Tagung “Smart as Photography”

ASIA-TYPHOON/

Heute vor zehn Jahren hat Steve Jobs das iPhone vorgestellt und damit nicht nur das Mobiltelefon revolutioniert, sondern auch die Fotografie maßgeblich beeinflusst, schließlich ist die vielzitierte Bilderflut vor allem eine Folge der Smartphone-Nutzung.

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) hat im November 2016 in Mannheim die wohl weltweit erste Tagung zum Thema “Smartphone-Fotografie” veranstaltet. Mehr als ein Dutzend Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen (darunter der Medienwissenschaftler Jens Ruchatz von der Philipps-Universität Marburg und der Kommunikationswissenschaftler Peter Vorderer von der Universität Mannheim) sind dem Thema auf die Spur gegangen. Am Ende sind viele Fragen offen geblieben oder haben sich neue ergeben, aber dennoch war es eine spannende, wichtige und vor allem inspirierende Veranstaltung, die hoffentlich fortgeführt wird.

Das wichtigste Fazit, das ich für mich aus dem Symposium mitgenommen habe, ist, dass trotz Bilderflut und vielfacher Behauptung insgesamt kein größeres Interesse am Medium Fotografie in der Bevölkerung besteht. Das Interesse gilt in erster Linie dem Medium Smartphone und mit diesem Gerät wird heute nun einmal mehr fotografiert und kommuniziert, aber das bedeutet eben nicht, dass sich die Nutzer auch mehr für Fotografie interessieren: Nur, weil sie mehr schreiben oder spielen, interessieren sie sich ja auch nicht mehr für Sprache oder Spiele.

Meine ausführliche Besprechung der Veranstaltung ist in der Photonews erschienen und gibt es hier als PDF. Die gesamte Tagung kann übrigens auf YouTube angeschaut werden.

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Das Fotobuch-Quartett+ auf “On Artbooks”

Jule Schaffer hat mich zum Fotobuch-Quartett+ interviewt. Sie wollte von mir wissen, wie es zu der Veranstaltungsreihe mit Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Frank Dürrach, Oliver Rausch und mir kam, was ein gutes Fotobuch ausmacht, wie wir die Bücher auswählen und was ich persönlich aus den Diskussionen gelernt habe.

Das Interview findet ihr auf dem Blog On Artbooks von artbooksonline. Und das nächste Fotobuch-Quartett+ findet übrigens am Freitag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Forum für Fotografie in Köln statt.

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Geschichte der zeitgenössischen Photographie

Ich werde immer skeptisch, wenn ein Buch einem die Geschichte der Fotografie erklären will – weil es meistens sehr oberflächig ist und nur die ohnehin schon bekannten Positionen zeigt oder weil es, meist aus rechtlichen Gründen, nur ein sehr eingeschränktes Bildmaterial zur Verfügung hat und die Auswahl entsprechend reduziert und unter Umständen auch subjektiv gefärbt ist.

Das nun erschienene Buch „Die große Geschichte der zeitgenössischen Photographie – 1960 bis heute“ ist da allerdings etwas anders. Herausgegeben von Quentin Bajac, Lucy Gallun, Roxana Marcoci und Sarah Hermanson Meister wirft es unaufgeregt einen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte und bedient sich dabei aus der fotografischen Sammlung des Museum of Modern Art in New York, die zu den größten der Welt zählt. Zwei weitere, sich noch in Planung befindliche Bände sollen den Überblick abschließen – und die Reihe vielleicht zum neuen Standardwerk machen. Ich bin gespannt.

Anbei meine Kurzvorstellung aus der aktuellen Photographie als PDF.

Amazon: Die große Geschichte der zeitgenössischen Photographie: Von 1960 bis heute

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Fotostadt Köln: DGPh

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie, kurz DGPh, wurde von L. Fritz Gruber initiiert und von Kölns Oberbürgermeister Robert Görlinger 1951 gegründet. Heute zählt sie mit über 1000 berufenen Mitgliedern zu den wichtigsten Organisationen für Fotografie in Deutschland und vergibt unter anderem den Kulturpreis und den Dr.-Erich-Salomon-Preis.

