Seit 30 Jahren beschäftigt sich die Fotojournalistin Bettina Flitner mit dem Thema Prostitution. Angefangen hat alles mit einer Reportage über Sextouristen in Thailand. und vor 13 Jahren überraschte sie mit einer Serie über Freier, die sie im Bordell fotografiert hat – nackt und auf der Bettkante sitzend. Mittlerweile hat Bettina Flitner auch Sexarbeiterinnen vom Straßenstrich sowie Orte, an denen Prostitution stattfindet, dokumentiert. Nun ist im Kehrer Verlag ihr Buch erschienen, in dem sie diese drei Serien vereint.
Meine Buchvorstellung ist im fotoMagazin erschienen und gibt es wie immer hier.
Link: Bettina Flitner, Kehrer
- „Ich mag keine zu professionellen, solche, die das nur ab und zu machen, bringen mehr Leistung. Gestern hat die danach gesagt: Das war der schönste Sex meines Lebens. 50 Euro. Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Günther, 55, Gastwirt, geschieden, 1 Sohn
- „Mein Traum? Ich will meinen Freund zurück! Es war alles so schön: Ich habe angeschafft, er hat auf mich aufgepasst. Irgendwann konnte ich die Miete nicht mehr bezahlen, da ist er gegangen. Ja, sicher, da gab’s auch andere Frauen. Aber mich hat er wirklich geliebt.“ Dana, 53, keine Ausbildung
- Verrichtungsbox, Berlin.
- „Warum ich für Sex bezahle? Frauen gehen mir oft auf den Sack. Sie machen Stress. Dafür zu zahlen, das hat was. Ins Gesicht abspritzen kostet 50 extra. Eigentlich ist das Macht. Man kann mit der Frau machen, was man will.“ Christian, 23, Kaufmann, Single
- „Mein Traum: ein Prinz, der mich auf seinem weißen Pferd hier rausholt. Der kann auch ruhig hässlich sein und 80 Jahre alt. Meine älteste Tochter studiert Jura, die andere lernt Dolmetscherin und will mal in der Botschaft arbeiten. Die wissen nichts hiervon.“ Gabriele, 39, hat in der Landwirtschaft gearbeitet