21. Internationale Photoszene Köln eröffnet

Alle zwei Jahre steht der September ganz im Zeichen des Fotografiefestivals Internationale Photoszene Köln, das nun bereits zum 21. Mal parallel zur Photokina stattfindet. In Galerien, Museen, Institutionen und Off-Spaces werden insgesamt fast 70 Ausstellungen zu sehen sein, außerdem finden auch Workshops, Vorträge, Preisverleihungen, Wettbewerbe und Präsentationen statt. Wie bereits 2010 werde ich die Photoszene auch dieses Jahr wieder intensiv für den Kölner Stadt-Anzeiger begleiten, alle paar Tage auf Neueröffnungen hinweisen und die ein oder andere Einzelbesprechung liefern.

Der erste Text ist heute erschienen – darin stelle ich unter anderem die Ausstellung “Made in China” im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), “American Places” im Museum Ludwig und die Schau der Fotografengruppe Kill Your Darlings im Neues Kunstforum vor.  Den gesamten Artikel gibt es hier als PDF.

Link: 21. Internationale Photoszene Köln

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“stillgestellt” von hiepler, brunier,

Die beiden Fotografen David Hiepler (Jahrgang 1969) und Fritz Brunier (Jahrgang 1972) haben sich während ihrer Ausbildung am Lette-Verein in Berlin kennengelernt und arbeiten bereits seit 1996 regelmäßig als Duo unter dem etwas eigenwillig gestalteten Namen hiepler, brunier, – keine Ahnung, warum man den eigenen Namen unbedingt noch zwei Kommas dransetzen muss, aber das soll uns hier nicht weiter beschäftigen.

Deutlich schnörkelloser sind nämlich die Fotografien der beiden Wahl-Berliner. Bei Panatom Book ist nun ihr erstes Buch “stillgestellt” (72 Seiten, 19,80 Euro) erschienen. Es ist eine Sammlung von Arbeiten, die zwischen 2004 und 2011 auf Reisen in Israel, Island, Frankreich, Litauen, den USA, China, Ecuador, Slowenien, Estland und Brasilien entstanden sind. Inhaltlich soll es laut Hiepler und Brunier in ihren Bildern um Orte, Momente und Situationen gehen, “in denen das Leben angehalten, also eben still gestellt wird.” In ihren Aufnahmen findet keine Bewegung mehr statt, die Welt scheint tatsächlich eingefroren zu sein. Allerdings ist das kein Merkmal, dass nur auf die Arbeiten dieses Fotografenduos zutrifft: Zahlreiche New Topographics-Arbeiten versprühen einen sehr ähnlichen Zustand von Stille, und im Grunde beschäftigen sich große Teile der zeitgenössischen deutschen Fotografie damit.

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt in den Arbeiten von Hiepler und Brunier: Sobald Menschen auf den Bildern zu sehen sin, wirken sie weniger wie angehalten, sondern in sich gekehrt und verloren. Das ist beispielsweise bei den Menschenmassen am Toten Meer der Fall, die auch an die Strandbilder von Massimo Vitali erinnern. Das trifft aber auch auf die Reihe der Wartenden zu, die vielleicht stärkste Serie des kleinen Buches. Es sind meist unwirkliche Orte, ebenfalls fotografiert im nüchternen Stil der New Topographics, in denen ein, zwei Figuren verstreut herum stehen und entweder auf grünes Licht an der Fußgängerampel oder auf einen Bus warten, der möglicherweise niemals kommen wird.

“Stillgestellt” ist das erste Buch einer mindestens fünfteiligen Reihe, die David Hiepler und Fritz Brunier in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wollen und die zusammen ein großes Ganzes ergeben sollen – daher auch der merkwürdige Zusatz “1-32″ auf dem Cover. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe entwickeln wird und ob sich die anderen Teile harmonisch zusammenbringen lassen. Das wird zumindest nötig sein, denn noch lässt das Buch den Betrachter etwas ratlos und unentschlossen zurück.

Link: hiepler, brunier,

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“gute aussichten_mustererkennung” in Köln

Bereits seit 2004 zeichnet der Wettbewerb “Gute Aussichten”, der von Josefine Raab und Stefan Becht ins Leben gerufen wurde, die besten deutschen Fotografie-Abschlussarbeiten aus und präsentiert diese in Ausstellungen im In- und Ausland. Darüber hinaus hält “Gute Aussichten” den Kontakt zu den Preisträgern und versucht sie auch nach dem Wettbewerb zu fördern und zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die aktuelle Ausstellung “gute aussichten_mustererkennung” im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) zu verstehen. MAKK-Leiterin Petra Hesse wollte “Gute Aussichten” nur zeigen, wenn sich die Ausstellung inhaltlich mit dem Kölner Jahr der Architektur auseinandersetzt. Kuratorin Wibke von Bonin wählte deshalb aus den bisherigen Siegern von 2004 bis 2011 zwölf Fotografen wie Georg Brückmann, Philipp Goldbach, Shigeru Takato und Franziska Zacharias aus, die sich im weitesten Sinne mit Architektur, Strukturen und Muster auseinandersetzen. Das Ergebnis ist nun bis zum 14. Oktober zu sehen.

Meine ausführliche Besprechung, die heute im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen ist, gibt es hier als PDF. Entschuldigt bitte die falsche Bildzeile unter Georg Brückmanns “in situ”-Bild – da ist in der Redaktion wohl etwas schief gelaufen.

Link: gute aussichten_mustererkennung

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Beitrag in den “BDK Mitteilungen”

Über mein jüngstes Kultur & Schule-Projekt am Europagymnasium Kerpen und die wunderbaren Ergebnisse, den der dortige Kunst-LK von Anna-Maria Loffredo zustande gebracht hat, habe ich ja bereits berichtet.

Nun hat der Fachverband für Kunstpädagogik in seiner neuesten Ausgabe der “BDK Mitteilungen” unseren gemeinsamen, fünfseitigen Bericht über die (außer)unterrichtliche Kooperation veröffentlicht. Darin stellen wir unser Projekt “Eine schrecklich nette Familie?!” im Detail vor und gehen die einzelnen Unterrichtsschritte durch.

Den gesamten Artikel gibt es hier als PDF.

Link: BDK

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