenz, nicht zu vergessen. Und nicht vergessen zu werden.

Meine ausführliche Besprechung ist jetzt auf dem Blog on artbooks erschienen.

Link: artbooksonline

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Interview mit Michael Wolf

Im Rahmen der “Life in Cities”-Ausstellung im Fotomuseum Den Haag habe ich den Fotografen Michael Wolf für das Magazin ProfiFoto interviewt. Dabei sprachen wir über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in seinen freien Arbeiten, seine Zusammenarbeit mit den Verlegern Gerhard Steidl und Hannes Wanderer und den Luxus, das machen zu können, was er will.

Das komplette Interivew gibt es hier als PDF.

Links: Fotomuseum Den Haag

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“SideWalk” von Jeff Mermelstein

Für die ProfiFoto habe ich den Street Photographer Jeff Mermelstein im Rahmen seiner Ausstellung “SideWalk” in der Galerie Bene Taschen in Köln interviewt. Er erzählte mir, was das Besondere an seiner Heimatstadt New York ist, wie er Schwierigkeiten aus dem Weg geht, das Auftreten seines Kollegen Bruce Gilden und wie sich die Fotografie im öffentlichen Raum seit dem Tod von Lady Di und 9/11 verändert hat.

Das ausführliche Interview gibt es hier als PDF.

Link: Galerie Bene Taschen

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