L. Fritz: Krise in der Fotografie

Das Photoszene Festival heißt in diesem Jahr Photoszene United und obwohl es wieder 80 Fotografieausstellungen im gesamten Kölner Stadtgebiet zu sehen gibt (oder wegen des Lockdowns geben wird), findet ein großer Teil unseres Programms virtuell oder hybrid statt. Umso glücklicher bin ich, dass wir es auch in diesem Jahr wieder geschafft haben, unser Magazin L. Fritz in ganz altmodischer, analoger und gedruckter Form zu veröffentlichen.

Der Titel der 7. Ausgabe lautet „Krise in der Fotografie“ und das Heft greift sowohl die Rolle der Fotografie bei der Dokumentation und Vermittlung von Krisen als auch die Krise, in der sich die Fotografie selbst befindet, auf. So haben wir Interview mit dem Soziologen und Krisenforscher Wilhelm Heitmeyer und der Leiterin der Klasse Bildredaktion an der Ostkreuzschule, Nadja Masri. In dem Zusammenhang haben wir der Bildredakteursklasse drei Doppelseiten komplett zur freien Verfügung gestellt, um die Bilder und Texte unterzubringen, die ihnen ganz persönlich wichtig sind.

Es gibt außerdem eine beeindruckend-bedrückende Bildstrecke des Leipziger Fotografen Ingmar Björn Nolting, der die Auswirkungen der Corona-Pandemie in ganz Deutschland dokumentiert, und einen Bericht von Jörg Colberg über das von Rafał Milach mitgegründete „Archive of Public Protests“ (Archiwum Protestów Publicznych), in dem Fotos aktuelle Demonstrationen in Polen gesammelt und publiziert werden.

In einem anderen Artikel geht es um den Klimawandel und das Projekt „Everything is Connected“ von Slideluck Editorial und der Gründerin Maria Teresa Salvati und der Frage, ob der Klimawandel neue Bilder brauche. Außerdem gibt es einen Artikel über den außergewöhnlichen Instagram-Account Insta Repeat von Emma Sheffer und wie sich der Fotograf Rob Hornstra in den vergangenen Jahren ein eigenständiges Finanzierungs- und Marketing-Modell für seine Langzeitdokumentationen aufgebaut hat.

Die neue Ausgabe von L. Fritz gibt es wie gewohnt kostenlos an allen Kölner Ausstellungsorten sowie zum Preis von 6,90 Euro auch an allen Bahnhofsbuchhandlungen. Ihr könnt euch das Heft aber auch zum gleichen Preis bequem nach Hause liefern lassen. Schreibt uns dazu einfach eine Mail an info@photoszene.de