Warum wir (gute) Fotomuseen brauchen

Karl Kraus soll ja einmal gesagt haben: „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles zehn Jahre spĂ€ter.“ Wenn ich heute als Außenstehender auf die Diskussion um die NeugrĂŒndung eines Fotografiemuseums in Wien oder Salzburg blicke, dann gewinne ich den Eindruck, dass der Satz stimmen könnte. Denn eigentlich haben wir genau diese Diskussion doch schon lĂ€ngst gefĂŒhrt und fĂŒr beendet erklĂ€rt. Dachte ich zumindest. TatsĂ€chlich jedoch werden diese Auseinandersetzungen immer wieder auf’s Neue gefĂŒhrt – egal in welcher Stadt oder in welchem Land. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind vielfĂ€ltig, der Hauptgrund ist jedoch die sehr unterschiedliche Sicht auf und das sehr unterschiedliche Interesse an dem Medium Fotografie.

FĂŒr den Standard aus Wien habe ich deshalb die wichtigsten drei Punkte zusammengefasst und dabei mit Stefan Gronert vom Sprengel Museum in Hannover, Ingo Taubhorn vom Haus der Photographie in Hamburg, Felix Hoffmann von der C/O Berlin und Urs Stahel, GrĂŒnder und langjĂ€hrigr Leiter des Fotomuseums Winterthur gesprochen. Meinen ausfĂŒhrlichen Artikel gibt es hier als PDF, zudem findet ihr den Artikel auch online.

Links: C/O Berlin, Fotomuseum Winterthur, Haus der Photographie, Sprengel Foto-Blog, Le Bal, Jeu de Paume, Foundation Henri Cartier-Bresson, Maison Européenne de la Photographie


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Geschichte der zeitgenössischen Photographie

Ich werde immer skeptisch, wenn ein Buch einem die Geschichte der Fotografie erklĂ€ren will – weil es meistens sehr oberflĂ€chig ist und nur die ohnehin schon bekannten Positionen zeigt oder weil es, meist aus rechtlichen GrĂŒnden, nur ein sehr eingeschrĂ€nktes Bildmaterial zur VerfĂŒgung hat und die Auswahl entsprechend reduziert und unter UmstĂ€nden auch subjektiv gefĂ€rbt ist.

Das nun erschienene Buch „Die große Geschichte der zeitgenössischen Photographie – 1960 bis heute“ ist da allerdings etwas anders. Herausgegeben von Quentin Bajac, Lucy Gallun, Roxana Marcoci und Sarah Hermanson Meister wirft es unaufgeregt einen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte und bedient sich dabei aus der fotografischen Sammlung des Museum of Modern Art in New York, die zu den grĂ¶ĂŸten der Welt zĂ€hlt. Zwei weitere, sich noch in Planung befindliche BĂ€nde sollen den Überblick abschließen – und die Reihe vielleicht zum neuen Standardwerk machen. Ich bin gespannt.

Anbei meine Kurzvorstellung aus der aktuellen Photographie als PDF.

Amazon: Die große Geschichte der zeitgenössischen Photographie: Von 1960 bis heute

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Scott McFarland in der Galerie Choi & Lager

Die Arbeiten des Kanadiers Scott McFarland waren mir bislang völlig unbekannt – und ich muss sagen, dass sie mir auf den ersten Blick auch nicht wirklich zusagten: Sie erinnerten mich zu sehr an Jeff Wall (bei dem er auch studiert hat) und Gregory Crewdson – nur ohne das gewisse Etwas.

Doch das ist ein Irrtum: McFarlands Arbeiten sind deutlich komplexer und raffinierter als sie zunĂ€chst erscheinen – damit ist er fĂŒr mich ein typischer Vertreter der sehr konzeptionellen „Vancouver School“. Leider kommt das in der aktuellen Ausstellung in der Kölner Galerie Choi & Lager nicht so richtig rĂŒber, weil sie keine RĂŒcksicht auf seine Sequenzen nimmt und statt den GegenĂŒberstellungen nur Einzelbilder zeigt. Sein Buch „Snow Shacks Streets Shrubs“ vermittelt da einen deutlich besseren Überblick.

Wer neugierig geworden ist, kann sich meine Kurzbesprechung aus dem heutigen Ksta durchlesen. Und sich natĂŒrlich die Ausstellung bei Choi & Lager anschauen, die noch bis zum 27. Februar 2014 lĂ€uft.

