Interview mit Böhm/Kobayashi

Katja Stuke: “Bilder im öffentlichen Raum waren damals einfach schon richtig geil. Und ich bin heute jedes Mal enttäuscht, wenn wieder mal irgend so ein Mist plakatiert wird, weil sich niemand mehr wirklich für dieses Medium interessiert.”

Oliver Sieber: “Larry Sultan und Mike Mandel haben ja auch diese Billboard-Aktionen in den 70er Jahren gemacht und beziehen sich quasi auf Marshall McLuhan, den Medientheoretiker. Also dem Nutzen von Plakatwänden und was die für eine Wirkung auf die Gesellschaft haben. Deswegen kriege ich vielleicht so einen schmelzigen Ton, wenn ich an die Motive von damals denke und wie sich das Stadtbild anders dargestellt hat.”

In der Ausgabe 97 von European Photography ist mein Interview mit Katja Stuke und Oliver Sieber alias Böhm/Kobayashi erschienen. Darin spricht das Künstlerduo über Selfpublishing, die Anfänge ihrer Böhm-Hefte, den Reiz von Werbeplakaten, ihr Antifoto-Manifest und was passiert, wenn das eigene Buch plötzlich zum “Photobook of the Year“ gewählt wird.

Das gesamte Interview gibt es hier als PDF.

Link: Böhm/Kobayashi, European Photography

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Portfolio Review beim Fotofestival Mannheim

Portfolio Review

Am Donnerstag, 17. September, eröffnet das 6. Fotofestivals Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg – das größte kuratierte Fotofestival in Deutschland. Als Kurator für diese Ausgabe zeichnet Urs Stahel verantwortlich: [7] Orte [7] Prekäre Felder heißt die Ausstellung, die an sieben Ausstellungsorten in drei Städten in zwei Bundesländern gezeigt wird und jeweils einem Unterthema gewidmet ist.

Im Rahmen des Fotofestivals findet am Samstag, 19. September, zudem ein Portfolio Review mit dem Thema “Neue Realitäten in der Dokumentarischen Fotografie” statt, an dem ich auch selbst als Reviewer neben Simone Demandt, Lukas Einsele, Alexandra Lechner, Frederic Lezmi, Esther Ruelfs, Thomas Schirmböck, Claude W. Sui und Henrik Spohler teilnehmen werde. Es richtet sich insbesondere an Studierende der Fotografie, Kunst und Gestaltung sowie an Künstler und Fotografen.

Zusätzlich zu meinem Lebenslauf wurde ich um ein Statement zur zeitgenössischen Fotografie gebeten:

Je länger ich mich mit dem Medium Fotografie beschäftige, desto unklarer wird für mich, was eigentlich unter dem Begriff „Dokumentarfotografie“ bzw. „Fotografie im dokumentarischen Stil“, wie ihn Walker Evans geprägt hat, zu verstehen ist. Nahezu jeder Fotografie haftet per se eine Zeugenschaft an, gleichzeitig ist ein Foto eben immer auch bloß eine von nahezu unendlich vielen Sichtweisen auf unsere Welt. Der Begriff suggeriert eine neutrale Sichtweise, die aber in den allermeisten Fällen nicht vorhanden ist, so lange die Fotos von Menschen gemacht, ausgewählt und betrachtet werden.

Link: Fotofestival Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg

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