Wilhelm Schürmann in der SK Stiftung Kultur

Wilhelm Schürmann ist heute vor allem als Sammler und Kurator für zeitgenössische Kunst sowie als Mitgründer der legendären Fotogalerie „Lichttropfen“ bekannt. Hin und wieder finden aber auch Ausstellungen mit seinen eigenen Fotografien statt – so wie gerade in der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln. Dort zeigt Schürmann „Wegweiser zum Glück – Bilder einer Straße 1979-1981“. In diesen drei Jahren ist er in die Steinhammerstraße nach Dortmund, dem Ort seiner Kindheit und Jugend, zurückgekehrt und hat sie immer wieder fotografiert. Dabei sind rund 2000 Mittelformat- und Kleinbild-Negative entstanden.

Der Wiederkehrer Schürmann fotografierte Straßen- und Häuseransichten, Geschäfte, Wohnungen, das Mobiliar und Einrichtungsdetails, aber auch die Bewohner des Viertels, die er häufig noch von früher kannte: Karl Heinz Ollesch zum Beispiel, der gebannt am Küchenfenster und vornübergebeugt vor dem kleinen Radio sitzt, um der Fußballbundesliga-Live-Übertragung zu lauschen. Oder Willy Rackowitsch, der mit seiner Kassengestellbrille auf dem Sofa sitzt. Im Hintergrund weisen zwei Vogelbilder dezent, aber bestimmt auf seine Erfolge als Taubenzüchter hin.

Parallel dazu werden Bilder von Petra Wittmar gezeigt. Auch sie ist in ihren Geburtsort im Hochsauerlandkreis zurückgekehrt – und zwar exakt 30 Jahre nachdem sich Schürmann in Dortmund herum trieb. In ihren Bildern konzentriert sich Wittmar allerdings allein auf die Architektur.

Meine ausführliche Besprechung ist in der aktuellen Photonews erschienen und gibt es hier als PDF.

Link: SK Stiftung Kultur