Link: Choi & Lager

Amazon: Scott McFarland. Shacks, Snow, Streets, Shrubs

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„Foto A-Z“ im NRW-Forum

Das war’s also. Nach 15 Jahren schließt das DĂŒsseldorfer Ausstellungshaus NRW-Forum zum Jahreswechsel seine TĂŒren. Die beiden Initiatoren und Ausstellungsmanager Werner Lippert und Petra Wenzel haben nach der vierten VertragsverlĂ€ngerung entschieden, dass sie definitiv aufhören wollen. Zum Abschluss zeigen sie nun noch einmal „Fotografen, die wir gezeigt haben, und die, die wir immer schon gerne gezeigt hĂ€tten“. Der Titel der Ausstellung lautet schlicht „Foto A-Z“ und prĂ€sentiert unter anderem Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Guy Bourdin, Anton Corbijn, Philip-Lorca diCorcia, William Eggleston, Nan Goldin, Joel Sternfeld, Wolfgang Tillmans, David LaChapelle, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Paul Outerbridge,  Thomas Ruff, Cindy Sherman und Jeff Wall.

Und auch Candida Höfer ist dabei mit ihrer „On Kawara“-Serie, die hier sehr schön in Vitrinen ausgelegt ist – es bleibt eine der wenigen Serien, die ich von ihr mag. Ähnliches gilt fĂŒr Richard Prince, dessen Marlboro-Cowboys ich noch nie so ĂŒberzeugend gesehen habe wie hier. Die Ausstellung lĂ€uft noch bis zum 5. Januar 2014.

In der aktuellen Photonews ist ein lĂ€ngerer Artikel erschienen, indem ich auch ausfĂŒhrlich auf die Geschichte und die Zukunft des NRW-Forums eingehe. Den Text gibt es hier.

Link: NRW-Forum

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Rineke Dijkstra im MMK Frankfurt

Das Museum fĂŒr Moderne Kunst in Frankfurt, kurz MMK, zeigt in der großangelegten Ausstellung „The Krazy House“ erstmals alle Videoarbeiten der vor allem als Fotografin bekannten NiederlĂ€nderin Rineke Dijkstra. Es ist gleichzeitig ihre umfangreichste Ausstellung in Deutschland ĂŒberhaupt. Eine Retrospektive ist es dennoch nicht geworden, da von ihren Fotoserien lediglich eine vollstĂ€ndig prĂ€sentiert wird. DafĂŒr hat sich Dijkstra in der Sammlung des MMK umgeschaut und Kunstwerke anderer ihren eigenen Arbeiten mehr oder weniger gegenĂŒbergestellt – unter anderem von Jeff Wall, Andy Warhol, Isa Gensken, Tobias Rehberger, On Kawara und Bruce Nauman.

Die Ausstellung hat ihren Reiz und ihre Höhepunkt, wirkt auf der anderen Seite aber auch ĂŒberladen und unĂŒbersichtlich und vergibt zugleich eine große Chance. Warum, erfahrt ihr in meinem Artikel in der Photonews.

Link: MMK

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„Boy Stories“ von Johan Willner

Ich liebe dieses Bild! Das erste Mal gesehen habe ich „Die Ordnung“ von Johan Willner im Nachwuchsförderbereich „Descubrimientos“ auf dem Festival PhotoEspana in Madrid. Das war im Jahr 2009. Ein Junge mit sehr erwachsenem Blick und einer blutigen Augenbraue sitzt im Fond eines Autos. Sein mutmaßlicher Vater, dessen Gesicht nicht zu sehen ist, steht neben der FahrertĂŒr, hĂ€lt sich an ihr fest und spielt mit der anderen Hand nervös an den FingernĂ€geln, wĂ€hrend im Hintergrund eine Horde SchĂŒler steht, die alle in die gleiche Richtung zu schauen scheinen – auf eine Stelle direkt neben dem Betrachter. Nur nicht der Junge im Auto – der schaut mich direkt an. Die ungeklĂ€rte, latent bedrohliche Situation, in der auch der sich schĂŒtzend vor den Jungen stellende Vater hilflos wirkt, fesseln mich bis heute.

Nun ist das Buch „Boy Stories“ erschienen, in dem sich der 1971 geborene Schwede Willner in gewisser Weise sich selbst stellt – „Die Ordnung“ ziert dabei nicht nur das blaue Leinencover, sondern war fĂŒr ihn auch der Ausgangspunkt fĂŒr die gesamte Serie. Willner beschĂ€ftigt sich mit Erinnerungen, vor allem aber mit ihrer Re- und Dekonstruktion – fĂŒr ihn sind sie wie gepresste Blumen zwischen Buchseiten – irgendwann werden sie trocken, hart und brĂŒchig. Sein einleitender Text ist sehr aufschlussreich und spannend zu lesen, liegt allerdings nur auf schwedisch und englisch vor. Er berichtet von eigenen Erfahrungen, die ihn begleiten und die ihn geprĂ€gt haben – in der Kindheit, aber auch als Erwachsener. Willner schaut auf die Dinge, die sich verĂ€ndern und auf Dinge, die sich nicht verĂ€ndern – wie die Haken in der Umkleidekabine seiner alten Schulsporthalle, die fĂŒr ihn zum Sinnbild dafĂŒr werden, dass sich jeder aus seiner Klasse einen festen Platz (in der Gesellschaft) suchen musste und die nun von anderen belegt werden.

