Interview mit Alec Soth

Auf das Interview mit Alec Soth habe ich mich sehr gefreut – als wir uns dann auf der Paris Photo trafen, war es allerdings etwas … ungewöhnlich. Alec hatte zwar eine halbe Stunde Zeit, doch die verbrachten wir nicht irgendwo in einer ruhigen Ecke, sondern am Messestand seines Verlegers, wo er ununterbrochen Berge seines wiederaufgelegten Buches “Sleeping by the Mississippi” signierte, während ich etwas eingeengt neben ihm saß. Ständig kamen Leute vorbei und unterbrachen uns, weil sie mit ihm reden, ihn fotografieren oder Komplimente loswerden wollten. Naja, dem Interview merkt man es hoffentlich nicht an.

Alec sprach mit mir über seine Mitgliedschaft bei Magnum, den großen Erfolg von eben “Sleeping by the Mississippi”, Roadtrips, seine Schüchternheit und seinen (vielleicht nicht immer nur guten) Einfluss auf die jüngere Fotografengeneration.

Das Interview ist in der ProfiFoto erschienen und gibt es hier als PDF.

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Interview mit Txema Salvans

Für die ProfiFoto hatte ich die Gelgenheit, den spanischen Fotografen Txema Salvans zu interviewen und mit ihm über seine Bücher “The Waiting Game” (erschienen bei Editorial RM) und “My Kingdom” (erschienen bei MACK Books) zu sprechen. Wir haben das Interview in einem Seitenkorridor neben der VIP-Lounge im Grand Palais während der letztjährigen Paris Photo geführt und obwohl alles etwas hektisch schien, hat sich Txema viel Zeit genommen. Selten habe ich einen Fotografen erlebt, der so eng mit seiner Arbeit verbunden zu sein scheint und der gleichzeitig sehr genau weiß, was er da macht – emotional und politisch genauso wie moralisch und ästhetisch. Ich war sehr beeindruckt von seiner Sicht- und Arbeitsweise und es war mir eine Freude, mich mit ihm auszutauschen.

Das Interview findet ihr hier als PDF. Ich hoffe, ihr habt ähnlich viel Freude damit, wie ich es hatte.

Links: Txema Salvans, Editorial RM, MACK Books

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Interview mit Michael Wolf

Im Rahmen der “Life in Cities”-Ausstellung im Fotomuseum Den Haag habe ich den Fotografen Michael Wolf für das Magazin ProfiFoto interviewt. Dabei sprachen wir über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in seinen freien Arbeiten, seine Zusammenarbeit mit den Verlegern Gerhard Steidl und Hannes Wanderer und den Luxus, das machen zu können, was er will.

Das komplette Interivew gibt es hier als PDF.

Links: Fotomuseum Den Haag

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“SideWalk” von Jeff Mermelstein

Für die ProfiFoto habe ich den Street Photographer Jeff Mermelstein im Rahmen seiner Ausstellung “SideWalk” in der Galerie Bene Taschen in Köln interviewt. Er erzählte mir, was das Besondere an seiner Heimatstadt New York ist, wie er Schwierigkeiten aus dem Weg geht, das Auftreten seines Kollegen Bruce Gilden und wie sich die Fotografie im öffentlichen Raum seit dem Tod von Lady Di und 9/11 verändert hat.

Das ausführliche Interview gibt es hier als PDF.

Link: Galerie Bene Taschen

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“The Family Imprint” von Nancy Borowick

Thomas Gerwers hat mich gefragt, ob ich jeden Monat ein Interview mit einem Fotografen für sein Magazin ProfiFoto führen möchte. Diese Gelegenheit lasse ich mir natürlich nicht entgehen, denn ich finde ohnehin, dass man den Gesprächen mit Künstlern mehr Raum geben sollte.

Auf der ParisPhoto traf ich mich also zu meinem ersten Interview mit Nancy Borowick. Für ihr Buch “The Family Imprint. A Daughter’s Portrait of Love and Loss”, das bei Hatje Cantz erschienen ist, hat die Amerikanerin ihre Eltern Howie und Laurel begleitet. Beide sind innerhalb eines Jahres an Krebs erkrankt und schließlich auch daran gestorben. Dennoch ist “The Family Imprint” kein Buch über den Tod. Es ist vielmehr ein Buch über die Liebe.

