Interview mit Alec Soth

Auf das Interview mit Alec Soth habe ich mich sehr gefreut – als wir uns dann auf der Paris Photo trafen, war es allerdings etwas … ungew√∂hnlich. Alec hatte zwar eine halbe Stunde Zeit, doch die verbrachten wir nicht irgendwo in einer ruhigen Ecke, sondern am Messestand seines Verlegers, wo er ununterbrochen Berge seines wiederaufgelegten Buches „Sleeping by the Mississippi“ signierte, w√§hrend ich etwas eingeengt neben ihm sa√ü. St√§ndig kamen Leute vorbei und unterbrachen uns, weil sie mit ihm reden, ihn fotografieren oder Komplimente loswerden wollten. Naja, dem Interview merkt man es hoffentlich nicht an.

Alec sprach mit mir √ľber seine Mitgliedschaft bei Magnum, den gro√üen Erfolg von eben „Sleeping by the Mississippi“, Roadtrips, seine Sch√ľchternheit und seinen (vielleicht nicht immer nur guten) Einfluss auf die j√ľngere Fotografengeneration.

Das Interview ist in der ProfiFoto erschienen und gibt es hier als PDF.

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„Buzzing at the sill“ von Peter van Agtmael

Mit „Buzzing at the sill“ hat Peter van Agtmael seine eigene inoffizielle, traumwandlerische Fortsetzung des Buches „Disco Night Sept 11“ vorgelegt. Die Serie war eine Mischung aus dem wenig heldenhaften Alltag von US-Soldaten im Einsatz und der frustrierenden Zeit danach, wenn sie mit amputierten Gliedma√üen auf dem Sofa sitzen oder mit ihren Kindern und Lichtschwertern ausgestattet Star Wars spielen.

‚ÄěBuzzing at the sill‚Äú zeigt hingegen keine Kriegsfotos, sondern die Vereinigten Staaten, wie er sie nach seiner Heimkehr vorgefunden hat. Das ist allerdings weniger √ľberraschend als es zun√§chst erscheint, denn Magnum-Mitglied van Agtmael sieht sich selbst nicht als Kriegsfotograf, sondern als Amerika-Fotograf ‚Äď sein Buch ist somit eine Art emotionale Bestandsaufnahme einer Nation nach zwei sinnlosen Kriegen und wie sie mit ihrer eigenen, nicht immer ruhmreichen Geschichte umgeht.

Meine Besprechung aus der Photonews gibt es hier als PDF.

Link: Kehrer Verlag, Magnum

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„Grenzg√§nge. Magnum: Trans-Territories“

Noch bis zum 10. November l√§uft das 5. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg. Das gr√∂√üte kuratierte Fotografiefestival in Deutschland steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Fotografenagentur Magnum. Kuratorin Andr√©a Holzherr hat unter dem Titel „Grenzg√§nge. Magnum: Trans-Territories“ ein sperrig klingendes, aber dennoch stimmiges Konzept entwickelt, mit dem sie alle acht Ausstellungsorte in den drei St√§dten einbeziehen konnte. Das Ergebnis hat mir jedenfalls nicht nur viel Freude bereitet, sondern es hat auch daf√ľr gesorgt, dass ich ganz neue Facetten an Magnum kennengelernt habe.

Meinen ausf√ľhrlichen Artikel, erschienen in Der Standard, gibt es hier.

Links: Fotofestival, Magnum

Amazon: 5. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg: Grenzgänge. Magnum Trans-Territories

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Neue Fotob√ľcher im Ksta

Kurz vor Weihnachten hat das Magazin des K√∂lner Stadt-Anzeiger wieder vier Fotobuchempfehlungen von mir ver√∂ffentlicht. Darin bespreche ich „At War“ der deutschen Kriegs- und Krisenfotografin Anja Niedringhaus, „Ama“ √ľber die¬† japanischen „Meerfrauen“ von Nina Poppe, den neu aufgelegten Klassiker „Subway“ von Bruce Davidson sowie den viereinhalb Kilo schweren W√§lzer „Magnum Contact Sheets“, das die Kontaktb√∂gen bekannter Fotografen wie Philippe Halsman, Herbert List, Robert Capa und Henri Cartier-Bresson vorstellt, was mitunter zu ern√ľchternden Ergebnissen f√ľhrt.

Den ausf√ľhrlichen Text gibt es hier.