Diese Erinnerungen, Fiktionen, Gedanken hat Johan Willner sechs Jahre lang in Fotografien umgesetzt. Sie sind sehr fein und detailiert inszeniert und haben dennoch hĂ€ufig einen fast surrealistisch-dokumentarischen Charakter, falls es das ĂŒberhaupt gibt: Erinnerungen (und TrĂ€ume) sind in unseren Vorstellungen meist „bereinigt“ von störenden Details und auf das Wesentliche fokussiert. TatsĂ€chlich wirken Willmers Bilder auf mich auch weniger wie Inszenierungen, sondern eher wie Stills – allerdings nicht aus Filmen, sondern aus TrĂ€umen oder Erinnerungen: Ein wenig hölzern und doch agil und mitunter furchtbar prĂ€sent, schließlich wird der Betrachter hĂ€ufig direkt angeschaut und so Teil des Geschehen.

NatĂŒrlich gibt es Parallelen zu den Inszenierungen von Jeff Wall und Gregory Crewdson – gerade Crewdson hat als Kind hĂ€ufig den PatientengesprĂ€chen seines Vaters, der Psychoanalytikerm war, gelauscht, was seine Fantasie enorm angeregt haben dĂŒrfte. Wirkt die Bedrohung und das Geschehene in seinen Bildern jedoch fast ĂŒbernatĂŒrlich, liegt der Schrecken bei Willner im Alltag – und hĂ€ufig weiß man auch nicht, ob man Angst oder Mitleid mit seinen Protagonisten haben muss. Die vier mit Spielzeugbogen „bewaffneten“ Jungs, die auf einem Trampelpfad am Waldrand stehen, wirken selbst am meisten ĂŒberrascht darĂŒber, dass sie gerade aus Spaß einen Schwan erschossen haben, der nun tot vor ihren FĂŒĂŸen liegt. Und von dem Mann, der in einem surreal-anonymen Raum ein (eventuell totes?) Kleinkind auf den Armen wegtragen will – ist er der trauende Vater oder ein Mörder. Oder vielleicht sogar beides?

Das sind nun alles sehr krasse Beispiele, dabei hat Willners Serie auch andere, weniger dramatische Bilder wie beispielsweise den Tisch vor einem Fenster, auf dem ein gutes Dutzend Stapel alter Briefe liegt, oder der Patient, ein glatzköpfiger Herr, der langsam durch sein Krankenzimmer geht und sich dabei auf sein rotes Jojo-Spiel konzentriert. Durch die ErlĂ€uterungen in Willners Text verstehen wir, dass er einem solchen Mann tatsĂ€chlich begegnet ist, als er als Kind seinen Vater in einer Psychiatrie besucht hatte. Willners Bilder sind also meist voller Unsicherheiten, Verwunderungen, VerlustĂ€ngsten und natĂŒrlich Trauer. Aber (bis auf wenige Aufnahmen) so gut in Szene gesetzt, dass sie mich tatsĂ€chlich ein wenig verstören und lange in mir nachhallen – und so irgendwie auch zu einer Erinnerung von mir selbst werden, die ich schließlich mit eigenen Erfahrungen und Fragmenten auffĂŒlle.

„Boy Stories“ ist bei Hatje Cantz erschienen. Das Buch hat 76 Seiten und kostet 35 Euro.

Link: Hatje Cantz

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Andreas Gursky im Museum Kunstpalast

Die große Andreas Gursky-Retrospektive im Museum Kunstpalast in DĂŒsseldorf lĂ€uft ja schon eine ganze Weile, allerdings ist meine ausfĂŒhrliche Besprechung erst jetzt in der taz erschienen.

Inhaltlich bin ich weniger auf die Ausstellung selbst eingegangen – die meisten Arbeiten kennt man ohnehin. Mich hat vielmehr die Person Gursky und ihre Inszenierung und Mythisierung interessiert: Auch wĂ€hrend der Pressekonferenz mit Kunstpalast-Generaldirektor Beat Wismer (ich war noch nie auf einer Fotografie-Pressekonferenz, an der so viele Journalisten teilgenommen haben!) wurde wieder viel von Intuition gesprochen, obwohl sie Genie meinten, was sicherlich auf viele Fotografen zutrifft – nur nicht auf einen alles bis ins Detail planenden, kontrollierenden und manipulierenden Andreas Gursky. Auf die schöne Frage eines Kollegen, wie Gursky damit umgehe, dass er als grĂ¶ĂŸter lebender Fotograf gehandelt werde, sagte er zudem, dass er Jeff Wall und Wolfgang Tillmans „als gleichwertig ansehe“. Wenn das als Ausdruck seiner Bescheidenheit gemeint war, dĂŒrfte das eher nach hinten losgegangen sein.