Das dreiseitige Gespräch findet ihr hier als PDF.

Links: Nancy Borowick, Hatje Cantz

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Das Fotobuch-Quartett+ auf “On Artbooks”

Jule Schaffer hat mich zum Fotobuch-Quartett+ interviewt. Sie wollte von mir wissen, wie es zu der Veranstaltungsreihe mit Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Frank Dürrach, Oliver Rausch und mir kam, was ein gutes Fotobuch ausmacht, wie wir die Bücher auswählen und was ich persönlich aus den Diskussionen gelernt habe.

Das Interview findet ihr auf dem Blog On Artbooks von artbooksonline. Und das nächste Fotobuch-Quartett+ findet übrigens am Freitag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Forum für Fotografie in Köln statt.

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Interview mit Böhm/Kobayashi

Katja Stuke: “Bilder im öffentlichen Raum waren damals einfach schon richtig geil. Und ich bin heute jedes Mal enttäuscht, wenn wieder mal irgend so ein Mist plakatiert wird, weil sich niemand mehr wirklich für dieses Medium interessiert.”

Oliver Sieber: “Larry Sultan und Mike Mandel haben ja auch diese Billboard-Aktionen in den 70er Jahren gemacht und beziehen sich quasi auf Marshall McLuhan, den Medientheoretiker. Also dem Nutzen von Plakatwänden und was die für eine Wirkung auf die Gesellschaft haben. Deswegen kriege ich vielleicht so einen schmelzigen Ton, wenn ich an die Motive von damals denke und wie sich das Stadtbild anders dargestellt hat.”

In der Ausgabe 97 von European Photography ist mein Interview mit Katja Stuke und Oliver Sieber alias Böhm/Kobayashi erschienen. Darin spricht das Künstlerduo über Selfpublishing, die Anfänge ihrer Böhm-Hefte, den Reiz von Werbeplakaten, ihr Antifoto-Manifest und was passiert, wenn das eigene Buch plötzlich zum “Photobook of the Year“ gewählt wird.

Das gesamte Interview gibt es hier als PDF.

Link: Böhm/Kobayashi, European Photography

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Vanessa Winship in der Fundación Mapfre

Vanessa Winship zählt zu den großen Unbekannten in der Fotografie-Szene. In Deutschland und selbst in ihrer Heimat Großbritannien muss das Werk der 54-Jährigen erst noch entdeckt werden. Das ist ein wenig verwunderlich, denn in Spanien und Frankreich hat sie sich längst einen Namen gemacht: 2011 erhielt sie – als erste Frau überhaupt – den renommierten International Award der Fondation Henri Cartier-Bresson. Ihr 2013 bei Mack Books erschienenes Buch „She dances on Jackson“ gilt als eines der besten des Jahres und wird bei Amazon mittlerweile für den fünffachen Preis angeboten. Und die Fundación Mapfre in Madrid hat ihr in diesem Sommer nicht nur eine umfangreiche und äußerst eindrucksvolle (und von Carlos Martin kuratierte) Retrospektive, sondern auch gleich eine entsprechende Publikation gewidmet, die einen hervorragend Überblick über ihre Arbeiten der vergangenen 15 Jahre liefert.

All das völlig zu Recht, wie ich finde, denn je länger ich mich mit ihrem Werk beschäftige, desto größer ist meine Begeisterung und Verehrung. Für mich steht sie klar in der Porträttradition von August Sander, Judith Joy Ross oder Rineke Dijkstra, ist dabei aber vollkommen eigenständig und unverwechselbar. Auch hatte ich die Gelegenheit ein Interview mit Winship führen zu können und dadurch ein bisschen mehr von dieser sehr sensiblen und zutiefest am Menschen interessierten Fotografin zu erfahren.

Mein ausführlicher Artikel ist in der Photographie 11/2014 erschienen und gibt es hier als PDF.

