Meisterwerke, wohin das Auge schaut

Ab heute bietet das Museum Ludwig Fotofans einen ganz besonderen Leckerbissen: Sechs Monate lang zeigt es die Meisterwerke der Fotografischen Sammlung – darunter wunderbare und allseits bekannte Arbeiten von Henri Cartier-Bresson, Brassaï, Man Ray, Alfred Stieglitz, Alfred Eisenstaed, Dorothea Lange, George Hoyning-Huene, André Kertész, Philippe Halsman, Otto Steinert und natürlich auch Robert Capa.

Wer sich beim Durchlesen übrigens über den allerersten Satz wundert – der ist beim Redigieren leider verstümmelt worden. Das Sterne-Menü sollte eigentlich Alfons Schuhbeck und nicht Bodo von Dewitz selbst zubereiten.

Den Text, erschienen im Ksta, gibt es hier.

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Der Polaroid-Wahn des Horst Ademeit

Die Kölner Art Brut- und Outsider-Galeristin Susanne Zander hat wieder eine spannende Entdeckung gemacht.  In einer Doppelausstellung gemeinsam mit der Galerie Sabine Schmidt präsentierte sie die vollgeschriebenen Polaroids von Horst Ademeit. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Tag ein Foto zu schießen, um nachzuweisen, dass es Kältestrahlung tatsächlich gibt. Außerdem hat er alles “verdächtige” in seinem Umfeld fotografiert und akribisch auf den Polaroids notiert. Das grenzt schon nah am Wahnsinn – und ist vielleicht gerade deshalb so wunderbar.

Die Besprechung findet ihr hier.

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Für Rentex ins Lehmbruck-Museum in Duisburg

Für die Firma Rentex bin ich ins Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum nach Duisburg gefahren. Im 400 Quadratmeter großen Saal für die Wechselausstellungen hatte Rentex eine komplett neue Lichtdecke installiert. Kurz vor der Eröffnung der David Smith-Ausstellung “Working Surface” durfte ich diese nun fotografieren, was ein wahrlich willkommener Perspektivwechsel für mich war – schließlich ging es dieses mal nicht um die Kunst alleine, sondern um ihre Wirkung im Raum.

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Martha Rosler und Trevor Paglen

In einem Gemeinschaftsartikel habe ich die beiden Ausstellungen von Martha Rosler (Galerie Christian Nagel) und von Trevor Paglen (Galerie Thomas Zander) besprochen – wobei mir Trevor Paglen wirklich gut gefallen hat. Denn obwohl er Geograf und Konzeptkünstler ist, haben seine Arbeiten einen hohen ästhetischen Anspruch – und das ist eine Qualität, die ich leider sehr häufig in Ausstellungen vermisse. Seine Arbeiten funktionieren auch, wenn man die Geschichten dahinter nicht kennt. Wenn man sie jedoch erzählt bekommt, können sie schon mal Gänsehaut verursachen.

Hier gibt es den Artikel, veröffentlich im Kölner Stadt-Anzeiger .

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Luke Batten und Jonathan Sadler

Die Amerikaner Luke Batten und Jonathan Sadler haben ihre Konzeptarbeiten, die für ihre fiktive Bildagentur „New Catalogue“ entstanden sind, in der Kölner Galerie Kaune, Sudendorf und damit auch erstmals in Europa gezeigt. Der Zugang fiel mir am Anfang nicht ganz leicht, aber nach einer Weile war ich regelrecht begeistert von ihrem klaren Konzept, ihrem Humor und der Qualität ihrer Arbeiten – schließlich ist sie auch eine Persiflage auf die gängige Stockfotografie.

Den Artikel, erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger, gibt es hier.

