Klaus Honnef zum 75sten Geburtstag

Klaus Honnef feiert heute seinen 75. Geburtstag. Er gehört zu den renommiertesten Fotografie-Experten weltweit, hat den Begriff der “Autorenfotografe” geprägt und zeigte auf der documenta 6 im Jahr 1977 erstmals überhaupt die gesamte Bandbreite der Fotografie. Bis heute arbeitet er als Kritiker und Kurator.

Mein Kurzporträt ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen und gibt es hier.

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Chargesheimer Reloaded – Köln 5 Uhr 30

Im Juli und August habe ich für die Photoszene den Fotowettbewerb Chargesheimer Reloaded – Köln 5 Uhr 30 organisiert, bei dem die Kölner aufgefordert wurden, ihre menschenleere Stadt zu fotografieren – und zwar morgens gegen 5.30 Uhr, wenn die Sonne langsam aufgeht, die Stadt aber noch schläft. Eine Jury, bestehend aus Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Tina Schelhorn und mir, hat unter mehr als 600 Einsendungen die besten 111 Fotografien von 81 Fotografen ausgewählt.

Nun erscheint das Buch dazu, gedruckt von unserem Partner Pixum. Wer bis zum 31. Oktober per Mail an 5uhr30@photoszene.de bestellt, erhält das Buch für 25 Euro und hilft uns gleichzeitig, die Auflagenhöhe besser zu kalkulieren. Danach wird das Buch 30 Euro kosten.

Link: Photoszene

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Die digitalen Fotogramme des Thomas Ruff

Ich bin heute noch einmal durch die Düsseldorfer Kunsthalle geschlendert und habe mir die Ausstellung “Lichten” von Thomas Ruff angeschaut. Die Schau zeigt Ar­bei­ten der
ver­gan­ge­nen 35 Jah­re aus fünf Werk­grup­pen, die alle samt das Licht selbst behandeln – oder behandeln sollen. Bei vier von fünf Serien ist das auch ganz offensichtlich, bei seinen Interieurs wirkt es allerdings doch etwas arg aufgesetzt auf mich.

Doch sei’s drum, mich interessieren ohnehin vor allem seine Fotogramme. Ich habe die Ausstellung bereits im S.M.A.K. in Gent gesehen und war von seiner Arbeitsweise in der digitalen Dunkelkammer fasziniert und von seinen Ergebnissen absolut begeistert. Daran hat sich auch bei meinem heutigen Besuch nichts geändert.

Meinen ausführlichen Artikel, erschienen in der Photonews 7-8/2014, findet ihr hier als PDF.

Link: Kunsthalle Düsseldorf

Amazon: Thomas Ruff – Lichten

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Photoszene-Festival: Party!

Das Photoszene-Festival ist im vollem Gange: Bis einschließlich Sonntag finden neben den 78 Fotografieausstellungen auch zahlreiche Talks, Diskussionsrunden, Vorträge, Führungen und Workshops statt. Das ausführliche Programm findet ihr auf der Homepage, aber ihr könnt euch auch in den beiden Festivalzentren im PhotoBookMuseum und im Museum für Angewandte Kunst Köln sowie auf unserem Stand auf der Photokina (Halle 9.1 B054) bestens informieren.

Doch bei dem ganzen Programm sollte man das Feiern nicht vergessen, weshalb ich noch einmal ausdrücklich auf die große Photoszene-Party am Samstag, 20. September, ab 22 Uhr im PhotoBookMuseum hinweisen möchte. Kommt alle und feiert mit uns in der schon jetzt legendären Café Lehmitz Bar!

Links: Photoszene, The PhotoBookMuseum, Museum für Angewandte Kunst Köln, Photokina

The PhotoBookMuseum - opening - copyright by Daniel Zakharov 03

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“An American Odyssey”

Der prächtige und mächtig schwere Bildband “An American Odyssey” (Taschen, 612 Seiten, 150 Euro) zeigt eine Auswahl an farbigen Fotochromen und Phostint-Postkarten aus der Privatsammlung Marc Walters, die zwischen 1888 und 1924 von der Detroit Photographic Company produziert wurden. Der Betrachter wird mitgenommen auf eine Zeitreise zurück zu den großen Entdeckungen und Abenteuer in Nordamerika von der Ost- bis zur Westküste – und all das in Farbe.

