Start der “Internationalen Photoszene Köln”

Gestern ging es endlich los: Im Rahmen der 20. Internationale Photoszene Köln wurden die ersten Ausstellungen eröffnen, insgesamt gibt es bis zum 26. September rund 70 Ausstellungen in Galerien, Museen, Institutionen und Off-Spaces zu sehen, außerdem finden Book-Signings, Preisverleihungen und Präsentationen statt. Sowohl in meinem Blog als auch im Lokalteil des “Kölner Stadt-Anzeiger” werde ich regelmäßig auf neue Termine hinweisen und Ausstellungen besprechen. Also: Stay tuned!

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Ted Partin im Haus Esters in Krefeld

Im Ksta ist meine Besprechung über die Ausstellung von Ted Partin erschienen – da sie allerdings doch stark gekürzt und ohne Bild abgedruckt wurde, gibt es sie hier noch einmal in voller Länge:

Ted Partin ist im Rheinland zurzeit das, was gerne ein „Geheimtipp“ genannt wird. Kaum einer kennt den jungen Fotografen aus Brooklyn, aber wer seine Ausstellung im letzten Jahr in der Düsseldorfer Galerie Thomas Flor oder aktuell im Museum Haus Esters in Krefeld (noch bis zum 19. September) gesehen hat, spricht meist voller Begeisterung und Bewunderung von den intensiven Porträts des 33-Jährigen.

Ihre Wirkung entfalten die Originalabzüge sicherlich auch auf Grund der eingesetzten Technik – schließlich fotografiert Partin mit einer großen und schweren Fachkamera der Marke Deardorff, mit der auch schon Richard Avedon gearbeitet hat. Das Negativ, das dabei belichtet wird, ist mit 20 mal 25 Zentimetern etwa sechs mal so groß wie eine durchschnittliche, digitale Kompaktkamera – die Brillanz der Abzüge lässt jeden neuen Megapixelrekord und jede Bildstabilisatoren-Neuheit wie einen Treppenwitz der Fotografiegeschichte dastehen.

Doch all diese technischen Feinheiten nutzen nur wenig, würde es am entsprechenden Inhalt fehlen. Tut er bei Partin aber nicht. Denn der Amerikaner bewegt sich mit der Ausstellung „Eyes look through you“ souverän in der Sphäre zwischen Dokumentar- und Inszenierter Fotografie und zeigt junge Erwachsene zwischen Rebellion und Resignation, zwischen Selbstreflektion und Selbstaufgabe. Partin fotografiert sie durch Fenster und Spiegel, um räumliche Situationen zu verschachteln und neue Perspektiven zu kreieren – dadurch gewinnt er Nähe und Distanz zugleich. Aber auch ohne solche Hilfsmittel gibt es immer wieder Barrieren, die er zu überwinden versucht – zum Beispiel der Hund mit dem Maulkorb auf dem Steg vor ihm, der Mann unter der Wasseroberfläche oder der frisch nach einer Operation verklammerte Hinterkopf eines anderen.

Faszinierend ist auch das Porträt einer Frau. Sie wirkt merkwürdig fremdartig, als wäre sie eine Afroamerikanerin mit Albinismus. Doch als würde dies alleine noch nicht ausreichen, lässt Partin sie während der Langzeitbelichtung die Lieder schließen. Auf dem Abzug wirkt dies wie ein milchiger Schleier über den Augen als wäre sie blind. Direkt unter der Oberfläche seiner Bilder liegt häufig etwas Dunkles, etwas Verborgenes – so auch wie bei der grandiosen Farbaufnahme einer anderen jungen Frau. Männerhände ziehen an ihrer Bluse, so dass eine große, sternförmige Narbe auf ihrem Dekolleté erscheint, die sie sich offensichtlich freiwillig zugezogen hat. Dass Partin dieses Bild direkt auf Cibachromepapier belichtet hat, kann auch als Respekt seinem Modell gegenüber verstanden werden, denn bei dieser Technik existiert kein Negativ mehr, und der Abzug wird somit zum Unikat – in der Fotografie eigentlich ein Absurdum.

