Interview mit Alec Soth

Auf das Interview mit Alec Soth habe ich mich sehr gefreut – als wir uns dann auf der Paris Photo trafen, war es allerdings etwas … ungewöhnlich. Alec hatte zwar eine halbe Stunde Zeit, doch die verbrachten wir nicht irgendwo in einer ruhigen Ecke, sondern am Messestand seines Verlegers, wo er ununterbrochen Berge seines wiederaufgelegten Buches “Sleeping by the Mississippi” signierte, während ich etwas eingeengt neben ihm saß. Ständig kamen Leute vorbei und unterbrachen uns, weil sie mit ihm reden, ihn fotografieren oder Komplimente loswerden wollten. Naja, dem Interview merkt man es hoffentlich nicht an.

Alec sprach mit mir über seine Mitgliedschaft bei Magnum, den großen Erfolg von eben “Sleeping by the Mississippi”, Roadtrips, seine Schüchternheit und seinen (vielleicht nicht immer nur guten) Einfluss auf die jüngere Fotografengeneration.

Das Interview ist in der ProfiFoto erschienen und gibt es hier als PDF.

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Interview mit Txema Salvans

Für die ProfiFoto hatte ich die Gelgenheit, den spanischen Fotografen Txema Salvans zu interviewen und mit ihm über seine Bücher “The Waiting Game” (erschienen bei Editorial RM) und “My Kingdom” (erschienen bei MACK Books) zu sprechen. Wir haben das Interview in einem Seitenkorridor neben der VIP-Lounge im Grand Palais während der letztjährigen Paris Photo geführt und obwohl alles etwas hektisch schien, hat sich Txema viel Zeit genommen. Selten habe ich einen Fotografen erlebt, der so eng mit seiner Arbeit verbunden zu sein scheint und der gleichzeitig sehr genau weiß, was er da macht – emotional und politisch genauso wie moralisch und ästhetisch. Ich war sehr beeindruckt von seiner Sicht- und Arbeitsweise und es war mir eine Freude, mich mit ihm auszutauschen.

Das Interview findet ihr hier als PDF. Ich hoffe, ihr habt ähnlich viel Freude damit, wie ich es hatte.

Links: Txema Salvans, Editorial RM, MACK Books

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Warum wir (gute) Fotomuseen brauchen

Karl Kraus soll ja einmal gesagt haben: „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles zehn Jahre später.“ Wenn ich heute als Außenstehender auf die Diskussion um die Neugründung eines Fotografiemuseums in Wien oder Salzburg blicke, dann gewinne ich den Eindruck, dass der Satz stimmen könnte. Denn eigentlich haben wir genau diese Diskussion doch schon längst geführt und für beendet erklärt. Dachte ich zumindest. Tatsächlich jedoch werden diese Auseinandersetzungen immer wieder auf’s Neue geführt – egal in welcher Stadt oder in welchem Land. Die Gründe dafür sind vielfältig, der Hauptgrund ist jedoch die sehr unterschiedliche Sicht auf und das sehr unterschiedliche Interesse an dem Medium Fotografie.

Für den Standard aus Wien habe ich deshalb die wichtigsten drei Punkte zusammengefasst und dabei mit Stefan Gronert vom Sprengel Museum in Hannover, Ingo Taubhorn vom Haus der Photographie in Hamburg, Felix Hoffmann von der C/O Berlin und Urs Stahel, Gründer und langjährigr Leiter des Fotomuseums Winterthur gesprochen. Meinen ausführlichen Artikel gibt es hier als PDF, zudem findet ihr den Artikel auch online.

Links: C/O Berlin, Fotomuseum Winterthur, Haus der Photographie, Sprengel Foto-Blog, Le Bal, Jeu de Paume, Foundation Henri Cartier-Bresson, Maison Européenne de la Photographie


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“Pictures from Home” von Larry Sultan

Larry Sultan hat sich in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblingsfotografen entwickelt und “Pictures from Home” ist meine Lieblingsarbeit von ihm. MACK Books hat den Klassiker, der erstmals 1992 erschienen ist, nun deutlich erweitert neu veröffentlicht. Für mich ist es ein Meisterwerk. Das liegt sicherlich an meinem sehr persönlichen Interesse an den Themen des Buches, die da sind: Familie, Eltern, Herkunft und Erinnerungen, die Melancholie und die Limitierungen des Mediums Fotografie und der Versuch, dagegen anzuarbeiten. Letztendlich geht es um die verzweifelten Versuche der menschlichen Existenz, nicht zu vergessen. Und nicht vergessen zu werden.

Meine ausführliche Besprechung ist jetzt auf dem Blog on artbooks erschienen.

Link: artbooksonline

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Interview mit Michael Wolf

Im Rahmen der “Life in Cities”-Ausstellung im Fotomuseum Den Haag habe ich den Fotografen Michael Wolf für das Magazin ProfiFoto interviewt. Dabei sprachen wir über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in seinen freien Arbeiten, seine Zusammenarbeit mit den Verlegern Gerhard Steidl und Hannes Wanderer und den Luxus, das machen zu können, was er will.

Das komplette Interivew gibt es hier als PDF.