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Bitte nicht bewegen: Judith Joy Ross

Die Amerikanerin Judith Joy Ross hat im letzten Jahr in der Galerie von Sabine Schmidt ihre eindringlichen Schwarzweiß-Porträts von Anti-Kriegs-Demonstranten präsentiert. Im Gegensatz zum Ehepaar Gabriele und Helmut Nothhelfer arbeitet Ross allerdings alles andere als spontan – ihre großformatige Plattenkamera zwingt sie zu minutenlangen Vorbereitungen. Ihre einzige Anweisung an die Modelle lautet daher: Bitte nicht bewegen!

Den Artikel, erschienen im Ksta, findet ihr hier.

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Frauke Thielking in der Galerie Elsass

Die 1977 geborene Frauke Thielking zeigt in der neuen, auf Fotografie spezialisierten Galerie Elsass ihre Serie „Ready, steady, go“. In ihren Bildern verlässt der Mensch seinen angestammten Platz und tritt in Räume ein, um nur noch „zu funktionieren“ – als Hürden in der Arena genauso wie als menschliche Windkrafträder auf einer Wiese, als Waggons auf einer einsamen Schienenstrecke, als rot-weiße Begrenzungen im Schwimmbecken oder als Bagger in einer Kiesgrube.

Meine Besprechung aus dem Kölner Stadt-Anzeiger gibt es hier.

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Nothhelfers und Eijkelboom in Köln

Noch bis zum 8. November widmet sich eine kleine, aber feine Ausstellung in der Sk Stiftung Kultur dem Individuum in der Masse – wobei sich “klein” eher auf die Ausstellungsfläche, nicht jedoch auf die Anzahl der gezeigten Bilder bezieht.  Denn Gabriele und Helmut Nothhelfer präsentieren in der Ausstellung “Menschen und Jahre” nichts Geringeres als ihr Lebenswerk, und auch der Niederländer Hans Eijkelboom, den ich gestern für mich persönlich entdeckt habe, spart auch nicht gerade mit seinen Bildern – er präsentiert sie gleich zu Hunderten.

Den Artikel dazu, erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger, gibt es hier.

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Einsam im Alter

Als Journalist und Fotograf lernt man häufig Menschen und Institutionen kennen, die einem ansonsten verschlossen bleiben. Bei der Bebilderung des Artikels “Einsam im Alter” bin ich allerdings einem Menschen näher gekommen, den ich eigentlich sehr gut kennen sollte – meinem Vater. Der lässt sich nur sehr ungern fotografieren und falls doch, schneidet er auf den Bildern meist eine Grimasse. Als ich ihn fragte, ob er mir für den Artikel Modell stehen wolle, sagte er sofort zu. Mit etwas Skepsis, ob er beim Shooting dann auch tatsächlich “mitmachen” würde, trafen wir uns im Ferienhäuschen meiner Eltern in der Eifel. Nach kurzen Startschwierigkeiten entstanden dann doch einige wunderbare, aber auch sehr intime und teilweise verstörende Fotos. Ich habe meinen Vater zum ersten Mal nicht als Vater, sondern einfach nur als Menschen wahr genommen – und realisiert, dass er mit seinen 70 Jahren (leider) ein alter Mann ist.

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Greg Stimac in der Galerie Kaune, Sudendorf

Die Fotografien des 1976 geborenen Greg Stimac wirken grotesk und lächerlich. Das Lachen bleibt dem Betrachter jedoch im Halse stecken – nicht zuletzt deswegen, weil die Männer und Kinder scheinbar direkt auf den Fotografen schießen: Stimac hatte seine Mittelformatkamera auf dem Platz unmittelbar vor den Schützen platziert. Mittels eines Fernauslösers war es im möglich, die Bilder unbeschadet in den Augenblicken zu schießen, in denen auch die Protagonisten das Feuer eröffneten. Weißer Rauch und Mündungsfeuer zeugen davon, in einem Bild meint man sogar die fliegende Kugel erkennen zu können.

In meinem Artikel aus dem Ksta habe ich die Ausstellung in der Galerie Kaune, Sudendorf besprochen. Den Text gibt es wie immer hier.

Link: Kaune, Sudendorf

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