Allerdings mit einer Einschränkung, denn die Fotochrome waren keine „echten“ Farbfotos wie die späteren Autochrome. Ihnen lag immer ein Schwarzweiß-Bild zur Grundlage, das im Flachdruckverfahren als Farbfoto interpretiert wurde. Zudem führte der Druck auch zu Ungenauigkeiten und Unschärfen, so dass die hin und wieder eingestreuten Schwarzweiß-Fotos jener Zeit deutlich „realistischer“ erscheinen – auch wenn ihnen die Farbe fehlt. Der Faszination für diese uns durch Kino und Fernsehen sehr vertraute und doch vollkommen fremde Welt tut dies jedoch keinen Abbruch.

Link: Taschen

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Hilla Becher zum 80. Geburtstag

Mit Hilla Becher ist heute eine der einflussreichsten Fotografinnen der Welt 80 Jahre alt geworden. Mit ihren Bildern von Industrieanlagen konnte ich mich lange Zeit nicht so richtig anfreunden, doch das ändert sich allmählich. Unabhängig davon habe ich jedoch den größten Respekt vor der Lebensleistung von Hilla Becher und ihrem bereits 2007 verstorbenen Mann Bernd Becher.

Im Kölner Stadt-Anzeiger widme ich ihr zu diesem Jubiläum ein kleines Porträt, das ihr hier nachlesen könnt.

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L. Fritz – das Magazin der Photoszene

Darf ich vorstellen: L. Fritz – das Magazin der Photoszene ist erschienen. Benannt nach L. Fritz Gruber wollen wir mit diesem Magazin Kuratoren, Galeristen und Verleger, Studenten und Sammler, Fotografen und Designer, Profis und Amateure gleichermaßen ansprechen. Deshalb ist L. Fritz auch mehr als nur ein Medium – er ist ein lebendiger Bestandteil der Fotografieszene, er ist ein Freund und Experte, dem man vertraut, den man um Rat fragen kann und den man gerne an seiner Seite hat. Vor allem aber liegt L. Fritz kostenlos aus – in Köln sowieso, aber auch an wichtigen Fotografie-Einrichtungen in Deutschland und ganz Europa. Eine genaue Auflistung wird auf der Photoszene-Website folgen. Außerdem könnt ihr euch L. Fritz auch schon auf Issuu ansehen – dort findet ihr übrigens auch den Photoszene-Festivalguide.

Die erste Ausgabe beschäftigt sich vor allem mit dem bevorstehenden Photoszene-Festival und stellt einige Ausstellungen vor. Unter anderem gibt es einen achtseitigen Teil über das PhotoBookMuseum von Markus Schaden, ein Interview mit Bettina Flitner, die Fotostrecke “Wolfskinder” von Fabian Weiß und ein Interview mit der Photoszene-Geschäftsführerin Heide Häusler. Außerdem geht Klaus Honnef in einem Essay der Frage nach, wie sehr Fotografien unsere Wahrnehmung von Realität verändert haben. Viel Vergnügen mit L. Fritz!

Link: Photoszene

"L. Fritz - Das Magazin der Photoszene", No.1, 2014, Cover-Photo: Chargesheimer, „L. Fritz Gruber“, Köln 1955, Museum Ludwig, Fotografische Sammlung, ML/F 1993/150

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Essay zum Thema Bilderflut

Seit der Erfindung der Fotografie vor 175 Jahren wurden mehr als 3,5 Billionen Fotos aufgenommen, doch allein zehn Prozent davon entstanden innerhalb von nur zwölf Monaten. Heute wird alle zwei Minuten genauso viel fotografiert wie im gesamten 19. Jahrhundert. Doch gleichzeitig kann diese Bilderflut auch ein Geschenk sein – weil sie eine Dokumentation unserer Zeit ist.

