Fotostadt Köln: DGPh

Die Deutsche Gesellschaft f√ľr Photographie, kurz DGPh, wurde von L. Fritz Gruber initiiert und von K√∂lns Oberb√ľrgermeister Robert G√∂rlinger 1951 gegr√ľndet. Heute z√§hlt sie mit √ľber 1000 berufenen Mitgliedern zu den wichtigsten Organisationen f√ľr Fotografie in Deutschland und vergibt unter anderem den Kulturpreis und den Dr.-Erich-Salomon-Preis.

Im Rahmen der Serie Fotostadt Köln des Kölner Stadt-Anzeiger stelle ich die Arbeit der DGPh vor.  Meinen Text gibt es hier als PDF.

Link: DGPh

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Vanessa Winship in der Fundación Mapfre

Vanessa Winship z√§hlt zu den gro√üen Unbekannten in der Fotografie-Szene. In Deutschland und selbst in ihrer Heimat Gro√übritannien muss das Werk der 54-J√§hrigen erst noch entdeckt werden. Das ist ein wenig verwunderlich, denn in Spanien und Frankreich hat sie sich l√§ngst einen Namen gemacht: 2011 erhielt sie – als erste Frau √ľberhaupt – den renommierten International Award der Fondation Henri Cartier-Bresson. Ihr 2013 bei Mack Books erschienenes Buch ‚ÄěShe dances on Jackson‚Äú gilt als eines der besten des Jahres und wird bei Amazon mittlerweile f√ľr den f√ľnffachen Preis angeboten. Und die Fundaci√≥n Mapfre in Madrid hat ihr in diesem Sommer nicht nur eine umfangreiche und √§u√üerst eindrucksvolle (und von Carlos Martin kuratierte) Retrospektive, sondern auch gleich eine entsprechende Publikation gewidmet, die einen hervorragend √úberblick √ľber ihre Arbeiten der vergangenen 15 Jahre liefert.

All das v√∂llig zu Recht, wie ich finde, denn je l√§nger ich mich mit ihrem Werk besch√§ftige, desto gr√∂√üer ist meine Begeisterung und Verehrung. F√ľr mich steht sie klar in der Portr√§ttradition von August Sander, Judith Joy Ross oder Rineke Dijkstra, ist dabei aber vollkommen eigenst√§ndig und unverwechselbar. Auch hatte ich die Gelegenheit ein Interview mit Winship f√ľhren zu k√∂nnen und dadurch ein bisschen mehr von dieser sehr sensiblen und zutiefest am Menschen interessierten Fotografin zu erfahren.

Mein ausf√ľhrlicher Artikel ist in der Photographie 11/2014 erschienen und gibt es hier als PDF.

Leider ist die Ausstellung bereits vorbei, aber auf der Seite der Fundación Mapfre könnt ihr sie euch als virtuelle Tour anschauen. Das vermittelt zumindest einen kleinen Eindruck. Und das Buch zur Retrospektive ist ebenfalls sehr toll geworden!

Link: Fundación Mapfre

Amazon: Vanessa Winship

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Die Paris Photo im Grand Palais

Die Paris Photo war bislang die wichtigste Messe f√ľr Fotografie. Doch unter der Leitung von Direktor Julien Frydman entwickelt sie sich immer weiter und steht heute als Synonym f√ľr die wohl wichtigste Plattform f√ľr Fotografie √ľberhaupt. Denn das umfangreiche Angebot vereint neben den 136 Galerien auch ganz selbstverst√§ndlich 28 Fotobuchverlage und -h√§ndler sowie mehrere Ausstellungen und √ľber 200 Signierstunden unter der wunderbaren Kuppel des Grand Palais. Nat√ľrlich geht es hier ums Verkaufen von Bildern – aber der Ansatz, dass Fotografien zwischen zwei Buchdeckeln mindestens die gleiche Berechtigung haben wie an der Wand, ist durchaus beachtlich und wird meiner Meinung nach in der √ľblichen Messeberichterstattung viel zu wenig bis gar nicht ber√ľcksichtigt.

In meiner Besprechung im Standard wollte ich das ein wenig ändern.

