Chargesheimer Reloaded – Köln 5 Uhr 30

1970 veröffentlichte der Kölner Fotograf Chargesheimer sein letztes und berühmtestes Fotobuch: „Köln 5 Uhr 30“. Es zeigt seine Heimatstadt, wie man sie bis dahin noch nicht gesehen hatte: Scheinbar nüchtern-dokumentarisch fotografiert zeigt es seinen düster-depressiven Blick auf eine menschenleere und vom Wiederaufbau zum zweiten Mal zerstörte Stadt. „Köln 5 Uhr 30“ ist ein kritisch-melancholischer Abgesang auf ein liebenswertes und zugleich sehr hässliches Köln.

Die Internationale Photoszene Köln, das PhotoBookMuseum, die Galerie Lichtblick und Pixum laden alle Kölner dazu ein, ihr bis zum 19. August (dem 175. Geburtstag der Fotografie!) ihre ganz persönliche Sicht auf ihre Stadt zu schicken. Voraussetzung: Die Fotos sollen eine menschenleere Stadt zeigen und sie müssen morgens gegen 5 Uhr 30 fotografiert werden – also dann, wenn die Sonne langsam aufgeht, die Stadt aber noch schläft.

Eine Jury, bestehend aus Markus Schaden, Wolfgang Zurborn und Tina Schelhorn, wird unter allen Einsendungen die besten Fotografien auswählen. Diese werden am Abend des 19. August im neueröffneten PhotoBookMuseum im Carlswerk projiziert und in einem Fotobuch unseres Partners Pixum veröffentlicht. Die Sieger erhalten ein kostenloses Exemplar des Buches, außerdem bekommen alle Teilnehmer einen Gutschein für ein Pixum-Gratisposter ihres Fotos.

Link: Chargesheimer Reloaded

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Das Fotobuch Quartett

Am Freitag haben Markus Schaden, Oliver Rausch, Frank Dürrach, Wolfgang Zurborn und ich zum ersten Mal unser neues, gemeinsames Format Das Fotobuch Quartett vor etwa 60 geladenen Gästen im Atelier Colonia getestet. Die Idee dahinter: Die Fotografie gilt als Leitmedium unserer Zeit. Sie wird gerne als visuelles Esperanto bezeichnet, als eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Doch gleichzeitig gibt es kaum eine Diskussions- und Streitkultur ÜBER die Fotografie wie es beispielsweise in der Literatur, der Musik oder dem Film selbstverständlich ist. Das wollen wir ändern.

Angelehnt an das legendäre „Literarische Quartett“ haben wir die vier Fotobücher “Genesis” von Sebastião Salgado, “War Porn” von Christoph Bangert, “A Period of Juvenile Prosperity” von Mike Brodie und “The Valley” von Larry Sultan besprochen. Dabei diskutierten wir eineinhalb Stunden lang mal liebevoll und wohlwollend, mal gemein und fast bösartig.

Und was soll ich sagen? Es war einfach großartig! Wir haben von allen Besuchern sehr viel Zuspruch und Unterstützung bekommen, dass wir in unserem Bestreben, dieses Format zu etablieren und damit der fotografischen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen, extrem motiviert wurden. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf die erste öffentliche Veranstaltung am Sonntag, 21. September, im Museum für Angewandte Kunst Köln im Rahmen des Photoszene-Festivals!

Ach, vielleicht noch zur Erklärung, weil das naheliegend häufig angesprochen wird: Wir sind zwar aktuell zu Fünft, aber wir haben das Format dennoch Quartett genannt. Das “Quartett” bezieht sich auf die Anzahl der Bücher, die wir immer besprechen wollen.

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“Zusammenleben” von Ute Mahler

Zwischen 1972 und 1988 hat Ute Mahler immer wieder ihre Kamera auf die Menschen um sie herum gerichtet. „Ich wollte herausfinden, wie sie das organisieren, ihr Leben miteinander.“ Entstanden sind unaufgeregte Aufnahmen des DDR-Alltags. Die Bilder sprechen mit uns, aber sie schreien nicht. Sie sind ein intimes Flüstern, ein gegenseitiges Beobachten. Es sind Anordnungen von Männern, Frauen, Kindern, Freunden und Fremden. Und immer wieder Menschen, die gemeinsam an Tischen sitzen – schweigend, sprechend, innehaltend. Es sind Orte, an denen das Zusammenleben einen festen Platz hat, symbolisch und vergleichbar wird. Aber Mahler hat auch viele Straßenszenen festgehalten – zufällige Begegnungen und poetische Entdeckungen. „1988 hatte ich das Gefühl, diese Arbeit sei an ihr Ende gelangt. Ich meinte, etwas verstanden zu haben. Das mag an der Zeit des politischen Umbruchs gelegen zu haben, aber sicher bin ich mir da nicht.“

Das Buch “Zusammenleben” ist im Hatje Cantz Verlag erscihienen, hat 144 Seiten und kostet 35 Euro.

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Appropriation Art in der Fotokunst

In der zweiten Ausgabe des neuen Swiridoff-Magazins, das sich dem Schwerpunktthema Fotografie widmet, habe ich einen Artikel über Appropriation Art und Found Footage in der zeitgenössischen Fotografie geschrieben. Dabei gehe ich auf die Arbeiten von Andrea Stultiens, KesselsKramer, Doug Rickard, Simon Menner, Martina Bacigalupo und Frederic Lezmi ein.

Den Artikel gibt es hier als PDF.



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