“Cubic feet/sec” von Andrew Phelps

Es gibt viele Fotobücher, die ich mag. Weil sie starke Konzepte haben oder starke Fotos, manchmal sind es auch einfach starke Themen oder ein starkes Design. Und wenn man Glück hat auch alles zusammen. Aber drei, vier Mal im Jahr entdecke ich ein Buch, das mich ganz besonders berührt. “Cubic feet/sec” (Fotohof Edition, 25 Euro) von Andrew Phelps ist so ein Buch.

Vordergründig sehen wir in dem kleinen Büchlein mit dem Softcover und der offenen Fadenbindung eine Reise durch den Raum. Tatsächlich jedoch ist es eine Reise durch die Zeit, denn die Fotos stammen von ingesamt neun Reisen, die Andrew Phelps und sein Vater Brent zwischen 1979 und 2013 auf dem Colorado River unternommen haben. Entstanden ist dabei eine Art fotografisches Tagebuch von zwei Menschen vor einer spektakulären, zeitlosen Kulisse. Es ist ein Buch über den Fluss des Lebens, aber auch ein Buch über das Erinnern, über die Fotografie und über das Scheitern an und in ihr: „Die Fotografie hat nie das gemacht, was ich wollte. Dieses Scheitern ist natürlich nicht das Scheitern der Fotografie, sondern mein eigenes. Es ist mein Unvermögen zu verstehen, was Fotografie niemals leisten kann.“

Meine Besprechung ist in der aktuellen Ausgabe von Camera Austria erschienen und gibt es hier als PDF.

Link: Fotohof Edition

Amazon: Andrew Phelps. CUBIC FEET/SEC.: 34 YEARS IN THE GRAND CANYON

Geschrieben in Fotobücher | Keine Kommentare

Fotostadt Köln: Kontrast Labor

Kontrast ist das letzte Fotofachlabor in Köln, in dem noch analoge Handabzüge angefertigt werden. Das wissen Künstler wie Benjamin Katz, Boris Becker, Candida Höfer und Gerhard Richter genauso zu schätzen wie ambitionierte Amateurfotografen.

Für die Serie zur Fotostadt Köln im Kölner Stadt-Anzeiger habe ich mich mit den Inhabern Hermann Plum und Dieter Zettner getroffen. Den Artikel gibt es hier als PDF.

Link: Kontrast

Geschrieben in Allgemein, Porträt | 1 Kommentar

Africa under the Prism

Der tiefschwarze Umschlag ist beeindruckend: Auf dem Titel sehen wir einen alten Kassetten-Radio-Rekorder, der auf einem einfachen Holztisch steht. Die Antenne ragt gekrümmt nach oben – als würde sie im Nichts nach Empfang suchen. Teile des Geräts sind mit Goldlack überzogen, genauso wie der Titel: “Africa Under the Prism” (Hatje Cantz Verlag, 45 Euro).

Auf dem weißen Buchblock erkennt man die farbigen Kapitelmarkierungen – das Buch will das Prisma sein, dass die zahlreichen Facetten der afrikanischen Fotografie aufzeigt. Warum es allerdings mehr einem flüchtigen Kaleidoskop gleicht, erfahrt ihr in meiner Kurzbesprechung, die in der Photographie erschienen ist.

Link: Hatje Cantz

Amazon: Africa under the Prism: Contemporary African Photography from LagosPhoto Festival

Geschrieben in Festivals & Messen, Fotobücher | Keine Kommentare

Pieter Hugo in der Galerie Priska Pasquer

Seit Jahren wünsche ich mir, dass endlich eine Kölner Galerie den südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo zeigt. Vor einem Jahr hat Priska Pasquer das gemacht mit einer kleinen Überblicksschau, die seinem fotografischen Kosmos aber kaum gerecht werden konnte. In ihren neuen und riesigen Galerieräumen kann sie nun allerdings richtig ausholen – und zeigt noch bis zum 9. April die Ausstellung “Kin”, die zuvor in der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris zu sehen war. Es ist seine bislang komplexeste und auch persönlichste Arbeit, in der er sich mit seiner Heimat Südafrika und seinem gespaltenen Verhältnis zu ihr beschäftigt.

Meine Besprechung ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen und gibt es hier.

Link: Galerie Priska Pasquer

Amazon: Kin: Pieter Hugo

Geschrieben in Ausstellungen, Fotobücher | Keine Kommentare

“As Time Goes By” von Barbara Davatz

Der Klappentext zu diesem Langzeitprojekt klingt spannend. Ambitioniert. Und hat mich sehr neugierig gemacht: Im Jahr 1982 hat die Schweizerin Barbara Davatz zwölf Paare fotografiert, die verliebt, befreundet oder verwandt waren. 1988, 1997 und 2014 hat sie dieselben Menschen wieder ins Studio eingeladen. Kein Wunder, dass mich das interessiert, klingt es doch, als wäre es sehr nah am Paareprojekt – nur eben nicht mit unterschiedlichen, sondern immer mit den selben Personen.

Warum mich das Buch “As Time Goes By 1982 1988 1997 2014″ (erscheinen in der Edition Patrick Frey) dennoch ziemlich enttäuscht hat und warum ich es konzeptionell für unausgereift und inkonsequent halte, könnt ihr in meiner ausführlichen Besprechung in der aktuellen Photonews nachlesen – oder hier als PDF.

Link: Edition Patrick Frey

Amazon: As Time Goes By: 1982 1988 1997 2014

Geschrieben in Fotobücher | Keine Kommentare

Most Popular Tags