Interview mit Txema Salvans

Für die ProfiFoto hatte ich die Gelgenheit, den spanischen Fotografen Txema Salvans zu interviewen und mit ihm über seine Bücher “The Waiting Game” (erschienen bei Editorial RM) und “My Kingdom” (erschienen bei MACK Books) zu sprechen. Wir haben das Interview in einem Seitenkorridor neben der VIP-Lounge im Grand Palais während der letztjährigen Paris Photo geführt und obwohl alles etwas hektisch schien, hat sich Txema viel Zeit genommen. Selten habe ich einen Fotografen erlebt, der so eng mit seiner Arbeit verbunden zu sein scheint und der gleichzeitig sehr genau weiß, was er da macht – emotional und politisch genauso wie moralisch und ästhetisch. Ich war sehr beeindruckt von seiner Sicht- und Arbeitsweise und es war mir eine Freude, mich mit ihm auszutauschen.

Das Interview findet ihr hier als PDF. Ich hoffe, ihr habt ähnlich viel Freude damit, wie ich es hatte.

Links: Txema Salvans, Editorial RM, MACK Books

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Warum wir (gute) Fotomuseen brauchen

Karl Kraus soll ja einmal gesagt haben: „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles zehn Jahre später.“ Wenn ich heute als Außenstehender auf die Diskussion um die Neugründung eines Fotografiemuseums in Wien oder Salzburg blicke, dann gewinne ich den Eindruck, dass der Satz stimmen könnte. Denn eigentlich haben wir genau diese Diskussion doch schon längst geführt und für beendet erklärt. Dachte ich zumindest. Tatsächlich jedoch werden diese Auseinandersetzungen immer wieder auf’s Neue geführt – egal in welcher Stadt oder in welchem Land. Die Gründe dafür sind vielfältig, der Hauptgrund ist jedoch die sehr unterschiedliche Sicht auf und das sehr unterschiedliche Interesse an dem Medium Fotografie.

Für den Standard aus Wien habe ich deshalb die wichtigsten drei Punkte zusammengefasst und dabei mit Stefan Gronert vom Sprengel Museum in Hannover, Ingo Taubhorn vom Haus der Photographie in Hamburg, Felix Hoffmann von der C/O Berlin und Urs Stahel, Gründer und langjährigr Leiter des Fotomuseums Winterthur gesprochen. Meinen ausführlichen Artikel gibt es hier als PDF, zudem findet ihr den Artikel auch online.

Links: C/O Berlin, Fotomuseum Winterthur, Haus der Photographie, Sprengel Foto-Blog, Le Bal, Jeu de Paume, Foundation Henri Cartier-Bresson, Maison Européenne de la Photographie


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“Pictures from Home” von Larry Sultan

Larry Sultan hat sich in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblingsfotografen entwickelt und “Pictures from Home” ist meine Lieblingsarbeit von ihm. MACK Books hat den Klassiker, der erstmals 1992 erschienen ist, nun deutlich erweitert neu veröffentlicht. Für mich ist es ein Meisterwerk. Das liegt sicherlich an meinem sehr persönlichen Interesse an den Themen des Buches, die da sind: Familie, Eltern, Herkunft und Erinnerungen, die Melancholie und die Limitierungen des Mediums Fotografie und der Versuch, dagegen anzuarbeiten. Letztendlich geht es um die verzweifelten Versuche der menschlichen Existenz, nicht zu vergessen. Und nicht vergessen zu werden.

Meine ausführliche Besprechung ist jetzt auf dem Blog on artbooks erschienen.

Link: artbooksonline

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Interview mit Michael Wolf

Im Rahmen der “Life in Cities”-Ausstellung im Fotomuseum Den Haag habe ich den Fotografen Michael Wolf für das Magazin ProfiFoto interviewt. Dabei sprachen wir über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in seinen freien Arbeiten, seine Zusammenarbeit mit den Verlegern Gerhard Steidl und Hannes Wanderer und den Luxus, das machen zu können, was er will.

Das komplette Interivew gibt es hier als PDF.

Links: Fotomuseum Den Haag

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Was ist Kreativität?

Dieser Artikel hat mir richtig viel Spaß gemacht! Für das FotoMagazin sollte ich der Frage “Was ist eigentlich Kreativität” auf die Spur gehen und herausfinden, was dies ganz speziell für Fotografen bedeuten kann und wie sie zu neuen Ideen kommen können. Dabei habe ich extrem viel gelernt – unter anderem hatte ich ein äußerst spannendes und absolut inspirierendes Gespräch mit dem Kreativitätsforscher Karl-Heinz Brodbeck, der den Begriff “Kreativität” zunächst einmal definiert und typische Kreativitätsmethoden in Frage gestellt hat. Aber auch der Coach Christian Buchholz, Geschäftsführer des Verrocchio Institute for Innovation Competence, das Künstler- und Dozentenpaar Katja Stuke und Oliver Sieber alias Böhm Kobayashi, der Dozent Oliver Rausch von der Fotoakademie-Koeln sowie der Fotograf Jonas Holthaus haben mir Rede und Antwort gestanden.

Den Artikel gibt es hier als PDF. Ich wünsche viel Spaß und vor allem viel Inspiration beim Lesen!

Links: Jonas Holthaus, Fotoakademie-Koeln, Böhm Kobayashi, Verrocchio Institute, Karl-Heinz Brodbeck

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Zum Tod von Peter H. Fürst

Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn ich Peter H. Fürst bei Ausstellungen und anderen Veranstaltungen in Köln getroffen habe. Wir hatten zwar nie sehr viel miteinander zu tun, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir uns beide mochten und wertschätzten. Das erste Mal mit seinem fotografischen Werk in Berührung gekommen bin ich übrigens durch eine Ausstellung während des Photoszene-Festivals 2008 (?), als er seine Amerika-Fotos aus den 1960er Jahren ausstellte. Ich war völlig begeistert, wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts von seiner Karriere als Mode- und Unterwäschenfotograf und von seinem Spitznamen “Mieder-Fürst”.