Der Vergleich mit anderen Porträtfotografen wie August Sander, Diana Arbus und Judith Joy Ross drängt sich auf, schließlich fotografiert Partin ganz in ihrer Tradition. Aber auch Larry Clark, der Jugendliche im Drogen- und Sexrausch fotografierte, steht in gewisser Weise Pate – nur, dass Partins Bilder subtiler und weniger aggressiv, seine Modelle eher abgeklärt, einsam und melancholisch statt provokativ sind. Ihre Tattoos, Piercings und Narben sind ein Teils ihres Ichs – und nicht allein dafür da, um andere zu schockieren oder weil ihnen langweilig ist. Und anders als bei Clark, bei dem der Betrachter zum Voyeur wird, sind es bei Partin häufig die Betrachter selbst, die angeschaut werden. Es sind ganz flüchtige Augenblicke, und deshalb wirken Partins Fotografien auch so beiläufig, so schnappschussartig – obwohl sie in Wirklichkeit von langer Hand geplant und perfekt durchkomponiert sind. Da kommt dann Gregory Crewdson ins Spiel, bei dem er studiert hat – nur sind Partins Arbeiten deutlich leichter und viel weniger cineastisch, weil sein Licht natürlich und nicht dramatisch zugespitzt wirkt.

Trotz der zahlreichen Vergleiche und Parallelen hat sich Ted Partin also eine sehr eigenständige Handschrift erarbeitet und öffnet dem Betrachter somit eine fotografische Welt, die sich erfrischend von der des vorherrschenden Kunstmarktes abhebt. Für mich ist „Eyes look through you“ jedenfalls die bislang beste Fotoausstellung des Jahres.

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Design-Abschlussarbeiten der FH Dortmund II

Dokumentarischer ist das Diplom “Sifir Alti Ankara” von Lale Çakmak. Darin beschäftigt sich Çakmak mit der türkischen Hauptstadt Ankara, in der auch ihre Eltern lebten, bevor sie nach Deutschland auswanderten. Ihre Motivation für diese Serie zieht die 1974 in Grevenbroich geborene Çakmak aus einer persönlichen Faszination für das Urbane sowie aus zahlreichen Kindheitserinnerungen – schließlich verbrachte sie zahlreiche Sommerurlaube in der Millionenmetropole.

Ihr Dilpom ist aufgebaut als Reise vom Zentrum bis zur Peripherie – immerhin ist Ankara mit etwa 2500 Quadratkilometern fast dreimal so groß wie Berlin. Wie eine Fremde schlendert und fährt sie mit ihrer Mittelformatkamera durch die Stadt. Ihr dokumentarischer Stil wirkt für eine Fotografin mit Wurzeln in der Stadt zwar fast ernüchternd, spiegelt aber auch ein wenig ihre Ambivalenz und Distanziertheit wider. Auch der Titel ist ein Hinweis dafür – “Sifir Alti” beudetet “Null Sechs” und steht für das Autokennzeichen Ankaras. Dennoch ist ihr Blick alles andere als lieblos, höchstens geprägt von einer “stillen Melancholie”, wie sie es selbst nennt. Sie fotografiert kleine Kätzchen an den Mülltüten am Straßenrand, Busbahnhöfe und mobile Fotoboxen, modern gekleidete Jugendliche und gelangweilte Schulkinder, und ganz zum Schluss einen Kangal, den türkischsten aller Hunderassen. Aber er sieht nicht stolz und stark aus, eher aussätzig und trabt wie geprügelt durch die karge Landschaft und aus dem Bild.

Zuletzt habe ich noch viel Zeit mit dem Diplom Arbeit, Einheit, Wachsamkeit von Malte Wandel verbracht. Er hat sich eingehend mit dem hierzulande kaum beachteten Phänomen der “Madgermanes” in Mosambik beschäftigt – wobei “Madgermanes” wahlweise als “die wütenden Deutschen” oder auch neutraler als “die, die in Deutschland waren” übersetzt werden kann. Fakt ist jedenfalls, dass Mosambik in den 80er Jahren 16.000 Vertragsarbeiter in die DDR geschickt hat. Für die hätte die Arbeit in Europa wirtschaftlich lukrativ sein können – hätte man ihnen nicht bis zu 60 Prozent ihres Einkommens abgezogen. Die eingeflogenen Mosambikaner arbeiteten, ohne es zu wissen, die Schulden ihres Landes bei der DDR ab: Weil Mosambik die von der DDR gelieferten Maschinen und Industrieanlagen nicht bezahlen konnte, mussten ihre Madgermanes mit ihrer Arbeit für einen Ausgleich auf den Verrechnungskonten sorgen. Eine Art staatlich organisierter Menschenhandel also.