Im Rahmen der Serie Fotostadt Köln des Kölner Stadt-Anzeiger stelle ich die Arbeit der DGPh vor.  Meinen Text gibt es hier als PDF.

Link: DGPh

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Die inszenierte Flucht auf Instagram

Ein junger Senegalese flüchtet nach Europa. So weit, so normal. Ungewöhnlich ist, dass der 22-jährige Abdou Diouf seine Odyssee von Dakar nach Spanien mit 15 Fotos und einem Video auf Instagram dokumentiert hat. Naja, hat er nicht wirklich, aber viele Internetnutzer haben es geglaubt. Ich fand es von Anfang an merkwürdig – die Fotos wirkten wie nach einem Drehbuch abfotografiert, es fehlten mir die Belanglosigkeiten und die Hab-ich-so-noch-nicht-gesehen-Momente. Dann wurde bekannt gegeben, dass es eigentlich eine PR-Aktion für das Fotografie-Festival im spanischen Getxo war. Erst war ich etwas sauer. Dann irritiert. Und mittlerweile fast begeistert.

Hier ist mein Artikel zu der Geschichte, erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger.

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Photoszene-Festival: Party!

Das Photoszene-Festival ist im vollem Gange: Bis einschließlich Sonntag finden neben den 78 Fotografieausstellungen auch zahlreiche Talks, Diskussionsrunden, Vorträge, Führungen und Workshops statt. Das ausführliche Programm findet ihr auf der Homepage, aber ihr könnt euch auch in den beiden Festivalzentren im PhotoBookMuseum und im Museum für Angewandte Kunst Köln sowie auf unserem Stand auf der Photokina (Halle 9.1 B054) bestens informieren.

Doch bei dem ganzen Programm sollte man das Feiern nicht vergessen, weshalb ich noch einmal ausdrücklich auf die große Photoszene-Party am Samstag, 20. September, ab 22 Uhr im PhotoBookMuseum hinweisen möchte. Kommt alle und feiert mit uns in der schon jetzt legendären Café Lehmitz Bar!

Links: Photoszene, The PhotoBookMuseum, Museum für Angewandte Kunst Köln, Photokina

The PhotoBookMuseum - opening - copyright by Daniel Zakharov 03

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Porträt der Michael Horbach Stiftung

Sorry, dass ich meinen Blog hier gerade verwaisen lasse. Leider war ich nicht im Urlaub, sondern kam vor lauter Arbeit nicht dazu, mich adäquat zu kümmern. Da ich in den letzten Wochen aber auch einige Artikel zu Büchern, Ausstellungen und Fotografie ganz allgemein geschrieben habe, sollte sich hier auf dem Blog demnächst wieder ein bisschen was tun.

Den Beginn mache ich mit einem Porträt, das ich für die Photonews über die Michael Horbach Stiftung geschrieben habe. Die liegt etwas versteckt im ehemaligen Galerie- und Atelierkomplex von Monika Sprüth und Rosemarie Trockel in der Kölner Südstadt und bietet auf 1000 Quadratmetern fünf Ausstellungs- und drei Kabinetträume. Aktuell zu sehen sind darin Arbeiten von Bill Perlmutter, Frank Gaudlitz, Sebastian Keitel und Maria M. Litwa.

Die ganze Geschichte findet ihr hier als PDF.

Link: Michael-Horbach-Stiftung

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Relaunch der Internationalen Photoszene Köln

Nach der 21. Internationalen Photoszene Köln im September 2012 habe ich in einem Kommentar im Kölner Stadt-Anzeiger kritisiert, dass das Festival gar kein richtiges Festival ist. Ein Jahr später bin ich plötzlich selbst Teil eines vierköpfigen Projektteams, das diesen 30 Jahre alten Verein von Grund auf erneuern will. Ohne einen einzigen Euro in der Kasse, dafür aber mit tausend Ideen und noch mehr Elan und Enthusiasmus, Unterstützung und Zuspruch haben wir uns an die Arbeit gemacht, sehen uns aber auch einem unvorstellbaren bürokratischen Aufwand gegenüber. Denn, soviel sei an dieser Stelle schon einmal gesagt: Das vierköpfige Projektteam, bestehend aus Heide Häusler, Inga Schneider, Nadine Preiß und mir, arbeitet aktuell an einem komplett neuen und deutlich erweiterten Konzept, mit dem wir nicht nur alle zwei Jahre für ein paar Tage in Erscheinung treten wollen. Mehr Informationen folgen in Kürze.

