“Netzwerk Fotoarchive” gegründet

Immer wieder stehen Fotografen oder deren Nachkommen vor dem Problem, was mit dem Archiv geschehen soll. Weil es bislang kaum Anlaufstellen gibt, landet unter Umständen Vieles direkt im Müll oder wird falsch gelagert, so dass es nach wenigen Jahren verrottet.

In Berlin hat sich nun das Netzwerk Fotoarchive gegründet, um sich diesem Problem anzunehmen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), der Bund Freischaffender Foto-Designer (BFF), der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA), der Fotografenverband Freelens sowie die Zeitschrift Photonews, auf deren Initiative das Netzwerk überhaupt erst gegründet wurde.

Den vollständigen Text findet ihr auf Artnet.

Link: Netzwerk Fotoarchive

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Sportsucht und im Eifler Trappistenkloster

Für das aktuelle Alexianer-Magazin wurde ich für die Bebilderung von zwei Geschichten beauftragt. Für die eine habe ich das Trappistenkloster Mariawald in Heimbach in der Eifel besucht, und für das Thema Sportsucht durch Collagen mein Modell scheinbar gegen sich selbst antreten lassen.

Die fertigen Artikel findet ihr hier.

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Zum Tod von Walde Huth

Walde Huth ist tot. Sie ist vor einer Woche, ironischerweise am 11.11.2011 im Alter von 88 Jahren bei einem Wohnungsbrand in ihrer Kellergeschosswohnung in Marienburg wahrscheinlich an einer Rauchvergiftung, ausgelöst durch einen Schwelbrand, gestorben.

Ihre berufliche Karriere begann, als sie 1945 im Auftrag der Alliierten die Einwohner in ihrem Wohnort Esslingen im Rahmen der sogenannten Kennkarten-Aktion fotografierte. Ab 1953 betrieb sie dann in Stuttgart ein Studio mit acht Angestellten und erlangte internationale Beachtung mit ihren Modeaufnahmen im „New-Look“, die Mitte der 1950er Jahre in Florenz und Paris für große deutsche Modezeitschriften entstanden. Das Besondere: Huth fotografierte ihre Modelle nicht im Studio, sondern auf der Straße und im Wechselspiel mit der vorhandenen Architektur der Metropolen – beispielsweise auf einer Treppe vor dem Eifelturm oder unter einer Seine-Brücke. Gleichzeitig war sie äußerst sensibel in der Gestaltung ihrer Bilder. Mit ihrem Mann Karl Hugo Schmölz gründete sie 1958 das Studio für Werbung und Public Relations „schmölz + huth“ in Köln. Nach seinem Tod 1986 verarmte sie zunehmend.

Meinen Nachruf aus dem heutigen Kölner Stadt-Anzeiger findet ihr hier.

Link: Walde Huth

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Dan Dubowitz in der Galerie Mirko Mayer

Der in Italien lebende britische Fotograf Dan Dubowitz besucht seit einigen Jahren immer wieder die Ruinen von Ferienanlagen des faschistischen Italiens. Diese „Colonie marine“ genannten Erholungseinrichtungen wurden unter der Regierung Mussolini zur Stärkung und Indoktrination der Jugend etabliert – in den riesigen Ferienanlagen lernten die Kinder zu Tausenden in mehrwöchigen Aufenthalten synchron zu marschieren, Fahnen zu schwenken und Sonnenbäder zu nehmen.

Im Kölner Stadt-Anzeiger ist heute meine Besprechung zu Dubowitz’ Ausstellung in der Galerie Mirko Mayer erschienen. Ihr findet ihn hier. Leider wurde aus Platzmangel der komplette letzte Absatz weggekürzt, in dem ich meine Kritik an Dubowitz Bildkonzept ein wenig entkräftige. Er lautet:

Das ist schade – vor allem auch deshalb, weil in der Ausstellung ein Bild zu sehen ist, in dem Dubowitz von seiner neutralen Position deutlich abweicht: Die Fotografie zeigt eines der Ferienlager in der Nähe von Genua, während im Vordergrund ein Kiesstrand samt Liegestühle, Sonnenschirme und Badegästen zu sehen sind. In dieser Aufnahme wird der Kontrast zum Hier und Jetzt deutlich und zeigt, wie das aktuelle Italien mit diesen architektonischen Überbleibseln aus ihrer faschistischen Vergangenheit umgeht. Leider wird der ironische Unterton des Bildes durch die völlig überzogene Manipulation der Blautöne überspitzt – weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.

Link: Galerie Mirko Mayer

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Todd Hido in der Galerie Kaune, Sudendorf

Der Amerikaner Todd Hido ist für Landschaftsaufnahmen amerikanischer Vororte sowie für seine Aktporträts von Frauen in meist trostlosen und renovierungsbedürftigen Räumen bekannt, die Entwurzelung und Heimatlosigkeit, Isolation und Trauer ausstrahlen.

In seiner Serie “A Road Divided” geht er nun wieder hinaus und bleibt doch im geschützten Innenraum seiner Fahrgastzelle: Durch die Windschutzscheibe hindurch fotografiert er die Landschaft – bei Regen und Sturm und Schnee , nie jedoch bei Sonnenschein. Gemütlich ist das nicht, aber seinen Bildern kommt das zugute.

Meine Besprechung zur Ausstellung in der Galerie Kaune, Sudendorf ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen und könnt ihr hier nachlesen.

Link: Galerie Kaune, Sudendorf

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