Seit dem Zusammenbruch der DDR fordern die Madgermanes ihre Abzüge zurück und leben derweil meist in großer Armut. Drei Monate lang ist Malte Wandel (Jahrgang 1982) durch alle Provinzen Mosambiks gereist, hat dabei 400 ehemalige Vertragsarbeiter kennengelernt und 40 von ihnen interviewt und porträtiert. Zusammen mit Bildmaterial vom Land und den Städten hat er ein eindrucksvolles Buch zusammengestellt, das mal merkwürdig verträumt und inszeniert, dann wieder wie eine reine Dokumentation daher kommt. Ständig stolpert der Betrachter über Andenken und Mitbringsel aus der DDR – sei es die Fahne an der Wand der Lehmhütte, Schals, Schlüsselanhänger oder Aufkleber auf der Windschutzscheibe eines Autos. Und manchmal glaubt man die schwarz-rot-goldene Farbkombination sogar dort zu sehen, wo sie vielleicht gar nicht gewollt war.

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Design-Abschlussarbeiten der FH Dortmund I

An der Fachhochschule Dortmund gab es wieder die Gelegenheit, sich die Abschlussarbeiten des Fachbereichs Design anzuschauen – darunter naturgemäß auch zahlreiche Fotografie-Diplome. Vier, die mich am meisten überzeugt und interessiert haben, möchte ich hier kurz vorstellen. Wegen der Länge des Artikels teile ich ihn auf.

Da wäre zum einen das streng konzeptionelle Projekt 6×10 von Marcel Wurm. Dass die digitale Fotografie das Medium und den Umgang mit ihm verändert hat und noch weiter verändern wird, ist allgemein bekannt. Allerdings hat sich bislang kaum jemand damit auseinander gesetzt, wie sich das “neue” digitale Fotografieren selbst präsentiert. Der 1974 geborene Wurm zeigt insgesamt 288 Selbstporträts, in denen er die immer gleiche und allseits bekannte Körperhaltung mit dem ausgestreckten Arm einnimmt. Statt einer echten Kamera benutzt er einen Holzklotz als Dummy – dessen titelgebenden Maße von 6×10x2 Zentimeter entsprechen dabei denen der beliebtesten digitalen Kompaktkameras. Lediglich in den Details nimmt er leichte Veränderungen vor – die Haltung der Finger, ob er den Dummy mit ein oder zwei Händen hält sowie die gleichen Haltungen noch einmal von hinten fotografiert. Doch egal, wie er den Kamera-Dummy auch hält – sein Gesicht verschwindet immer dahinter.

So streng formal sein Konzept ist, so kryptisch nennt Wurm dann auch seine Bilder – wobei die Abkürzungen der genauen Archivierung  dienen: “v-e-s-09″ steht beispielsweise für “vorne, einhändig, schwarzer Dummy, Variante 9″. Dass die Bilder dabei selbst im Studio und bei neutralem Licht entstanden sind, macht sie zusätzlich sehr clean und unpersönlich – was ich in diesem Fall begrüße, weil es sehr dem Akt des digitalen Schnellknipsens entspricht.

Am meisten gefallen mir an Wurms Serie die “einhändigen” Aufnahmen, bei denen die linke Hand lässig in der Hosentasche steckt. Diese Variante ist für mich ein Sinnbild des unangestrengten, beiläufigen Knipsens und des fotografischen Werteverfalls: Bilder werden heutzutage so einfach, billig und schnell aufgenommen, dass der Fotograf nur eine Hand dafür benötigt, während die andere weiter tatenlos und quasi gelangweilt in der Tasche verweilen kann – da ist es dann auch kaum ein Wunder, wenn immer weniger Auftraggeber bereit sind, für professionelle Fotos angemessen zu zahlen.

