Porträts eines Blinden
Das Alexianer-Magazin hat mich nach Aachen geschickt, um für eine Geschichte über berufstätige Menschen mit Behinderungen Fotos zu machen. Also traf ich mich dort mit Norbert Kofferschläger, der vor etwa 20 Monaten komplett erblindet, mittlerweile aber wieder an seinen alten (umgerüsteten) Arbeitsplatz zurückgekehrt ist. Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit wieviel Ehrgeiz und Elan er sein neues Leben meistert, aber auch, mit welchen Hürden er zu kämpfen hat und wie ihm sein Humor und manchmal auch sein Zynismus dabei helfen, nicht die Hoffnung zu verlieren. Wegen der Kürze des Textes und des Besuches war eine klassische Reportage ausgeschlossen, so dass ich ihn in seinem alltäglichen Arbeitsumfeld porträtierte.




6. Februar 2010 um 16:09 Uhr
till sagt,
das bild im überwachungsraum erinnert ein wenig an die tchernobyl-fotos von robert polidori
superporträts!
7. Februar 2010 um 00:32 Uhr
admin sagt,
Danke. Und auch danke für den Hinweis. Polidori kannte ich noch nicht, aber das habe ich gleich nachgeholt. Weiß jetzt auch, welches Foto du meinst. Die sind tatsächlich sehr ähnlich – und auch ähnlich absurd!