Link: Paris Photo

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DGPh-Bildungspreis verliehen

Die Deutsche Gesellschaft f√ľr Photographie (DGPh) hat erstmals ihren Bildungspreis verliehen. Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an die Anna-Freud-Schule und an die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in K√∂ln f√ľr ihr Projekt “August Sander – Sich zur Schau stellen”.

Mehr √ľber das Siegerprojekt und den Bildungspreis erfahrt ihr in meinem¬†Artikel in der aktuellen Photonews.

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August Sander versus Wilhelm Leibl

Das K√∂lner Wallraf-Richartz-Museum zeigt aktuell die Ausstellung “Von Mensch zu Mensch”, in der Kurator Roland Krischel die Fotografien von August Sander den Gem√§lden von Wilhelm Leibl gegen√ľberstellt. In meinen Augen verleiten dieser Dialog und die zahlreichen Parallelen zur Suche nach Unterschieden – und f√ľhrt bei mir dazu, dass ich nicht Sander mit Leibl, sondern die Fotografie mit der Malerei vergleiche. Aber das muss ja nicht schlecht sein, sondern kann zu so mancher Erkenntnis f√ľhren.

Meine Besprechung ist heute im Hatje Cantz Fotoblog erschienen.

Link: Wallraf-Richartz-Museum

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Karl Hugo Schmölz bei Van der Grinten Galerie

Nach der wunderbaren Retrospektive “Wie sich Deutschland neu erfand” im LVR-Landesmuseum Bonn zeigt nun auch die Van der Grinten Galerie in K√∂ln bis zum 15. Dezember eine Ausstellung mit Vintage-Abz√ľgen von Karl Hugo Schm√∂lz. Unter dem Titel ‚ÄěDie Stadt als B√ľhne‚Äú demonstriert die Schau, wie Schm√∂lz seine Umgebung wahrnahm: Seine Ansichten wirken oft realer als real und bisweilen unwirklich sch√∂n – so wie auf seinen Fotos hat man die Architektur der Zeit jedenfalls selten erstrahlen sehen. Schm√∂lz schien geradezu besessen von der Linie, von Proportion und dem Willen nach gestalterischer Perfektion: In seinen Aufnahmen von Theatern, Kinos√§len, Gesch√§ften und Verwaltungsgeb√§uden gibt es keinen st√∂renden Akzente, alles ist auf das Wesentliche reduziert. Dass Schm√∂lz (nat√ľrlich) in Schwarzwei√ü gearbeitet hat, mag man manchmal bedauern ‚Äď zu sch√∂n w√§re es, k√∂nnte man diese Zeitreise in Farbe erleben. Gleichzeitig ist gerade dieses Schwarzwei√ü ein Teil seines Geheimnisses, schlie√ülich l√§sst es sich zum einen gestalterisch besser kontrollieren, zum anderen sind diese alten Vintages in ihrer technischen Brillanz un√ľbertroffen.

Im Verlag Schirmer/Mosel ist zudem das sehr empfehlenswerte Buch “K√∂ln – Architekturfotografien der f√ľnfziger Jahre” erschienen. Es versammelt Karl Hugo Schm√∂lz’ Fotografien und verdeutlicht zudem eindr√ľcklich, wie er nun als fehlendes Bindeglied der neu-sachlichen Fotografie im Rheinland zwischen August Sander und Bernd und Hilla Becher neu entdeckt wird (176 Seiten, 49,80 Euro).

Links: Van der Grinten, Schirmer/Mosel


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August Sander und die SK Stiftung Kultur

Im Rahmen des T√§tigkeitsberichts 2011, den ich im Auftrag der SK Stiftung Kultur geschrieben habe, habe ich mich auch intensiv mit der grundlegenden Bedeutung von August Sander f√ľr die Photographische Sammlung auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt meines Artikels steht dabei die Ausstellung Sardinien 1927, die im letzten Jahr gezeigt wurde. Aber auch die Rekonstruktion von New Topographics sowie das Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher sind nat√ľrlich wichtige Referenzen darin.

Meinen ausf√ľhrlichen Artikel gibt es hier.