Deutlich poetischer als Marcel Wurm hat hingegen Jennifer Braun fotografiert. Ihr Diplom Mora zeigt kahle Winterlandschaften, die rau und zerbrechlich zugleich aussehen. Dazwischen tauchen immer wieder weiße Plastikfolien auf, die Bäume umarmen, Felder durchstreifen und Personen verhüllen. Es sind auf sehr kurze Zeit begrenzte und äußerst labile Schutzräume, aber dem Bild geben sie Halt und Form. Meist wirken sie organisch und vielschichtig, sind mitten in der Bewegung erstart und scheinen doch weiter zu fließen. Brauns Bilder sind voller Leichtigkeit und Poesie – aber weil sie sie mit Melancholie, Tiefe und einer sehr klaren Bildsprache kombiniert, verhindert sie, dass ihre Arbeit in oberflächigen Kitsch abzudriften droht.

Die Nähe zu Riitta Päiväläinen von der Helsinki School und ihren “Imaginary Meetings” ist nicht von der Hand zu weisen und sicher geht Päiväläinen in ihrem Buch weiter, indem sie die nordische Landschaft noch ausführlicher und abwechslungsreicher für ihre Sagengeschichten und aufwendigen Arrangement mit Kleidungsstücken nutzt. Dennoch hat die 1982 geborene Wahl-Kölnerin Braun einen sehr selbstständigen Weg gewählt – für sie ist “Mora” eine Art Reise, eine Wanderung durch die Landschaft, bei der ich im Ursprung des Menschen, der Natur, nach Möglichkeiten des Rückzugs suche. Bei dieser Reise verliere ich das Gefühl für Zeit, baue schwerelos erscheinende Skulpturen und suche in dem daraus entstehenden Raum und in der umgebenden Natur nach dem Zerbrechlichen im Menschen. So lasse ich ein Portrait meiner Wirklichkeit aus dem bereits Vorhandenen und dem von mir Hinzugefügten entstehen.

Zum zweiten Teil der Besprechung geht es hier.

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Loredana Nemes’ Männerwelten

Die Baukunst Galerie zeigt noch bis zum 28. August eine Ausstellung mit Arbeiten der rumänischen Fotografin Loredana Nemes, in denen sie sich mit den Innen- und Außenansichten von Männern beschäftigt. Zum einen fotografierte sie vor islamischen Cafés in Berlin, deren Zutritt ihr verwehrt bleibt, und schuf damit nebulöse und im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtige Porträts, zum anderen verkleidete sie sich als Braut und fragte Männer in Europa und den USA, ob sie eine Frau liebten und fotografierte sich gemeinsam mit ihnen.

Eine kurze  Besprechung wurde heute auch im Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht.

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Oliver Siebers “Imaginary Club”

Der Düsseldorfer Fotograf und Publizist Oliver Sieber ist mir erstmals vor zwei oder drei Jahren mit seiner Serie “Character Thieves” aufgefallen, für die er Cosplayer auf der ganzen Welt besucht und in ihrem heimischen Umfeld porträtiert hat. Der Kontrast zwischen den aufwendigen, extravaganten Fantasiekostümen und den spießigen Wohnungen war für mich das Sinnbild für eine nach Individualität schreienden, aber dem Konservativmus nicht entfliehen könnenden Welt.

Nun zeigt Sieber in der Galerie Priska Pasquer seine Ausstellung “Imaginary Club” – und beweist nicht nur, dass er zu den wichtigsten zeitgenössischen Porträtfotografen zählt, sondern auch, dass er seine Arbeiten wundervoll präsentieren kann. Die schwarz gestrichenen Galeriewände sind ein Statement, aber auch eine Bühne für seine Protagonisten, die alle Mitglied in (s)einem ganz besonderen, fiktiven Verein sind. Hier treffen Punks, Visus, Psychobillies und Gothic Lolitas aus Los Angeles, New York, Tokyo, Köln oder Schwäbisch Hall aufeinander. Es sind Menschen, die ihre Identität durch deutlich sichtbare, aber nicht für Jedermann verständliche Codes kommunizieren – um sich von der Masse abzugrenzen und gleichzeitig der eigenen Gruppe zuzuordnen. Erweitert und ergänzt werden die Protagonisten seiner bisherigen Serien um schwarzweiße Straßenszenen und Porträts von Freunden und Bekannten wie der Kunsthistorikerin Nadia Ismail (deren Kontaktlinsen auf dem Bild eine fast verstörende Wirkung haben) und dem Fotografen Ted Partin, so dass eine für Sieber ideale Gesellschaft, eine Art Utopia entsteht, in der er sich wohl fühlt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. August in der Galerie Priska Pasquer in Köln zu sehen. Im Kölner Stadt-Anzeiger ist mittlerweile außerdem noch eine Rezension erschienen.

