Fotografinnen sind unterrepräsentiert

Dass Fotografinnen seltener Fotos und Fotostrecken in Magazinen unterbringen als ihre männlichen Kollegen, war mir schon länger bekannt. Initiativen wie der Female Photoclub arbeiten daran, dies zu ändern und Frauen stärker ins Bewusstsein der Redaktionen zu rücken, während sie sich gleichzeitig an die eigene Nase packen und schauen, in welchen Bereichen Frauen auch selbst mehr tun können.

Der Deutsche Journalisten-Verband Hamburg (DJV) hat nun in Kooperation mit dem Datenteam des Nachrichtenmagazins Der Spiegel die Titelseiten von 30 deutschen Magazinen aus unterschiedlichen Fachrichtungen angeschaut und die Credits der Cover aus dem Jahr 2019 ausgewertet. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd: Bei sieben Magazinen wurde kein einziges Cover von einer Frau fotografiert oder illustriert und auch bei den anderen Magazinen dominierten die Männer auf den Titelseiten. Lediglich bei „Eltern“ gab es mehr Titelseiten, die von weiblichen Fotografen und Illustratoren stammen.

Vom DJV wurde ich gefragt, ob ich diese Ergebnisse kommentieren möchte, was ich gerne getan habe. Die weiteren Einschätzungen stammen von der „Merian“-Fotochefin Katharina Oesten, von Margarete Krüger aus der Visum-Bildredaktion, der Coachin und Buchautorin Silke Güldner, dem Leiter der Stern-Titelredaktion, Frank Dietz, sowie der Fotografin und Gründerin des Female Photoclubs Nora Tabel.

Natürlich ist diese Erhebung noch keine Studie. Wir wissen nichts über die Hintergründe und den Aufbau der Redaktionen. Aber es ist ein wichtiger Schritt, das Thema weiter in die Öffentlichkeit zu bringen und zu schauen, woran dies liegen könnte.

Der komplette Beitrag ist auf der Seite des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg zu lesen.

Links: DJV Hamburg, Der Spiegel, Female Photoclub