Die Nachricht von seinem Tod am 12. Januar überraschte mich und machte mich sehr traurig, denn trotz seiner 84 Jahren erschien mir Peter immer sehr gesund und fit. Mein kurzer Nachruf ist im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen – leider fehlte mir die Zeit, für einen längeren und angemesseneren Artikel.

Link: Peter H. Fürst

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Die erste Foto-Ausstellung

Für das FotoMagazin durfte ich eine schöne Geschichte recherchieren und schreiben über die Hürden und Tücken, abe auch über die Möglichkeiten, die man mit einer (ersten) Ausstellung hat – egal ob Kulturzentrum, Off-Raum, Galerie oder Museum. Ich habe mit den Fotografen Rudi Meisel, Frederik Busch, Anna Ehenstein, Hendrik Bloem und Marvin Ruppert gesprochen, habe die Galeristen Robert Morat, Julian Sander und Alexander Golya von Camera Work interviewt und auch mit Hochschul-Professor Dirk Gebhardt von der FH Dortmund geredet – und dabei selbst viele spannende Einblicke in die Arbeits- und Denkweise der unterschiedlichen Protagonisten und ihren individuellen Interessen auf dem Kunst- und Fotografiesektor erhalten.

Meinen Artikel gibt es hier als PDF.

Link: FotoMagazin, Camera Work, Robert Morat Galerie, Galerie Julian Sander, Dirk Gebhardt, Rudi Meisel, Anna Ehrenstein, Frederik Busch

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“Evidence” von Larry Sultan und Mike Mandel

Ich kenne „Evidence“ von Larry Sultan und Mike Mandel schon eine ganze Weile, aber es hat etwas gebraucht, bis ich es wirklich verstanden und damit lieben gelernt habe. Wobei es nicht unbedingt mein Lieblingsfotobuch ist. Aber es ist vielleicht das wichtigste Fotobuch für mich. Es ist so wichtig, weil mir dieses Buch die Augen geöffnet und verdeutlicht hat, wie Fotografie (auch) funktioniert und wie man sie kritisch und skeptisch hinterfragen sollte. Und das scheint mir in einer Zeit der sogenannten Bilderflut besonders wichtig – schließlich spielt die sich nicht nur auf Facebook, Instagram und Snapchat ab, sondern auch in den (vor allem digitalen) Medien, da diese über die sich überschlagenden geopolitischen Ereignisse nie ohne illustrierende Fotografien berichten.

Meine Besprechung zu “Evidence” ist auf dem Blog on artbooks von artbooksonline erschienen und gibt es hier.

Link: artbooksonline

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Die Fotosammlung Michael Horbach

Seit sechs Jahren zeigt Michael Horbach in seinen fast 1000 Quadratmeter großen Kunsträumen in der Kölner Südstadt Fotografieausstellungen, verleiht Stipendien und vergibt alle zwei Jahre einen mit 10.000 Euro dotierten Fotopreis.

Nun zeigt der 66-Jährige in einer großangelegten Schau einen größeren Ausschnitt der eigenen Fotosammlung. Sie trägt den bedeutungsschweren und doch sehr passenden Namen „sehn sucht/anhelo“. Damit wird gleich in mehrfacher Hinsicht deutlich, was den Besucher erwartet: Ein Einblick in die private Sehnsuchtswelt Michael Horbachs, die eng mit dem lateinamerikanischen Kontinent verbunden ist. Es geht aber auch um die Sucht des Sammelns und um das Sehnen nach dem Fernen, zu sehen sind Arbeiten u.a. von Bill Perlmutter, Marcos Zimmermann, Pierrot Men, Flor Garduño, Lucana, Pep Bonet, Raúl Cañibano, Frank Gaudlitz, Alfredo Sarabia Senior und Junior, Sebastião Salgado, Alberto Korda und Beat Presser.

Mein umfangreicher Artikel ist in der Photonews erschienen und gibt es hier. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. August zu sehen.

Link: Michael Horbach Stiftung

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“leben 24/7 – 100 Jahre Nikon”

Ich freue mich sehr, dass mich Alain Bieber vom NRW-Forum Düsseldorf mit der Aufgabe betraut hat, eine Ausstellung zum 100. Geburtstag der Firma Nikon zu kuratieren.

Vor diesem Hintergrund zeigt die Schau „leben 24/7 – 100 Jahre Nikon“ fotografische Positionen, die die Tugenden, die Qualität, die Vielseitigkeit und nicht zuletzt auch den Mythos und die Geschichte Nikons in den Vordergrund stellen – mit Reportagen und Dokumentationen, aber auch mit Bildikonen und Konzeptserien, die Geschichte geschrieben haben und die zahlreiche Aspekte des menschlichen Lebens reflektieren: Krieg und Frieden, Liebe und Schmerz, Familie und Freundschaft, Natur und Starkult, Glamour und Tristesse.

Natürlich stecken wir noch mitten in den Vorbereitungen, aber soviel kann schon mal verraten werden: Wir zeigen mehr als 100 Arbeiten unter anderem von Charlie Cole, Thekla Ehling, Volker Hinz, Joel Marklund, Steve McCurry, Duane Michals, Ed Ruscha, Moises Saman, Jérôme Sessini, Ami Vitale und von der Nasa. Die Eröffnung ist am 21. September und ich würde mich freuen, viele von euch dort zu treffen.

Link: leben 24/7

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