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Garry Winogrand und Aitor Ortiz

Wie  am Sonntag versprochen reiche ich nun auch eine ausführlichere Besprechung der beiden Ausstellungen “Public Relations” von Garry Winogrand in der Galerie Thomas Zander und “Lightwalls” von Aitor Ortiz in der Galerie Stefan Röpke nach. Sie sind heute in einem Galerienrundgang-Artikel (gemeinsam mit Joseph Beuys) im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen, den ihr euch hier herunterladen könnt.

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Alte Fotografien aus Japan und China

Rund 50.000 Fotografien lagern im Archiv des Museum Ludwig in Köln – neben der Sammlung L. Fritz Gruber und der Sammlung  Agfa Foto-Historama auch die umfangreiche Sammlung Robert Lebeck mit etwa 11.000 Daguerreotypien, Fotografien und Alben des 19. Jahrhunderts. Alles langweiliges Zeug? Von wegen! Nach der sehr schönen Ausstellung “Meisterwerke aus der Fotografischen Sammlung” in der extra dafür eingerichteten Galerie im zweiten Obergeschoss präsentiert Kurator Bodo von Dewitz nun die Schätze aus Japan und China – unter anderem mit Arbeiten von Felice Beato und Kimbei Kusakabe. Und die können sich wirklich blicken lassen.

Wer mehr lesen möchte, kann sich meine Besprechung aus dem Kölner Stadt-Anzeiger hier als PDF herunterladen.

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Neue Ausstellungen in Köln und Krefeld

In den vergangenen vier Tagen habe ich fünf tolle Fotografie-Ausstellungen in Köln und Krefeld besucht, auf die ich zumindest schon einmal hinweisen möchte, bevor ich meine ausführlichen Besprechungen in den nächsten Wochen nachreichen werde.

Zum einen ist das “Imaginary Club” von Oliver Sieber in der Galerie Priska Pasquer – sowohl die Bilder als auch die Präsentation finde ich sehr gelungen. Sehr begeistert bin ich außerdem von den beiden musealen Ausstellungen “Fotografien des 19. Jahrhunderts aus Japan und China” im Museum Ludwig und “Eyes look through you” von Ted Partin im Museum Haus Esters in Krefeld. Ebenfalls einen Besuch wert sind “Public Relations” von Gary Winogrand in der Galerie Thomas Zander und “Lightwalls” des Spaniers Aitor Ortiz in der Galerie Stefan Röpke.

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“Kinbaku” von Nobuyoshi Araki

Mein Verhältnis zum japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki ist sehr ambivalent. Sein Buch “Tokyo Lucky Hole” war das erste, was ich von ihm gesehen habe – es hat mich fasziniert und abgestoßen zugleich.

Die aktuelle Ausstellung “Kinbaku” in der Jablonka Galerie in Köln hat mich ihm und seiner Arbeit nun ein ganzes Stückchen näher gebracht – wenngleich er mit seiner sexuell-exzentrischen und damit ganz und gar “unjapanischen” Art auch weiterhin Fremdscham in mir auslöst.  Dem gegenüber steht sein Frühwerk “Sentimental Journey”, in dem er sehr einfühlsam und poetisch die eigene Hochzeitsreise beziehungsweise 1990 mit “Winter Journey” das Sterben und den Tod seiner Frau dokumentiert. Mein Verhältnis zu Araki bleibt also ambivalent – allerdings ist es um einige spannende Facetten erweitert worden.

Meine Besprechung aus dem Kölner Stadt-Anzeiger findet ihr hier.

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