Leider ist die Ausstellung bereits vorbei, aber auf der Seite der Fundación Mapfre könnt ihr sie euch als virtuelle Tour anschauen. Das vermittelt zumindest einen kleinen Eindruck. Und das Buch zur Retrospektive ist ebenfalls sehr toll geworden!

Link: Fundación Mapfre

Amazon: Vanessa Winship

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L. Fritz – das Magazin der Photoszene

Darf ich vorstellen: L. Fritz – das Magazin der Photoszene ist erschienen. Benannt nach L. Fritz Gruber wollen wir mit diesem Magazin Kuratoren, Galeristen und Verleger, Studenten und Sammler, Fotografen und Designer, Profis und Amateure gleichermaßen ansprechen. Deshalb ist L. Fritz auch mehr als nur ein Medium – er ist ein lebendiger Bestandteil der Fotografieszene, er ist ein Freund und Experte, dem man vertraut, den man um Rat fragen kann und den man gerne an seiner Seite hat. Vor allem aber liegt L. Fritz kostenlos aus – in Köln sowieso, aber auch an wichtigen Fotografie-Einrichtungen in Deutschland und ganz Europa. Eine genaue Auflistung wird auf der Photoszene-Website folgen. Außerdem könnt ihr euch L. Fritz auch schon auf Issuu ansehen – dort findet ihr übrigens auch den Photoszene-Festivalguide.

Die erste Ausgabe beschäftigt sich vor allem mit dem bevorstehenden Photoszene-Festival und stellt einige Ausstellungen vor. Unter anderem gibt es einen achtseitigen Teil über das PhotoBookMuseum von Markus Schaden, ein Interview mit Bettina Flitner, die Fotostrecke “Wolfskinder” von Fabian Weiß und ein Interview mit der Photoszene-Geschäftsführerin Heide Häusler. Außerdem geht Klaus Honnef in einem Essay der Frage nach, wie sehr Fotografien unsere Wahrnehmung von Realität verändert haben. Viel Vergnügen mit L. Fritz!

Link: L. Fritz #1

"L. Fritz - Das Magazin der Photoszene", No.1, 2014, Cover-Photo: Chargesheimer, „L. Fritz Gruber“, Köln 1955, Museum Ludwig, Fotografische Sammlung, ML/F 1993/150

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Interview mit Markus Hartmann

Die Nachricht, dass Markus Hartmann seinen langjährigen Job als Programmleiter beim re­nom­mierten Hatje Cantz Verlag hinwerfen will, kam im Sommer vergangenen Jahres für viele vollkommen überraschend und ging wie ein Lauffeuer durch die Fotobuchbranche. Umso schöner, dass mir das Freelens Magazin die Möglichkeit gab, ein ausführliches Abschluss-Interview mit Markus Hartmann zu führen, in dem ich mit ihm via Skype über seinen Abschied, gute und schlechte Fotobücher, Marketingstrategien und die Zukunft der gesamten Branche sprechen konnte. Das komplette Interview bekommt ihr hier als PDF.

Gleichzeitig möchte ich allen Fotobuch-Liebhabern das gesamte Ausgabe 34 des Freelens Magazins ans Herz legen: Es ist richtig gut geworden! Chefredakteur Peter Lindhorst und Herausgeber Lutz Fischmann haben eine hervorragende Auswahl an Themen und Autoren gefunden – unter anderem hat Sophia Greiff mit dem Verlagsvertreter Kurt Salchli gesprochen, Klaus Honnef hat sich Gedanken über das Medium Fotografie und die Darstellungsformen in Ausstellungen und in Büchern gemacht, Hans-Michael Koetzle hat das Paradoxon des Fotobuch-Booms unter die Lupe genommen und Michael Klein nennt gelungene Beispiele von Fotobüchern, die im Eigenverlag erschienen sind.

Das Freelens Magazin kostet 5 Euro und kann entweder über Freelens direkt oder aber über einige wenige Verkaufsstellen (siehe Foto) bezogen werden.

Links: Freelens, Hatje Cantz

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