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Paareprojekt on Tour

Zum dritten und letzten Mal fahren Nadine und ich los, um Paare zu fotografieren. Dieses Mal verschlägt es uns in die neuen Bundesländer Рwir fotografieren am 20. April in der Nähe von Templin in der Uckermark, am 22. und 23. April in Berlin sowie am 27. April in Leipzig. Da wir noch in allen Städten freie Termine haben, können sich interessierte Paare, die mitmachen möchten, sehr gerne bei uns melden! Weitere Infos bekommt ihr auf der Internetseite des Paareprojektes.

F√ľr damianzimmermann.de bedeutet dies (wie bereits bei der S√ľdtour auch), dass ich in den n√§chsten zwei, drei Wochen wohl eher nichts online stellen kann. Ab Mai geht es dann aber auch hier wieder los – unter anderem mit Besprechungen der Ausstellungen von Lewis Baltz in Bonn, von Wilhelm Sch√ľrmann in K√∂ln sowie mit einer ausf√ľhrlichen Fotobuchrezension zu “Die Fabrik” von Jakob Tuggener. Au√üerdem werde ich “The Sochi Project” von Rob Hornstra vorstellen sowie √ľber die Bedeutung von August Sander f√ľr die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur berichten. Also: Schaut einfach regelm√§√üig hier vorbei.

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Sherrie Levine bei Jablonka Pasquer Projects

Es ist schon starker Tobak, was Sherrie Levine da macht: 1981 hat sie ihren Werkzyklus “After Walker Evans” vorgestellt, f√ľr den sie die bekannten Fotografien von eben Walker Evans, die er in der Zeit der Gro√üen Depression in den USA aufgenommen hatte, aus einem Katalog abfotografiert und anschlie√üend ausgestellt hat. Das war damals provokativ und in gewisser Weise auch “richtig”, denn es geht bei der so genannten Appropriation Art und besonders bei der Fotografie immer auch um die Frage nach dem Original und der Kopie. 30 Jahre sp√§ter macht Levine das allerdings immer noch – und hat f√ľr die Ausstellung bei Jablonka Pasquer Projects Arbeiten von August Sander abfotografiert.

Auf mich wirkt diese Vorgehensweise wie eine moderne Variante des Hans Christian Andersen-M√§rchens “Des Kaisers neue Kleider” – und ich f√ľhle mich ein wenig wie das Kind, das schreit “Aber er hat ja gar nichts an!”. Man kann sich zu jedem Thema einen fantastisch-theoretischen √úberbau konstruieren – man sollte allerdings darauf achten, dass am Ende keine Kopfgeburt herauskommt. Und vor allem sollte man den Betrachter nicht f√ľr d√ľmmer verkaufen als er ist.

Meine Besprechung, die heute im Ksta erschienen ist, findet ihr hier.

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“Thank you, Darling!” bei Schaden.com

Vergangenes Jahr fragte der K√∂lner Fotobuchh√§ndler und Fotografie-Experte Markus Schaden befreundete Fotografen, ob sie ihm f√ľr das Projekt A Picture for Home jeweils einen Abzug zur Verf√ľgung stellen k√∂nnten. Im¬† November 2011 wurden schlie√ülich 210 Arbeiten w√§hrend der Fotomesse Paris Photo verlost.

Am Freitag, 2. M√§rz, ab 18 Uhr wird diese Veranstaltung quasi fortgesetzt – mit der Vernissage “Thank you, Darling!” in der Buchhandlung Schaden.com in der K√∂rnerstra√üe 6-8. Gezeigt werden Fotografien von¬†William Klein, Thomas H√∂pker, Peter Basch, Bruce Davidson, Lisette Model, Marc Riboud, Lilian Bassman, Gottfried Helnwein, Walde Huth, Jacques-Henri Lartigue, Inge Morath, Heinz Held, Werner Hannappel, Lucien Clergue, Eliott Erwitt, Will McBride und vielen anderen. Die Bilder stammen aus der Privatsammlung von Renate Gruber. Sie werden erstmals gezeigt und zu Preisen zwischen 50 und 3500 Euro zu Gunsten von Schaden.com verkauft.

Link: Schaden.com

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