Wer mag, kann sich meinen Artikel hier durchlesen.

Link: Museum Kunstpalast

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Albrecht Fuchs in der Temporary Gallery

Vom Fotografen Albrecht Fuchs kannte ich bislang nur den Namen. Oder dachte es zumindest, denn natĂŒrlich habe ich auch schon das ein oder andere PortrĂ€t von ihm gesehen – sei es irgendwo im Internet oder in einer Zeitschrift, fĂŒr die er fotografiert. Die Temporary Gallery widmet mit dem Kölner Fotografen nun eine Einzelausstellung, in der er ĂŒberwiegend KĂŒnstlerportrĂ€ts zeigt – von Jeff Wall ĂŒber Cosima von Bonin bis Marcel Odenbach. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings die Aufnahme von Hans-JĂŒrgen Wischnewski aus dem Jahr 2003: Der schaut mĂŒde aus dem Fenster seiner Wohnung und scheint dabei sowohl in den Sessel als auch in sich selbst versunken zu sein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. MÀrz zu sehen, und meine Kurzbesprechung dazu ist heute im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen.

Link: Temporary Gallery Cologne

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Schulprojekt „Eine schrecklich nette Familie“

Nach meinem Lehrer-DebĂŒt vor zwei Jahren habe ich nun erneut im Rahmen des NRW-Landesprogramms Kultur & Schule gemeinsam mit der KunstpĂ€dagogin Anna-Maria Loffredo am Europagymnasium in Kerpen eine Unterrichtseinheit zum Thema “Individuum und Gruppe – Inszenierte Gruppenfotos” durchgefĂŒhrt. Allerdings mit einem Unterschied: Sollten sich die SchĂŒler damals als Berufsgruppe darstellen, galt es dieses Mal, eine fiktive Familie zu reprĂ€sentieren.

Als fotografische Referenzen habe ich den SchĂŒlern erneut Annie Leibovitz‘ bekanntes Bild von George W. Bush und seiner Crew sowie die Familienbilder von Thomas Struth und Katharina Mayer vorgestellt und diese mit ihnen intensiv besprochen. Wichtige andere Referenzen waren fĂŒr uns aber auch Richard Renaldi, Dita Pepe und Nicholas Nixon sowie Gregory Crewdson und Jeff Wall.

Nach zwei Zwischenbesprechungen vor der gesamten Gruppe mussten die fertigen Bilder in dieser Woche abgegeben werden. Da ich sowohl von den SchĂŒlern insgesamt als auch von den Ergebnissen der einzelnen Gruppen sehr angetan bin, möchte ich sie hier vorstellen. Zur ErklĂ€rung: Es war den SchĂŒlern freigestellt, ob sie alleine oder in Gruppen arbeiten und ob sie weitere externe Personen fĂŒr das Foto dazu holen. Dadurch entstanden insgesamt sieben Bilder, wobei zwei Gruppen zunĂ€chst Fotos anfertigten, die als Accessoires im Hintergrund der endgĂŒltigen Bilder zu sehen sind.

Auffallend fand ich das Interesse der insgesamt 19 SchĂŒler fĂŒr problemgeladene Inszenierungen, in denen sich die Familienmitglieder deutlich voneinander distanzieren und hĂ€ufig isoliert dargestellt und Konflikte non-verbal ausgetragen werden. Lediglich in einem Bild wird die Familie als harmonische und im wahrsten Sinne des Wortes miteinander verwobene Einheit dargestellt – ein sehr außergewöhnlicher Lösungsansatz fĂŒr das Thema, wie ich finde.

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Jeff Wall im Bozar in BrĂŒssel

Der Kanadier Jeff Wall gehört zu den wichtigsten Fotografen der Gegenwart. In seinen Bildern zitiert er hĂ€ufig die Kunstgeschichte, ohne dass sie deshalb nĂŒchtern oder akademisch wirken. Vor allem gelingt es ihm meist, dass seine Bilder wie Dokumentationen wirken, tatsĂ€chlich aber bis ins kleinste Detail inszeniert sind.

In der großen Ausstellung „The Crooked Path“ zeigt der Palast der Schönen KĂŒnste – Bozar in BrĂŒssel nun 25 Arbeiten von Jeff Wall und stellt sie 130 Arbeiten anderer KĂŒnstler gegenĂŒber, die Wall inspirieren und begleiten – darunter natĂŒrlich auch zahlreiche Fotografen wie August Sander, Bernd und Hilla Becher, Hans-Peter Feldmann, Andreas Gursky, Thomas Struth, Stephen Shore, Walker Evans und Robert Frank.

Meine ausfĂŒhrliche Besprechung ĂŒber diese besondere Ausstellung ist heute im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen und gibt es hier.

Link: Bozar

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