Links: Fotomuseum Den Haag

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“SideWalk” von Jeff Mermelstein

Für die ProfiFoto habe ich den Street Photographer Jeff Mermelstein im Rahmen seiner Ausstellung “SideWalk” in der Galerie Bene Taschen in Köln interviewt. Er erzählte mir, was das Besondere an seiner Heimatstadt New York ist, wie er Schwierigkeiten aus dem Weg geht, das Auftreten seines Kollegen Bruce Gilden und wie sich die Fotografie im öffentlichen Raum seit dem Tod von Lady Di und 9/11 verändert hat.

Das ausführliche Interview gibt es hier als PDF.

Link: Galerie Bene Taschen

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“Life in Cities” von Michael Wolf

Letztes Jahr gab es die Ausstellung “Life in Cities” von Michael Wolf bereits beim Fotografiefestival Les Rencontres de la Photographie in Arles zu sehen, nun läuft sie im Fotomuseum Den Haag (noch bis zum 22. April) und im Herbst soll sie Station im Haus der Photographie in Hamburg machen. In der von Wim van Sinderen kuratierten Schau geht es vor allem um die Fragen, unter welchen Bedingungen wir leben und arbeiten, welchen Preis wir dafür zahlen müssen und vor allem: wofür eigentlich?

Michael Wolfs bekannte Serie “Tokyo Compression” mit in U-Bahn-Waggons eingepferchten Passagieren ist genauso dabei wie seine Hochhaus-Szenarien aus “Architecture of Density” und “Transparent City”, aber auch die riesige Wandinstallation “Toy Story” und seine Google-Street-View-Arbeiten.

Meine Besprechung der Ausstellung ist u.a. in der taz erschienen und gibt es hier als PDF.

Link: Fotomuseum Den Haag

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Was ist Kreativität?

Dieser Artikel hat mir richtig viel Spaß gemacht! Für das FotoMagazin sollte ich der Frage “Was ist eigentlich Kreativität” auf die Spur gehen und herausfinden, was dies ganz speziell für Fotografen bedeuten kann und wie sie zu neuen Ideen kommen können. Dabei habe ich extrem viel gelernt – unter anderem hatte ich ein äußerst spannendes und absolut inspirierendes Gespräch mit dem Kreativitätsforscher Karl-Heinz Brodbeck, der den Begriff “Kreativität” zunächst einmal definiert und typische Kreativitätsmethoden in Frage gestellt hat. Aber auch der Coach Christian Buchholz, Geschäftsführer des Verrocchio Institute for Innovation Competence, das Künstler- und Dozentenpaar Katja Stuke und Oliver Sieber alias Böhm Kobayashi, der Dozent Oliver Rausch von der Fotoakademie-Koeln sowie der Fotograf Jonas Holthaus haben mir Rede und Antwort gestanden.

Den Artikel gibt es hier als PDF. Ich wünsche viel Spaß und vor allem viel Inspiration beim Lesen!

Links: Jonas Holthaus, Fotoakademie-Koeln, Böhm Kobayashi, Verrocchio Institute, Karl-Heinz Brodbeck

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Zum Tod von Peter H. Fürst

Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn ich Peter H. Fürst bei Ausstellungen und anderen Veranstaltungen in Köln getroffen habe. Wir hatten zwar nie sehr viel miteinander zu tun, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir uns beide mochten und wertschätzten. Das erste Mal mit seinem fotografischen Werk in Berührung gekommen bin ich übrigens durch eine Ausstellung während des Photoszene-Festivals 2008 (?), als er seine Amerika-Fotos aus den 1960er Jahren ausstellte. Ich war völlig begeistert, wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts von seiner Karriere als Mode- und Unterwäschenfotograf und von seinem Spitznamen “Mieder-Fürst”.

Die Nachricht von seinem Tod am 12. Januar überraschte mich und machte mich sehr traurig, denn trotz seiner 84 Jahren erschien mir Peter immer sehr gesund und fit. Mein kurzer Nachruf ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen – leider fehlte mir die Zeit, für einen längeren und angemesseneren Artikel.

Link: Peter H. Fürst

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Die erste Foto-Ausstellung

Für das FotoMagazin durfte ich eine schöne Geschichte recherchieren und schreiben über die Hürden und Tücken, abe auch über die Möglichkeiten, die man mit einer (ersten) Ausstellung hat – egal ob Kulturzentrum, Off-Raum, Galerie oder Museum. Ich habe mit den Fotografen Rudi Meisel, Frederik Busch, Anna Ehenstein, Hendrik Bloem und Marvin Ruppert gesprochen, habe die Galeristen Robert Morat, Julian Sander und Alexander Golya von Camera Work interviewt und auch mit Hochschul-Professor Dirk Gebhardt von der FH Dortmund geredet – und dabei selbst viele spannende Einblicke in die Arbeits- und Denkweise der unterschiedlichen Protagonisten und ihren individuellen Interessen auf dem Kunst- und Fotografiesektor erhalten.

Meinen Artikel gibt es hier als PDF.

Link: FotoMagazin, Camera Work, Robert Morat Galerie, Galerie Julian Sander, Dirk Gebhardt, Rudi Meisel, Anna Ehrenstein, Frederik Busch

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