HassLiebe reloaded

Puh – ich merke gerade, dass meine Serie HassLiebe schon sechs Jahre alt ist. Das ist insofern wichtig, weil sie meine erste “richtige”  Serie war und somit der Beginn meines eigenen konzeptionellen Arbeitens. Zum anderen aber markiert sie nach Die Zerstörung des erotischen Augenblicks und Die Waffen der Frau gegen sie selbst gerichtet auch eine Art Schlussstrich unter meiner von Morbidität und Sexualität gekennzeichneten Phase. Inhaltlich ging es mir bei HassLiebe um die Fragestellung, wo die Grenze zwischen Kampf und Spiel, zwischen Sex und Aggression, zwischen Hass und Liebe verläuft – und wo sie eher verschwimmt.

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Papa Adenauer

Habe gerade nichts Neues – aber auf der Hochzeit meines Bruders immerhin dieses Foto von meinem Vater und einem gewissen Herrn Adenauer gemacht. Fand ich ganz lustig. Und danke, Nadine, für den Hinweis.

Papa Adenauer


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“Displace” von Johanna Diehl

Die Kölner Galerie Fiebach & Minninger zeigt noch bis zum 10. April Arbeiten aus der Serie “Displace” der Berliner Fotografin Johanna Diehl. Mit einem DAAD-Projektstipendium reiste sie 2008/2009 nach Zypern und fotografierte verlassene Kirchen und Moscheen als Zeichen der Vertreibung weiter Bevölkerungsteile sowie die provisorisch und flüchtig wirkende Umnutzung der Gotteshäuser. Niklas Maak nannte sie in der FAZ deswegen schon eine der “interessantesten Fotografinnen ihrer Generation”.

Warum ich das nicht nachvollziehen kann, könnt ihr in meinem Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger nachlesen.

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R45

Da ich meine normale Homepage gerade aufgebe, werde ich in naher Zukunft die ein oder andere Serie neu im Blog präsentieren. Den Beginn mache ich mit R45 aus dem Jahr 2006. Für diese Serie habe ich jeweils ein Porträt mit einer Landschafts- oder Situationsaufnahme kombiniert und somit die emotionale Verfassung des Abgebildeten interpretiert. Anlass für diese Serie war das Windschutzscheibenbild, das ich einmal während einer Frankreichreise aufgenommen hatte. Eigentlich sollte diese Aufnahme der Beginn einer ganz anderen Serie werden, die ich aber nie umgesetzt habe. Stattdessen erkrankte damals mein Großvater an Krebs und ich fotografierte ihn auf der Intensivstation. Als ich diese Bilder später sah, kam mir die trostlose Windschutzscheibe wieder in den Sinn.

Der Titel “R45″ ist übrigens ein so genannter ICD10-Code, mit dem medizinische Diagnosen klassifiziert werden – vor allem zur Abrechnung mit der Krankenkasse. “R45″ steht dabei für alle “Symptome, die die Stimmung betreffen.”

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“Die Düsseldorfer Photoschule” von S. Gronert

Es ist eigentlich erstaunlich, dass es bislang keine ausführliche Publikation zur “Düsseldorfer Photoschule” gegeben hat, hat dieses “Phänomen” doch Kunstmarkt und Kunstgeschichte der letzten Jahrzehnte entschieden beeinflusst. Lothar Schirmer spricht gar davon, dass “wahrscheinlich seit dem Bauhaus keine Kunstrichtung aus Deutschland eine solche weltweite Ausstrahlung entfaltet und Anerkennung erfahren” habe.

Diese Lücke wird nun mit dem Buch Die Düsseldorfer Photoschule gefüllt: In einem ausführlichen Essay verdeutlicht der Autor Stefan Gronert die Bedeutung und vor allem den Hintergrund der Becher-Schule – ein Begriff, der übrigens von der Kritikerin Isabell Graw anlässlich einer Ausstellung 1988 in der Kölner Galerie Johnen & Schöttle erstmals benutzt wurde. Da es DIE Becher-Klasse aber gar nicht gibt, widmet sich Gronert nur den seiner Meinung nach zehn wichtigsten Absolventen Thomas Struth, Thomas Ruff und Andreas Gursky (die in einem Atemzug auch gerne als Struffsky bezeichnet werden, obwohl sie nicht viel gemeinsam haben), Candida HöferPetra Wunderlich, Axel Hütte, Jörg Sasse, Elger Esser, Laurenz Berges, Petra Wunderlich und Simone Nieweg. Aber auch die in Vergessenheit geratenen Tata Ronkholz und Volker Döhne werden zumindest angesprochen.

Ein Extrakapitel bekommt zudem die monumentale Größe der Bilder, für die viele der Fotografen bekannt sind, auch wenn die Bechers selbst immer nur mit kleinen Abzügen von 40 x 30 Zentimeter gearbeitet haben. Aber – wie hat Andreas Gursky auf meine Frage diesbezüglich während seiner Ausstellung Andreas Gursky – Werke 80-08 in Krefeld so schön ehrlich geantwortet: “Kleines Format, kleines Geld.” Neben den insgesamt sehr guten Texten beinhaltet das Buch zudem Portfolios jedes Künstlers, die einen guten Überblick liefern und dem Buch somit vollends das Prädikat “Pflichtlektüre” verleihen.

Das Buch “Die Düsseldorfer Photoschule” ist im Verlag Schirmer/Mosel erschienen, hat 320 Seiten und kostet 68 Euro.

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Klutsis und Kulagina bei Priska Pasquer in Köln

In einer kleinen, aber fast schon musealen Schau zeigt die Kölner Galerie Priska Pasquer bis zum 9. März original Fotomontagen und Vintageabzüge des Künstlerpaares Gustav Klutsis und Valentina  Kulagina. Der Konstruktivist Klutsis (1895-1938) gilt als Pionier auf dem Gebiet des Designs, der Fotografie und der Fotomontage, Kulagina (1902-1987) als innovative Plakat-,  Buch-  und  Ausstellungsdesignerin. Beide expe- rimentierten mit der Fotografie und für beide waren die eigenen Aufnahmen das Ausgangsmaterial  für  ihre öffentlichen Projekte – womit sie damals nicht gerade im Trend lagen: Die meisten sowjetischen Künstler wie Alexander Rodtschenko arbeiteten für ihre Montagen in der Regel mit gefundenem Bildmaterial.

Den Artikel, erschienen im Ksta, gibt es hier.

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