Links: Hatje Cantz, Kehrer, Steidl, Schirmer/Mosel

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Magnum-Projekt „Postcards from America“

Morgen beginnen die f√ľnf Magnum-Fotografen Jim Goldberg, Susan Meiselas, Alec Soth, Mikhael Subotzky sowie Paolo Pellegrin mit dem neuen Projekt „Postcards From America“. Urspr√ľnglich sollte auch Chris Anderson mit dabei sein, doch wegen des Todes seines engen Freundes Tim Hetherington, der am 20. April in Misrata in Libyen starb, sagte dieser die Teilnahme ab und Pellegrin sprang kurzfristig ein.

„Postcards From America“ ist der erste von mehreren geplanten Kurztrips quer durch die Vereinigten Staaten getreu dem Slogan „F√ľnf Fotografen, ein Schreiber, zwei Wochen, ein Bus“. Die Gruppe wird dabei von der New Yorker Schriftstellerin Ginger Strand begleitet. Die zweiw√∂chige Reise f√ľhrt sie von San Antonio nach Oakland, und ich bin sehr gespannt, was dabei heraus kommen wird. Auf der Homepage k√∂nnen Fotofans das Projekt bereits jetzt finanziell unterst√ľtzen, indem sie Postkarten, B√ľcher oder Abz√ľge kaufen.

Links: Postcards from America, Blog

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Photoszene: Magnum, Almog & Schmölz

Die 20. Internationale Photoszene Köln neigt sich langsam ihrem Höhepunkt, dem Special Weekend, entgegen: Am kommenden Wochenende sind alle teilnehmenden Ausstellungen geöffnet, so dass sich ausgedehnte Kunst-Spaziergänge besonders lohnen.

F√ľr den K√∂lner Stadt-Anzeiger habe ich mir schon vorher drei Ausstellungen etwas genauer angeschaut und ein paar Zeilen dar√ľber geschrieben: Die Magnum-Ausstellung „Never Just Looking“ im Forum f√ľr Fotografie, Lili Almog in der Emmanuel Walderdorff Galerie sowie Arbeiten von Hugo und Karl Hugo Schm√∂lz aus dem Archiv von Wim Cox im Caf√© Stanton.

Den Text gibt es hier.

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Nur noch einen Monat bis zur Photoszene

Ich stelle gerade fest, dass es nur noch einen Monat bis zum Beginn der Internationalen Photoszene K√∂ln dauert. Die findet in diesem Jahr zudem zum 20. Mal statt: Vom 3. bis zum 26. September zeigen Galerien, Museen und andere Institutionen zahlreiche Ausstellungen – von der Ren√© Burri-Retrospektive im Museum f√ľr Angewandte Kunst √ľber Rinko Kawauchi in der Galerie Priska Pasquer, Joachim Brohm in der SK Stiftung Kultur und Stefan Heyne in der Galerie Kaune, Sudendorf bis hin zu gro√üen Themen-Ausstellungen wie die √ľber s√ľdafrikanische Fotografen seit 1950 in der Galerie Seippel und die √ľber Dokumentarfotografie mit zahlreichen Magnum-Mitgliedern im Forum f√ľr Fotografie. Und nachdem ich mich gerade durch das Programm geklickt habe, kann ich nur froh sein, dass ich im September nicht verreise, denn: Die Photoszene verspricht in diesem Jahr richtig gut zu werden!

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Vier neue Fotob√ľcher im Ksta

Das Magazin des K√∂lner Stadt-Anzeiger hat heute vier neue Fotobuchrezensionen von mir ver√∂ffentlicht.¬† Mit „Black Passport“ von Stanley Greene und „Rituale“ von Giorgia Fiorio (deren Ausstellung in der C/O Berlin ich bereits im April auf meinem Blog besprochen habe), sind dieses mal nur zwei Monographien dabei. Die beiden anderen B√ľcher, „Magnum am Set“ und „Starburst“, behandeln hingegen die Arbeiten von Magnum-Fotografen w√§hrend legend√§rer Filmarbeiten sowie die Wurzeln der „New Color Photography“ in den 1970er Jahren.

Den Artikel könnt ihr euch hier als PDF herunterladen.

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Henri Cartier-Bresson zum Geburtstag

P√ľnktlich zum Geburtstag von Henri Cartier-Bresson habe ich noch einmal meinen Artikel herausgekramt, der vor einem Jahr zum 100. Geburtstag im K√∂lner Stadt-Anzeiger ver√∂ffentlicht wurde – schlie√ülich kann man √ľber diese Fotografie-Legende gar nicht oft genug schreiben.

Hier also mein Artikel als PDF.

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