Doch dafür brauchen wir dringend Geld. Und da wir (bislang) keinen Großsponsor haben, wollen wir alle, die sich der Fotografie im Allgemeinen und der Photoszene im Speziellen verbunden fühlen, um finanzielle Unterstützung bitten. Spenden sind uns sehr willkommen, aber als zusätzlichen Anreiz haben wir eine Edition (heutzutage würde man das wohl Crowdsourcing nennen) mit Arbeiten von 19 Fotografen herausgebracht – als subjektive Auswahl, die zugleich einen facettenreichen Überblick über die aktuelle Fotografie in Deutschland bietet. Mit dabei sind Boris BeckerPeter BialobrzeskiFrank BreuerChris DurhamBoris EldagsenAlbrecht FuchsAndreas GefellerPepa HristovaMatthias JungMichael LangeTamara LorenzIrina RuppertLinn Schröder, Oliver Sieber, Katja StukeAnna VogelPetra WittmarTobias Zielony und Wolfgang Zurborn. Wer noch bis heute, 20. Dezember, bestellt, erhält einen Gutschein, den er unter den Tannenbaum legen kann, der Versand beginnt ab Januar! Insofern würde man nicht nur die Photoszene unterstützen, sondern hätte auch noch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk!

Außerdem könnt ihr euch schon einmal den 31. Januar bis 2. Februar im Kalender markieren. Dann nämlich stellen wir die komplette Edition in einer Ausstellung in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur aus! Und zu guter Letzt würden wir uns sehr freuen, wenn ihr unsere Facebook-Seite liken könntet. Und motiviert das zusätzlich, die Photoszene auf einen neuen Kurs zu bringen, und ihr werdet mit den aktuellen Informationen rund um die Fotografie in Köln versorgt.

Links: Photoszene, Facebook

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“SeitenAnsichten” in Leipzig

Es ist auffällig, dass in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche neue Magazine auf dem Markt erschienen sind, die sich mit dem Thema Fotografie auseinandersetzen. Und damit meine ich nicht die klassischen Kioskzeitschriften, in denen lediglich die aktuellen Kameras und Objektive und Stative vorgestellt werden, die für einen an der Fotografie selbst interessierten Leser jedoch nur wenig Neues zu bieten haben. Ich meine die unabhängige Magazine, die Portfolios von künstlerisch arbeitenden Fotografen präsentieren, die theoretische Texte abdrucken und selbst vielleicht sogar kleine Kunstwerke oder einfach nur dünnere Fotobücher sind.

Das Zentrum für zeitgenössische Fotografie in Leipzig, das auch das f/stop-Fotofestival veranstaltet, hat aus diesem Anlass im Oktober zu einem eintägigen Symposium mit dem Titel “SeitenAnsichten” mit Kunstwissenschaftlern wie Regine Ehleiter, Friedrich Tietjen und Susanne Holschbach und internationalen Herausgebern von unabhängigen Fotomagazinen wie Ahorn, Gup, 1000 Words, Die Böhm und Foam eingeladen.

Meinen Artikel, erschienen in der Photonews, gibt es hier.

Link: SeitenAnsichten

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DGPh-Bildungspreis verliehen

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) hat erstmals ihren Bildungspreis verliehen. Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an die Anna-Freud-Schule und an die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln für ihr Projekt “August Sander – Sich zur Schau stellen”.

Mehr über das Siegerprojekt und den Bildungspreis erfahrt ihr in meinem Artikel in der aktuellen Photonews.

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