Für das Magazin des Kölner Stadt-Anzeiger habe ich meine Gedanken dazu in ein Essay gepackt. Den gesamten Artikel gibt es hier als PDF.

Bilderflut

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Chargesheimer Reloaded – Köln 5 Uhr 30

1970 veröffentlichte der Kölner Fotograf Chargesheimer sein letztes und berühmtestes Fotobuch: „Köln 5 Uhr 30“. Es zeigt seine Heimatstadt, wie man sie bis dahin noch nicht gesehen hatte: Scheinbar nüchtern-dokumentarisch fotografiert zeigt es seinen düster-depressiven Blick auf eine menschenleere und vom Wiederaufbau zum zweiten Mal zerstörte Stadt. „Köln 5 Uhr 30“ ist ein kritisch-melancholischer Abgesang auf ein liebenswertes und zugleich sehr hässliches Köln.

Die Internationale Photoszene Köln, das PhotoBookMuseum, die Galerie Lichtblick und Pixum laden alle Kölner dazu ein, ihr bis zum 19. August (dem 175. Geburtstag der Fotografie!) ihre ganz persönliche Sicht auf ihre Stadt zu schicken. Voraussetzung: Die Fotos sollen eine menschenleere Stadt zeigen und sie müssen morgens gegen 5 Uhr 30 fotografiert werden – also dann, wenn die Sonne langsam aufgeht, die Stadt aber noch schläft.

Eine Jury, bestehend aus Markus Schaden, Wolfgang Zurborn und Tina Schelhorn, wird unter allen Einsendungen die besten Fotografien auswählen. Diese werden am Abend des 19. August im neueröffneten PhotoBookMuseum im Carlswerk projiziert und in einem Fotobuch unseres Partners Pixum veröffentlicht. Die Sieger erhalten ein kostenloses Exemplar des Buches, außerdem bekommen alle Teilnehmer einen Gutschein für ein Pixum-Gratisposter ihres Fotos.

Link: Chargesheimer Reloaded

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Das Fotobuch Quartett

Am Freitag haben Markus Schaden, Oliver Rausch, Frank Dürrach, Wolfgang Zurborn und ich zum ersten Mal unser neues, gemeinsames Format Das Fotobuch Quartett vor etwa 60 geladenen Gästen im Atelier Colonia getestet. Die Idee dahinter: Die Fotografie gilt als Leitmedium unserer Zeit. Sie wird gerne als visuelles Esperanto bezeichnet, als eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Doch gleichzeitig gibt es kaum eine Diskussions- und Streitkultur ÜBER die Fotografie wie es beispielsweise in der Literatur, der Musik oder dem Film selbstverständlich ist. Das wollen wir ändern.

Angelehnt an das legendäre „Literarische Quartett“ haben wir die vier Fotobücher “Genesis” von Sebastião Salgado, “War Porn” von Christoph Bangert, “A Period of Juvenile Prosperity” von Mike Brodie und “The Valley” von Larry Sultan besprochen. Dabei diskutierten wir eineinhalb Stunden lang mal liebevoll und wohlwollend, mal gemein und fast bösartig.

Und was soll ich sagen? Es war einfach großartig! Wir haben von allen Besuchern sehr viel Zuspruch und Unterstützung bekommen, dass wir in unserem Bestreben, dieses Format zu etablieren und damit der fotografischen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen, extrem motiviert wurden. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf die erste öffentliche Veranstaltung am Sonntag, 21. September, im Museum für Angewandte Kunst Köln im Rahmen des Photoszene-Festivals!

Ach, vielleicht noch zur Erklärung, weil das naheliegend häufig angesprochen wird: Wir sind zwar aktuell zu Fünft, aber wir haben das Format dennoch Quartett genannt. Das “Quartett” bezieht sich auf die Anzahl der Bücher, die wir immer besprechen wollen.

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